Liebenswerte Mischung aus Roadmovie, Behindertenkomödie und charmanter Selbstfindung.

Kinostart: 28.08.2008

Handlung

Beziehungen sind ihm egal, dafür musiziert Alex (Christoph Bach) leidenschaftlich auf dem Akkordeon und tourt mit seiner Tango-Band erfolglos durch Deutschland. Bis sich sein Kumpel das Leben nimmt und der andere ihm die Freundschaft kündigt. Allein und verschuldet trifft Alex eine Behindertentheatergruppe, die noch einen Mitspieler sucht. Also erfindet er ein Gebrechen, klaut sich Rollstuhl und Behindertenausweis und zieht zu ihnen in die WG.

Auf der Flucht vor Schulden, Rockern und Freundschaften muss ein kontaktgestörter Loner plötzlich mit Nähe, Vertrauen und Zusammenhalt klar kommen. Das entfesselt eine temporeiche Komödie ohne Scheuklappen, mit der Buket Alakus ("Eine andere Liga") Herzen erwärmt.

Akkordeonspieler Alex wird aus seiner Tangoband geschmissen und hat auch noch Schulden abzuzahlen. Er klaut einem Behinderten den Ausweis und schleicht sich damit in eine Behinderten-WG in Bremen ein. Dort lebt die unkonventionelle Sozialarbeiterin Lotta mit Marylin, Clark und Rudolph zusammen. Nur Rudolph durchschaut Alex' Fassade.

Aus Übermut klaut das Trio einer Tangoband den Tourbus einer Death-Metal-Gruppe. Als Schlagzeuger Tommy damit bewusst einen Unfall herbeiführt und stirbt, wird Akkordeonist Alex von Kumpel Steini rausgeworfen und von den Rockern zu Ratenzahlungen gezwungen. Er klaut einem Behinderten den Ausweis und kommt in einer Behinderten-WG in Bremen unter, wo die unkonventionelle Sozialarbeiterin Lotta mit Marylin, Clark und Rudolph lebt und "Die drei Musketiere" probt. Nur Rudolph durchschaut Alex' Fassade.

Kritik

Liebenswerte Mischung aus Road Movie, Behinderten-Komödie und charmanter Selbstfindung mit tollem Soundtrack.

Zweiter Film von Produzent Eike Besuden, der 2002 im sympathischen Road Movie "Verrückt nach Paris" eine Behindertengruppe an die Seine führte, knüpft "Finnischer Tango" an die damals holprig inszenierte und mit dem Themenbonus spekulierende Arbeit an. Dass es diesmal besser gelingt, Behinderte, Musiker und Schauspieler in einer auch filmischeren Arbeit zu führen, liegt wesentlich an Bernhard-Wicki-Preisträgerin und Regisseurin Buket Alakus, die nach dem originellen Putzfrauendrama "Anam" (2001) und der Frauenfußballdramödie "Eine andere Liga" (2005) ihren dritten Kinofilm vorlegt.

Aus Übermut klaut das Trio einer Tangoband den Tourbus einer Death-Metal-Gruppe. Als Schlagzeuger Tommy damit bewusst einen Unfall herbeiführt und stirbt, wird Akkordeonist Alex (Christoph Bach) von Kumpel Steini rausgeworfen und von den Rockern zu Ratenzahlungen gezwungen. Er klaut einem Behinderten den Ausweis und kommt in einer Behinderten-WG in Bremen unter, wo die unkonventionelle Sozialarbeiterin Lotta (Mira Bartuschek) mit Marylin (Angela Winklers Tochter Nele), Clark (Michael Schumacher) und Rudolph lebt und "Die drei Musketiere" probt. Nur Rudolph durchschaut Alex' Fassade.

Der Hauptteil der Selbstfindungs-Dramödie liegt in der Entwicklung des in den Tag lebenden, verantwortungslosen Mistkerls Alex zum Menschen, der durch die Behinderten lernt, was Freundschaft, Liebe und Solidarität bedeuten können. Er sorgt für Marylins und Clarks erste Liebesnacht, treibt dem todessehnsüchtigen Dandy Rudolph (wunderbar Fabian Busch als intelligentes Ekelpaket aus Oscar Wilde und Charles Baudelaire) die Flausen aus und sorgt nicht nur auf der Fahrt nach Norderney für Gemeinschaft. Buket Alakus sind dazu schöne inszenatorische Ideen eingefallen, die samt inspirierter Kamera, lakonischen Dialogen und der Musik von "Langoland" und der finnischen Tangogruppe "Uusikuu" einen rundum liebenswerten Film ergeben. ger.

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Info

Plakat des Films: Finnischer Tango
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 28.08.2008

Deutschland 2008

Länge: 1 h 31 min

Genre: Drama

Originaltitel: Finnischer Tango

Regie: Buket Alakus

Drehbuch: Jan Berger, Marcus Hertneck

Buchvorlage: Marcus Hertneck

Musik: Christoph Blaser, Steffen Kahles

Produktion: Eike Besuden

Kostüme: Rike Russig

Kamera: Daniela Knapp

Schnitt: Andreas Radtke

Ausstattung: Ralf Mootz, Sabine Rudolph

Website: http://www.finnischertango.de

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