Western aus dem Osten: Starker Debütfilm von Nathalie Steinbart.

Kinostart: nicht bekannt

Kritik zu Endstation Tanke

Irgendwo im ostdeutschen Nirgendwo, dort, wo der Horizont endet, beginnt dieser Film von Nathalie Steinbart. Im Zentrum steht ein junger Taugenichts, dem das Schicksal unversehens die Chance seines Lebens bietet: Er klaut einem windigen Finanzberater Auto, Identität und ein Ticket nach Australien. Weil der Wagen aber alsbald den Geist aufgibt, strandet Marek (Florian Panzner) in einem Dorf, dessen Bewohner auf den Finanzberater allerdings nicht besonders gut zu sprechen sind: Er hat sie fast alle bei einer Immobilienspekulation 'reingelegt. Als die Dörfler, angeführt vom jungen Kalle (Oliver Bröcker), Marek an die Wäsche wollen, verschanzt er sich in der Tankstelle des bärbeißigen Neumann (Vadim Glowna). Die einzige, die zu ihm hält, ist Neumanns Angestellte Margot (Tamara Simunovic); auch sie aber hat mit Kalle noch eine Rechnung offen...

Für ein Debüt ist "Endstation Tanke" erstaunlich stilsicher inszeniert. Kein Wunder: Mit Carl-Friedrich Koschnick konnte sich Nachwuchsregisseurin Steinbart auf einen äußerst renommierten Kameramann verlassen. Koschnick und Steinbart erzählen die Geschichte wie einen ostdeutschen Western: mit trockenem Humor, starken Bildern von der weiten Landschaft und ausgezeichneten Darstellern. Dieser Film hätte einen besseren Sendeplatz verdient. tpg.

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Info

Plakat des Films: Endstation Tanke

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2001

Länge: 1 h 24 min

Genre: Drama

Originaltitel: Endstation Tanke

Regie: Nathalie Steinbart

Drehbuch: Peter D'Ambrosio

Musik: Kim Kiesling, Martin Fekl

Produktion: Bernd Vorjans, Pit Riethmüller

Kostüme: Saskia Richter

Kamera: Carl-Friedrich Koschnick

Ausstattung: Emanuel Schleiermacher, Brigitte Schlögel