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Cast

Die Handlung von Emilia Pérez

In ihrer angesehenen Kanzlei hat Rita bisher leider noch nicht allzu viel zu melden. Der Job, für den sie aktuell angeheuert hat, lässt die Anwältin reichlich überqualifiziert in der Schwebe, ihre Fähigkeiten bleiben kanzleiweit zugleich reichlich unterrepräsentiert.

Nur dank ihr dürfen Dealer, Mörder und andere Schwerverbrecher doch noch auf Freiheit hoffen – und das nur, weil ihr korrupter Boss es so will. Doch dann sieht Rita plötzlich ein Licht am Ende des Tunnels: Der brutale Kartellboss Manitas del Monte konsultiert Rita, um mit ihrer Hilfe unterzutauchen. Er will um jeden Preis ein neues, sicheres Leben für seine Frau Jessi und seine Kinder erwirken und die kriminelle Vergangenheit hinter sich lassen. Sein Plan: Er will zu eben jener Frau werden, die er tief im Inneren schon immer war. Emilia Pérez ist geboren. Doch die Verbrechen der Vergangenheit leben noch immer – und verfolgen die Familie auf Schritt und Tritt.


Kritik zu Emilia Pérez

Cannes-Liebling und kreatives Kunstwerk: Mit „Emilia Pérez“ erwartet uns im November ein ganz besonderes Stück Crime-Geschichte. Im Mix aus Musical, Gangsterposse und Sinnfrage mit humoristischem Unterbau begeisterte das starbesetzte Machwerk schon die Filmfestivals.

„Emilia Pérez“ in einfache Worte zu fassen, ist quasi unmöglich. Was Regisseur und Drehbuchautor Jacques Audiard hier erschaffen hat, gleicht einer sensorischen Sensation. Genretechnisch bewegt sich die Story nonchalant zwischen Comedy, Crime, Thriller und Musical, greift dabei wichtige Themen unserer Gesellschaft auf und begeistert mit einem Cast, der es in sich hat. Vor allem die spanisch-mexikanische Telenovela-Queen Karla Sofía Gascón wird hier zur Offenbarung, während auch Selena Gomez ungewohnt vielschichtig agiert und Zoe Saldaña gewohnt überlegen performt.

Abgerundet wird das Ensemble von Edgar Ramírez, Mark Ivanir und Adriana Paz, die nicht weniger überragend aufspielen. Eine Machtdemonstration aller Beteiligten, die schon in Cannes für minutenlange Standing Ovations und Schauspielpreise sorgte. Eine Erlösungsgeschichte in klassischer Operettenform, gleichzeitig aber auch ein Statement für die Stärke der Frau. Mindestens mal Pflichtprogramm für die internationalen Top 5 der Oscars 2025!

Maßgeschneidert für Karla Sofía Gascón: Die gebürtige Spanierin ist selbst trans, der Part des Mafioso mit Geschlechtsumwandlung ist also gewissermaßen Karlas very own story.