Drama über ein junges Mädchen, das sich zum ersten Mal verliebt, aber gleichzeitig die Gewalt innerhalb ihrer Familie verbergen muss.

Kinostart: 29.11.2012

Elisa Essig
als Johanna

Ansgar Göbel
als Christian

Antonia Pankow
als Moni

Ursina Lardi
als Erika

Peter Lohmeyer
als Robert

Karoline Herfurth
als Claudia

Bernd Michael Lade
als Herr Waidele

Monika Lennartz
als Martha

Rahel Ohm
als Frau vom Jugendamt

Christian Wittmann
als Tom

Malin Verholen
als Bedienung

Miriam Brand
als Bedienung

Maria Anne Müller
als Ellen

Natalie Hrivnak
als Freundin Natalie

Katharina Brell
als Lara

Sandra Strohmenger
als Janina

Antonio Recupero
als Antonio

Alexander Schumacher
als Jochen

Lukas Deuschel
als Oli

Lisa Fiorella Awenius
als Sandra

Falk Teubel
als Tenne

Florian Schmanke
als Wabbel

Claudia Schmitt
als Nachbarin

Rosel Rittersberger
als Nachbarin

Ansgar Deuschel
als Martin

Lina Wichmann
als Manuela

Tim Helmling
als Tim

Felix Wolf
als Felix

Jonas Fürstenau
als Nachbar

Stephanie Schönfeld
als Freundin

Leon Schuhmann
als Dirk

Handlung

Eine Familie, überschattet von der Gewalttätigkeit des Vaters gegen die Mutter. Mitten drin die dreizehnjährige Johanna und ihre kleine Schwester Moni. Die ältere Schwester ist schon ausgezogen und klagt die Missstände in der Familie aus der Distanz heraus offen an, während die jüngeren Schwestern versuchen, die Fassade zu wahren. Da verliebt Johanna sich zum ersten Mal, in den Sohn ihres Sportlehrers. Ab sofort ist der Teenager zerrissen zwischen familiärer Verantwortung und ihren romantischen Gefühlen.

Eine Familie wird dominiert von der Gewalttätigkeit des Vaters gegen die Mutter. Mitten drin die 13-jährige Johanna und ihre kleine Schwester Moni. Die ältere Schwester ist schon ausgezogen und klagt die Missstände in der Familie aus der Distanz heraus offen an, während die jüngeren Schwestern versuchen, die Fassade zu wahren. Johanna verliebt sich zum ersten Mal, in den Sohn ihres Sportlehrers. Ab sofort ist der Teenager zerrissen zwischen familiärer Verantwortung und ihren romantischen Gefühlen.

Ein junges Mädchen verliebt sich zum ersten Mal, muss aber gleichzeitig die Gewalt innerhalb ihrer Familie verbergen. Ungeschminktes Drama, das klug und unaufdringlich die psychischen Dimensionen familiärer Konflikte zeigt.

Kritik

Sensibles, erschreckend glaubwürdiges (Seelen)Drama um die Auswirkungen familiärer Gewalt auf eine 13-jährige Teenagerin.

Was häusliche Gewalt wirklich anrichtet, wie das gesamte Umfeld darunter leidet, wie Vertuschen und Schweigen die Missbrauchsspirale am Laufen halten, das definiert die finnischstämmige Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen auf eindringliche, beklemmende Art. Ihr in allen wesentlichen Funktionen aus Frauenhand stammendes Drama wählt die Perspektive einer 13-jährigen, formuliert wie ihr Debüt "Sonja" ein Coming-of-Age, das jedoch überschattet ist von einer andauernden Situation des Ausgeliefertseins, was eine fast unerträgliche Spannung erzeugt, der man sich kaum entziehen kann.

Eine Riege starker Darstellerinnen trägt diese seriös inszenierte, nie das Reißerische oder Melodramatische bemühende Studie über den jähzornigen Familienvater Robert (ebenfalls frappierend echt: Peter Lohmeyer), dessen Gewaltausbrüche man selten direkt erlebt, deren Auswirkungen aber umso verheerender wüten, gerade weil sie subtil und in allen Facetten erforscht werden. Er zieht nach zeitweiliger Trennung wieder ein bei seiner Frau Erika und den beiden Töchtern, der kleinen Moni und eben Johanna, aus deren Sicht die verhängnisvollen Entwicklungen ihren Lauf nehmen. Einzig ihre ältere Schwester Claudia (Karoline Herfurth mit einer Gänsehaut-Leistung) ist aus dem Elternhaus geflüchtet und protestiert lautstark, wofür sie kollektiv bestraft wird. Sie lebt die Emotionen aus, die sich die anderen Opfer verbieten und damit zu Mittätern werden.

Robert gelingt es, alle anderen so einzuwickeln, dass sie die Prügel an der depressiv-wehrlosen Mutter teilweise mittragen, was sie innerlich zerreißt und untereinander spaltet. Unter diesen Umständen kann die ohnehin einsame Außenseiterin Johanna an ihrer Schule kaum Kontakte knüpfen. Als sich zwischen ihr und dem stillen Christian eine Beziehung entwickelt, setzt sie diese mit immer neuen Lügen aufs Spiel, auch weil sie mit ihrer Verantwortung für die kleine Schwester überlastet ist.

Wenn sie ihre Mutter blutüberströmt in den Trümmern des Mobiliars vorfindet, sind das nur die krassesten Spuren des Grauens. Weit tückischer setzen sich die Aggressionen fort, vor allem seelisch: in verbaler Gewalt, in verstörenden Veränderungen von Verhalten und Charakter. Das Schlimmste des pathogenen Familienzustands ist das Verschweigen, das Heucheln des Scheins. Daraus resultierende, nachgerade ungeheuerliche Lügen bringen jeden Akteur psychisch ans Limit, was die Darstellerinnen, einschließlich der Debütantin Elisa Essig als Johanna, mit Bravour meistern. Aber Einschüchterung, Scham und Angst wechseln sich ab mit schönen Momenten von Zuflucht und Hoffnung. Liimatainen zeigt ein Leben mit Gewalt realitätsnah und vielschichtig. Und schonungslos. tk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 29.11.2012

Deutschland 2011

Länge: 1 h 31 min

Genre: Drama

Originaltitel: Festung

Regie: Kirsi Marie Liimatainen

Drehbuch: Nicole Armbruster

Musik: Matthias Petsche

Produktion: Alexandra Kordes, Meike Kordes

Kostüme: Stephanie Rieß

Kamera: Christine A. Maier

Schnitt: Sarah Levine

Ausstattung: Anette Kuhn

Website: http://www.festung-derfilm.de

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