Tragikomische Lovestory von Cameron Crowe mit Orlando Bloom und Kirsten Dunst als Liebespaar.

Kinostart: 03.11.2005

Orlando Bloom

Orlando Bloom
als Drew Baylor

Kirsten Dunst

Kirsten Dunst
als Claire Colburn

Susan Sarandon

Susan Sarandon
als Hollie Baylor

Judy Greer
als Heather Baylor

Alec Baldwin
als Phil

Paul Schneider
als Jessie Baylor

Gailard Sartain
als Charles Dean

Bruce McGill
als Bill Banyon

Loudon Wainwright
als Uncle Dale

Jessica Biel
als Ellen

Paula Deen
als Aunt Dora

Allison Munn
als Desk Girl Charlotte

Handlung

Nachdem er der Schuhfabrik, für die er arbeitet, mehrere hundert Millionen Dollar Verluste bescherte und nach seiner postwendenden Entlassung auch noch den Laufpass der Freundin erhält, mag Drew (Orlando Bloom) nicht mehr leben. Doch nicht einmal der Freitod will dem Verlierer richtig gelingen. Statt dessen landet er, Schicksalsgöttin sei Dank, im heimischen Kentucky, wo neben allerhand skurriler Verwandtschaft auch eine neue Freundin (Kirsten Dunst) auf ihn wartet.

Charmante Einfälle und eine erlesene Besetzung vereinen sich in einer schrägen Liebes- und Familienkomödie von "Almost Famous"-Regisseur Cameron Crowe.

Als Drew Baylor seinen gut bezahlten Job und seine Geliebte verliert, will er nicht mehr leben. Ausgerechnet in diesem Moment erfährt er vom Tod seines Vaters und muss von seinen Selbstmordplänen Abstand nehmen: Er wird gebraucht. Er bucht den nächstbesten Flug in seine Heimatstadt Elizabethtown und verliebt sich in der Luft Hals über Kopf in die Stewardess Claire.

Super-Yuppie Drew Baylor verliert auf einen Schlag seinen Job als Schuhdesigner und in der Folge auch gleich die durchgestylte Vorzeige-Freundin. Seines Lebensinhalts beraubt, will sich Drew schon umbringen, als die Nachricht vom Tod seines entfremdeten Papas eine Wende herbeiführt. Auf dem Weg ins titelgebende rurale Heimatstädtchen wird er "Opfer" der hartnäckigen Stewardess Claire, und so gestaltet sich der ungeliebte Flug in die Vergangenheit zu einem hindernisreichen "Orientierungslauf" in eine glückliche Zukunft.

Kritik

Cameron Crowe kehrt nach "Vanilla Sky" zurück zur Komödie: Deren Story erinnert an Zach Braffs Indie-Regiedebüt "Garden State", weist aber mit einer Besetzung von Orlando Bloom über Kirsten Dunst bis zu Susan Sarandon echte Blockbusterqualitäten vor. Crowe-Fans dürften allerdings dessen Gespür für magische-Kinomomente und das richtige Timing vermissen und sich mit der Performance von Bloom nur schwer anfreunden können.

Mit amerikanischem Akzent bekommt der Brite hier seine erste große Chance, ganz ohne Ritterrüstung oder Elfenohren zu überzeugen. Man möchte ihm eine zweite wünschen: Als Turnschuhdesigner, der nach beruflichem wie privatem Megaflop in einen merkwürdigen Freitod fliehen will (indem er sich auf einem Heimtrainer mit einem Schlachtermesser malträtiert), wirkt er schon zu Beginn des Films überfordert. Sein Drew Baylor - ein schwächerer Verschnitt von Tom Cruises Workaholic in Crowes "Jerry Maguire" - erhält im ohnehin depressivsten Moment seines Lebens einen Anruf von seiner Schwester (Judy Greer), die ihm mitteilt, dass ihr Vater in seiner Heimatstadt Elizabethtown in Kentucky gestorben sei und Drew dort hinfliegen müsse, um sich um die Bestattung zu kümmern. Sie selbst würde daheim in Oregon bei ihrer manischen Mutter (Susan Sarandon) bleiben, die ihre Trauer mit Steptanz und Kochen verarbeitet. Auf dem Flug lernt Drew die süße Stewardess Claire (Dunst) kennen, die zufällig aus seinem Zielort stammt, und dort angekommen die lieben Verwandten, die ihn ahnungslos als Erfolgreichsten der Sippe feiern.

Kirsten Dunst ist als leicht neurotische Claire, die wie Natalie Portman in "Garden State" zur philosophierenden Retterin der Hauptfigur wird, reizend wie immer und stellt charmant ihr Musikwissen (wie Kate Hudsons Penny Lane in Crowes "Almost Famous") vor. Und Susan Sarandon sieht man gerne dabei zu, wie sie bei der Trauerfeier über sich selbst hinauswächst. Jeder der Nebendarsteller bekommt seine verdienten Minuten, um seine liebenswert-schrullige Figur zu präsentieren. Mit Onelinern wie "So you are a son of a Mitch" (Dunsts Entgegnung auf Blooms Erklärung, sein Vater hieße Mitchell) oder "This shoe may cause an entire generation to return to bare feet" (Blooms Boss Alex Baldwin über dessen gefloppte Schuh-Erfindung) geht Crowe sparsam um. Dagegen hat er wieder reichlich musikalisches Material vor allem für Drews späteren Roadtrip im Gepäck, das nur Ex-"Rolling Stone"-Schreiber wie er auf diese Weise und mit einem uramerikanischen "taste" zusammentragen können. Am Ende fühlt es sich an, als hätten am Anfang nicht Figuren oder Plot gestanden, sondern ein Stapel Mixtapes, mit denen Crowe eine Story strukturiert hat - selten Gehörtes von bekannten Künstlern (Elton John, Tom Petty - schon wieder) und Newcomern wie Ryan Adams ("Come Pick Me Up"). Dem Film fehlt daher narratives Tempo, zu viele Nebenfiguren und Subplots lenken von der Romanze zwischen den Hauptfiguren ab, deren Sympathie füreinander nur in einer sehr frühen, effektiv geschnittenen Sequenz glaubhaft wird, wenn die beiden eine ganz Nacht lang miteinander telefonieren. Anstelle von magischen Leinwandmomenten wie diesen, einem Blick, einem Wort, einem Gefühl, die er so brillant in seinen vorangegangen Filmen einzufangen wusste, spürt man das Bemühen von Regisseur und Hauptdarstellern um genau diesen Effekt. Und das ist ein bisschen schade - denn eigentlich ist "Elizabehttown" ein schöner, melancholischer Film über Väter, Söhne und die Wurzeln, die den Menschen definieren. deg.

Wertung Questions?

FilmRanking: 5578 -212

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Elizabethtown

Kinostart: 03.11.2005

USA 2005

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: Elizabethtown

Regie: Cameron Crowe

Drehbuch: Cameron Crowe

Musik: Nancy Wilson

Produktion: Tom Cruise, Paula Wagner, Cameron Crowe

Kostüme: Nancy Steiner

Kamera: John Toll

Schnitt: David Moritz

Ausstattung: Clay A. Griffith, Beat Frutiger

Website: http://elizabethtown-film.de

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.