Im achten Kapitel der Racer-Actionreihe stellt sich Vin Diesel als Dom Toretto plötzlich gegen seine eigene "Familie".

Kinostart: 13.04.2017

Handlung

Es geht nichts über die Familie. Es gibt aber auch keinen härteren Gegner als ein Familienmitglied.

Spannungen gab es im Team rund um Dominic Toretto schon immer. Dass aber ausgerechnet Dom (Vin Diesel) sich gegen die Familie stellen würde, damit konnte niemand rechnen.

Als die mysteriöse Kriminelle Cipher (Charlize Theron) Dom auf ihre Seite zieht, steht der Rest der Gang vor der größten Herausforderung überhaupt: Ihren eigenen Anführer zur Strecke bringen.

Dazu brauchen Letty (Michelle Rodriguez), Hobbs (Dwayne Johnson) und Co. aber Verstärkung. Ausgerechnet Deckard Shaw (Jason Statham), Widersacher aus Teil 7, soll helfen.

Nach dem tragischen Tod von Paul Walker füllt das "Fast & Furious"-Franchise das große Loch mit der bisher persönlichsten Storyline: Dom gegen die Familie.

Darunter sind die "Fast & Furious"-Veteranen Michelle Rodriguez, Jordana Brewster, Tyrese Gibson und Chris "Ludacris" Bridges, aber auch die relativen Neulinge Dwayne Johnson (seit Teil 6 dabei), Jason Statham, Nathalie Emanuelle und Kurt Russell (jeweils seit Teil 7). Weitere Verstärkung gibt es unter anderem durch Scott Eastwood und Oscar-Gewinnerin Helen Mirren.

Hinter der Kamera sorgt Regisseur F. Gary Gray ("The Italian Job", "Straight Outta Compton") dafür, dass auch der achte Teil des weltweit größten Action-Franchise mit innovativen Stunts, heißen Schlitten, exotischen Schauplätzen, viel Witz und noch mehr Action das Publikum sprachlos macht.

Das Phänomen "Fast & Furious" ist einfach nicht zu bremsen. Mit Teil 8 schaltet das Team erneut einen Gang höher.

Kritik

Im achten Teil des Turbo-Action-Franchise sehen sich die Helden mit einem übermächtigen neuen Gegner konfrontiert: ihrem Anführer.

Man braucht keine fünf Minuten, um zu wissen, dass man sich auf der sicheren Seite befindet auch beim achten Teil der "Fast & Furious"-Reihe, die in Deutschland einfach weiter stoisch mit Nummern versehen wird, während man sich im Original für den prosaischeren Titel "The Fate of the Furious" entschieden hat. Beides macht Sinn. Die Nummerierung legt nahe, dass bestenfalls minimal an den Stellschrauben des Erfolgsrezepts der Vorgänger gedreht wurde: Seitdem furiosen Reboot des Franchise um den vierten Teil herum, als Vin Diesel als Held der Reihe zurückkehrte und aus der einstigen Streetrace-Outlaw-Property ein fast furioser Bond-Boliden-Mix wurde, weiß man, was die Fangemeinde will. Und die Masterminds wissen, dass die Reihe nichts wert ist, wenn man der Fangemeinde nicht gibt, was sie will. Also werden seither Plotmöglichkeiten ausgelotet, wie man Dominic Toretto und seine multi-ethnische Family aus Spießgesellen und taffen Girls Schachfiguren gleich neu anordnet, um es ordentlich krachen lassen und aberwitzig überdrehte Action-Setpieces ausloten zu können, die den Gesetzen der Behörden ebenso schallend ins Gesicht lachen wie den Gesetzen der Logik und Schwerkraft. Solange es am Ende der Familie zugute kommt, ist alles gut. Und je mehr Brumm und Wumm, desto besser.

Das Wortspiel des Originaltitels wiederum verweist darauf, dass bei allem Bedürfnis um Erhaltung des Serien-Status-Quos ein gewisses Maß an Erneuerung gut tut. Also wagt man sich nach dem emotionalen Abschied von dem während der Dreharbeiten verstorbenen Paul Walker im letzten Teil nun mit "Straight Outta Compton"-Regisseur F. Gary Gray, erfahren in PS-starker Action dank seines Remakes von "The Italian Job", der in gewisser Weise als Blaupause für die aktuelle Stufe der "Fast & Furious"-Filme zu sehen ist, an eine weitere Neukalibrierung, mehr ein Reshake als ein Reboot, mit dem man die Figuren clever für eine neue Trilogie innerhalb der Familiensaga der Vollgasritter neu anlegt: Der Beste unter den Guten ist auf einmal der Böse, die Guten müssen mit den bisherigen Bösen gemeinsame Sache machen, und Charlize Theron orchestriert das neu angeordnete Fresko als Böseste von allen. Neue Darsteller wie Scott Eastwood oder Helen Mirren werden mühelos in die bestehende Hackordnung integriert, bekannte Figuren offenbaren ungeahnte Seiten. Wenn sich Dominic Toretto nach einem der Reihe würdigen Intro in Kuba von einem Moment auf den anderen auf die andere Seite schlägt, hat das gute Gründe, die hier natürlich nicht verraten werden, aber auf einleuchtende Weise das alles überragende Thema Familie aufgreifen.

Was dazu führt, dass "Fast & Furious 8" seine Handlung auf zwei Ebenen aufziehen kann. Toretto als Rädelsführer eines unerhörten Coups auf der einen Seite, seine Crew holt sich auf der anderen Seite zur Verstärkung Typen an Bord, die man letzthin noch mit Haut und Haar bekämpft hat. Um schließlich im ewigen Eis der Barentssee in einer Art Film im Film die Fäden wieder zusammen zu führen. Gray sorgt als erfahrener Regisseur für Erdung, aber steht nicht im Weg, wenn es in New York Autos vom Himmel regnet oder Dwayne Johnson mit bloßen Händen einem Torpedo eine neue Richtung verleihen darf. Alles ist erlaubt, solange es den Fans gefällt. Es ist nun mal "Fast & Furious". Und mit dem Erfolgsrezept legt man sich besser ebenso wenig an wie mit Dominic Torettos Familie. ts.

Extras

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Die ersten Bilder vom Set des „Fast & Furious“-Ablegers „Hobbs & Shaw“

Wo sie hinschlagen, klingeln die Glocken! Nach schlagkräftigem „Fast & Furious“-Beef müssen The Rock und Jason Statham in „Hobbs & Shaw“ gemeinsam ran. Jetzt gibt es erste Bilder vom Set.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 13.04.2017

USA 2017

Länge: 2 h 16 min

Genre: Action

Originaltitel: The Fate of the Furious

Regie: F. Gary Gray

Drehbuch: Chris Morgan, Gary Scott Thompson

Musik: Brian Tyler

Produktion: Neal H. Moritz, Chris Morgan, Michael Fottrell

Kamera: Stephen F. Windon

Schnitt: Christian Wagner, Paul Rubell

Ausstattung: Bill Brzeski

Website: http://www.fastfurious8.de

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