Emotionsreiches Actiondrama als Spinoff von "Daredevil" um Kampfamazone "Elektra".

Kinostart: 10.03.2005

Jennifer Garner

Jennifer Garner
als Elektra

Terence Stamp

Terence Stamp
als Stick

Goran Visnjic

Goran Visnjic
als Mark Miller

Kirsten Prout
als Abby Miller

Cary Hiroyuki-Tagawa
als Roshi

Will Yun Lee
als Kirigi

Natassia Malthe
als Typhoid

Bob Sapp
als Stone

Chris Ackermann
als Tattoo

Edson T. Ribeiro
als Kinkou

Colin Cunningham
als McCabe

Hiro Kanagawa
als Meizumi

Mark Houghton
als Bauer

Laura Ward
als junge Elektra

Kurt Max Runte
als Nikolas Natchios

Handlung

Obwohl ihr der blinde Sensei (Terence Stamp) nach einem letztlich letalen Abenteuer mit dem "Daredevil" die Gesundheit wieder herstellt, fliegt die undisziplinierte Elektra (Jennifer Garner) mit Pauken und Trompeten aus dessen Akademie der martialischen Künste und verdient sich fortan ihre Brötchen als Auftragskillerin für die Unterwelt. Als sie auf Geheiß des sinistren Roshi (Cary-Hiroyuki Tagawa) den netten Mark (Goran Visnjic) und seine 13-jährige Tochter terminieren soll, verweigert sie den Gehorsam. Roshi hetzt ihr darauf seine besten Leute hinterher.

"Akte X"-Regisseur Rob Bowman baut die Nebenrolle aus "Daredevil" zur abendfüllenden Action-Vollbedienung aus und serviert effektvolles Popcorn-Kino in bewährtem Comic-Stil.

Die von einem Martial-Arts-Spezialisten ausgebildete Auftragskillerin Elektra soll Mark und seine 13-jährige Tochter Abbey ausschalten. Doch sie bekommt Skrupel und wird stattdessen zur Beschützerin ihrer potentiellen Opfer, als das auftragsgebende Verbrechersyndikat "The Hand" ihnen eine Mordschergen auf den Hals hetzt.

Die von einem Martial-Arts-Spezialisten ausgebildete Profikillerin Elektra will gerade den Job an den Nagel hängen, als man ihr zwei Millionen Dollar für einen letzten Auftrag anbietet. Doch als sie ausgerechnet die kleine Abby und ihren Vater Mark töten soll, hält irgend etwas sie zurück. Mehr noch, sie rettet ihnen sogar das Leben, als Schergen des mysteriösen Geheimbunds The Hand die beiden ins Jenseits befördern wollen. Da stellt sich heraus, dass Abby ein mächtiges Geheimnis in sich trägt.

Kritik

Als gelenkige Gespielin von Marvel-Comic-Superheld "Daredevil" hinterließ Jennifer Garner ("30 über Nacht") einen dermaßen elektrisierenden Eindruck, dass ihre Figur der Kampfamazone Elektra ein eigenes Spinoff erhielt. Unter der Regie von "Akte X"-Regisseur Rob Bowman entstand ein emotionsreiches Actiondrama, dessen Mutanten-Story Gene von "X-Men", "Kill Bill", "Catwoman" und "Karate Kid" aufweist.

Wie die ebenfalls von Jennifer Garner in der Serie "Alias" gespielte Überagentin Sydney Bristow ist Superfrau Elektra eine perfekt trainierte Kampfmaschine. Bereits im Prolog führt sie fotogen im hautengen Outfit ihre Martial-Arts- und Messer-Künste vor. Mancher mag stutzen, da die Heroine in "Daredevil" umgekommen war, doch ihre Auferstehung wird alsbald mit den magischen Kräften ihres blinden Senseis Stick ("The Limey" Terrence Stamp) erklärt. Weiteren Rückblenden zufolge musste Elektra aufgrund ihrer ungezügelten Wut die Schule ihres Martial-Arts-Mentors verlassen, woraufhin sie als hochbezahlte Auftragskillerin begann. Ihr neuester Auftrag führt sie in den malerischen pazifischen Nordwesten (gefilmt in und um Vancouver), wo sie Mark (Goran Visnijc aus "ER") und seine 13-jährige Tochter Abbey (Kirsten Prout) ausschalten soll. Doch Elektra bekommt Skrupel und wird stattdessen zur Beschützerin ihrer potentiellen Opfer, als das auftragsgebende Verbrechersyndikat "The Hand" ihnen eine Gang von Mordschergen auf den Hals hetzt. Sie umfassen den blitzschnellen Kirigi (Will Yun Lee aus "Stirb an einem anderen Tag"), die Todesküsse austeilende Typhoid, den steinharten Stone und den mystischen Tattoo, dessen Tätowierungen von Greifvögeln, Schlangen und Wölfen bei den besten Effekten des Films zum Leben erweckt werden.

Leider fallen die Einsätze des Todestrupps nur relativ kurz aus. Stattdessen wird einige Zeit für Elektras facettenreiche Charakterzeichnung eingeräumt, die sie als obsessiv, rachegetrieben und im Grunde reinen Herzens zeichnen. Dazu kommen einige weitere Rückblenden: Besonders ihre Kindheitserinnerungen an den Tod ihrer Mutter werden mehrfach (und in Folge ermüdend) angebracht. Das Hin und Her zwischen den Zeiten hat einen eher sprunghaften Erzählrhythmus zur Folge und drosselt den Drive der Story erheblich. Auch die gefühlvollen Aspekte, die eine halbgar angeschnittene Romanze zwischen der Protagonistin und Mark, sowie die wohlmeinende Mentorenrolle, die Elektra gegenüber der lernbegierigen Abby einnimmt, wollen nicht so recht klicken. Regisseur Bowman konzentriert sich mit Hilfe von Kameramann Bill Roe mehr auf visuelle Ästhetik, was sich in zahlreichen stilvollen Aufnahmen mit satter Farbpalette und atmosphärischer Ausleuchtung niederschlägt. Besonders auffällig ist dabei die finale Auseinandersetzung im Stil von "Hero", bei der weiße Tücher um die beiden Opponenten flattern. Als Popcorn-Kino erfüllt "Elektra" die Erwartungen. Nur mit einer weiteren Wiedererweckung der Comic-Heldin sollte bis auf weiteres nicht unbedingt gerechnet werden. ara.

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Info

Plakat des Films: Elektra
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.03.2005

USA 2005

Länge: 1 h 37 min

Genre: Action

Originaltitel: Elektra

Regie: Rob Bowman

Drehbuch: Zak Penn, Stu Zicherman, Raven Metzner

Musik: Christophe Beck

Produktion: Arnon Milchan, Avi Arad, Gary Foster

Kostüme: Lisa Tomczeszyn

Kamera: Bill Roe

Schnitt: Kevin Stitt

Ausstattung: Graeme Murray, Eric Norlin

Website: http://www.elektra-film.de

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