Das Hamburger Team ermittelt in einem verwirrenden Fall um einen erschlagenen Arzt, der möglicherweise den Tod eines Patienten verschuldet hat.

Kinostart: nicht bekannt

Aglaia Szyszkowitz

Aglaia Szyszkowitz
als Jenny Berlin

Hannes Hellmann

Hannes Hellmann
als Hauptkommissar Wolfer

Rainer Strecker

Rainer Strecker
als Kommissar Brehm

Merab Ninidze
als Dr. Rixen

Johanna Gastdorf
als Dr. Vogel

Susanne Bormann
als Paula

Jörg Kleemann
als Hellmann

Victoria Trauttmansdorff
als Dr. Dunkel

Roman Knizka
als Bob Seitz

Peter Lerchbaumer
als Dr. Sch

Rike Schmid
als Gesine

Rainer Piwek
als Schweiger

David Gravenhorst
als Dr. Maifeld

Fiona Coors
als Schwester Inge

Die Handlung von Einsatz in Hamburg: Mord auf Rezept

Ein Assistenzarzt des Hamburger Klinikums ist ermordet worden. Der Verdacht fällt prompt auf einen Zuhälter, denn dessen Bruder ist nach einem Routineeingriff auf mysteriöse Weise verstorben. Doch dann dämmert den Ermittlern, dass nicht Rache, sondern Recherche das Mordmotiv war: Der tote Arzt war einem Medikamentenmissbrauch in großem Stil auf der Spur. An der weißen Mauer des Schweigens rund um den jovialen Chefarzt aber beißen sich Ermittler die Zähne aus.

Kritik zu Einsatz in Hamburg: Mord auf Rezept

Krähen, weiß der Volksmund, hacken einander kein Auge aus; erst recht nicht, wenn sie als Halbgötter in Weiß gelten. Das Publikum ahnt daher ungleich früher als das Trio der Hamburger Mordkommission, woher der Wind weht, als ein Assistenzarzt tot im eigenen Blute gefunden wird.

Dass das erfahrene Autoren-Duo Stefan Cantz und Jan Hinter, verantwortlich für ein paar der besten "Tatort"-Krimis aus Münster, den Zuschauern eine Kiezgröße als Täter unterjubeln will, ist fast eine Intelligenzbeleidigung. Ohnehin sieht Roman Knizka viel zu freundlich aus, um als Zuhälter in großem Stil durchzugehen; ein Ganove vom Zuschnitt dieses Bob Seitz würde kaum mit einem Aschenbecher morden. Ein Motiv allerdings hat er in der Tat: Das Opfer war Assistenzarzt am Hamburger Klinikum und hatte Dienst, als der Bruder des Luden nach einem Routineeingriff sein Leben aushauchte. Seitz' wutentbrannter Besuch der Chirurgie ist jedoch so plump inszeniert (Regie: Walter Weber), dass man den jungen Mann als Täter nie ernstlich in Betracht zieht. Entsprechend konstruiert wirkt jene Szene, in der der Lude sein mobiles Telefon zückt und verblüfft feststellt, dass es das Gerät des Toten ist. Alles bloß Bluff: Das Mordopfer hat sein Telefon schlicht beim Clubbesuch vergessen.

Sieht man mal von diesem Nebenschauplatz ab, der der Wahrheitsfindung eher abträglich ist, bereitet auch dieser "Einsatz in Hamburg" durchaus Vergnügen. Deutlicher als die letzten Filme des artverwandten "Starken Teams" betonen Cantz und Hinter die komödiantischen Elemente; gerade die Krankenhausszenen mit Hannes Hellmann sind echte Kleinodien, selbst wenn der illegale Abstieg ins Kellerarchiv fast slapstickhaft ist. Hübsch sind auch die stets von Misserfolg gekrönten Versuche des Kollegen Brehm (Rainer Strecker), endlich sein "Blind Date" wahrzunehmen; immer wieder funkt ihm die frühere Titelheldin Jenny Berlin (Aglaia Szyszkowitz) dazwischen. Die wiederum sieht sich von allen Seiten Avancen ausgesetzt; sogar die kesse Kollegin aus der Pathologie hat ein Auge auf die hübsche Kommissarin geworfen.

Und schließlich nimmt auch die Geschichte endlich Fahrt auf, als den Ermittlern langsam dämmert, dass nicht etwa Rache, sondern Recherche das Mordmotiv war: Der nunmehr tote Assistenzarzt war einem Medikamentenmissbrauch in großem Stil auf der Spur. Jetzt aber bekommen es die Beamten mit Gegnern großen Kalibers zu tun: An der weißen Mauer des Schweigens rund um Chefarzt Rixen (Merab Ninidze) beißen sie sich die Zähne aus; die Krähen halten zusammen. Und sollte eine aus der Reihe tanzen, wird kurzer Prozess gemacht. tpg.

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Info

Plakat des Films: Einsatz in Hamburg: Mord auf Rezept

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2005

Genre: Thriller

Originaltitel: Einsatz in Hamburg: Mord auf Rezept

Regie: Walter Weber

Drehbuch: Stefan Cantz, Jan Hinter

Musik: Fabian Römer

Produktion: Jutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge

Kamera: Volker Tittel