Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Geschichte aus dem Ruhrpott um die Sorgen und Nöte der Bewohner einer Kleinstadt und den großen Traum der Kegelschwestern von "Gut Holz Lotheim".

Kinostart: nicht bekannt

Ulrike Kriener

Ulrike Kriener
als Roberta Altendorfer

Christian Redl

Christian Redl
als Heinzi Sch

Stephanie Gossger
als Greta Lissmann

Anna Brüggemann
als Heidrun "Mausi" Lissmann

Maren Gingeleit
als Helen Altendorfer

Dieter Pfaff
als Alfred Lissmann

Hildegard Kuhlenberg
als Anna Lissmann

Britta Dirks
als Charlotte Winzer

Arnd Klawitter
als Leo "Knipser" Sprang

Caroline Schreiber
als Angie Moss

Leonard Lansink
als Josef Winzer

Mirjam Heller
als Regina Juskowiak

Lars Gärtner
als Manni

Volker Niederfahrenhorst
als "Kahlkopf"

Artur Albrecht
als Schiedsrichter

Wolfgang Dinslage
als Jungmanager

Uwe Rohde
als Trucker

Bülent Sharif
als Hassan

Kritik zu Einer geht noch

Es gibt im Leben nur zwei Möglichkeiten: Entweder man ist Kegel oder man ist Kugel. Sagt jedenfalls Alfred Lissmann, und als Präsident des Kegelclubs Gut Holz Lotheim muss er das natürlich wissen.

Lissmann, auch dies keine Frage, sieht sich als Kugel; Tochter Greta aber wird von allen bloß als Kegel gesehen, und rein äußerlich ist das auch gar nicht so falsch. Dabei ist die pummelige Greta eine begnadete Keglerin. Das weiß nur keiner, denn wenn jemand zusieht, versagt sie immer. Und weil das Ruhrgebietsstädtchen von Arbeitslosigkeit gebeutelt wird, Vater Alfred der Tochter mitteilt, sie sei gar nicht seine Tochter, und alle andere Frauen auch eine fatale Neigung zum Pech haben, hätte dieser Film ziemlich deprimierend werden können.

Doch Autor Christian Jeltsch erzählt so viele Geschichten, verblüfft immer wieder mit neuen Entwicklungen und verbreitet trotz aller Niederlagen so viel Lebensmut, dass der von Vivian Naefe mit viel Zuneigung zu den Figuren inszenierte Film kein bisschen deprimierend ist. Ein Glücksgriff ist dabei Stephanie Gossger in ihrer ersten TV-Hauptrolle, die ihre Greta trotz aller Niederlagen nie zur Verliererin werden lässt und auch die Schattenseiten der Figur ganz uneitel auslebt.

Die anderen Frauen im Kegelclub sind ebenfalls bestens besetzt: Gretas schöne Freundin Helen (Maren Gingeleit), die immer an die Falschen gerät; Trainerin Roberta (Ulrike Kriener), die seit vielen Jahren einer alten Liebe nachtrauert; und Polizistin Charly (Britta Dirks), die ihre Ähnlichkeit mit Lady Di entdeckt hat und Ehemann Josef (Leonard Lansink), Betriebsrat beim stillgelegten Wasserbettbauer "Ozeana", vor Dummheiten bewahren muss. Auf wundersame Weise findet trotzdem am Ende jeder Topf seinen Deckel, und selbst Greta bekommt in gewisser Hinsicht einen neuen Vater. Am schönsten aber sind neben dem märchenhaften Schluss all die Details am Rande, mit denen Jeltsch seine Geschichte immer wieder ausschmückt. tpg.

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Info

Plakat des Films: Einer geht noch

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2000

Genre: Drama

Originaltitel: Einer geht noch

Regie: Vivian Naefe

Drehbuch: Christian Jeltsch

Musik: Dieter Schleip

Produktion: Christoph Benkelmann

Kostüme: Gabriela Reumer

Kamera: Peter Döttling

Schnitt: Hansjörg Weißbrich

Ausstattung: Egon Strasser