Märchenhafte Komödie über eine Nanny, die einer siebenköpfigen Schar von ausgemachten Rackern nur mit Zauber beikommen kann.

Kinostart: 02.02.2006

Emma Thompson

Emma Thompson
als Nanny McPhee

Colin Firth

Colin Firth
als Mr. Brown

Kelly Macdonald

Kelly Macdonald
als Evangeline

Angela Lansbury
als Tante Adelaide

Celia Imrie
als Mrs. Quickley

Derek Jacobi
als Mr. Wheen

Patrick Barlow
als Mr. Jowls

Imelda Staunton
als Mrs. Blatherwick

Thomas Brodie-Sangster
als Simon

Eliza Bennett
als Tora

Raphael Coleman
als Eric

Jennifer Rae Daykin
als Lily

Sam Honywood
als Sebastian

Holly Gibbs
als Christianna

Handlung

Die siebenköpfige Rackerschar des frischgebackenen Witwers und allein erziehenden Daddys Mr. Brown (Colin Firth) ist zu jeder Schandtat wild entschlossen. Ganze 17 Kindermädchen haben die Knirpse bereits in die kreischende Flucht getrieben, als eines Tages mit Nanny McPhee (Emma Thompson) Nummer 18 auf der Matte steht. Und die hat genau das richtige Mittel im Gepäck, um sowohl die rasende Brut als auch den depressiven Herrn des Hauses zurück ins Lot zu bringen: Ein Quäntchen Magie!

Oscar-Preisträgerin Thompson verfasste das Drehbuch für diese hinter- bis abgründige Familienkomödie selbst, basierend auf der "Nurse Matilda"-Buchserie von Christianna Brand. Tim Bevan und Eric Fellner ("Bridget Jones") produzierten.

Sieben Kinder auf einen Streich kann Mr. Brown nicht kontrollieren. Als auch alle Kindermädchen vom Nachwuchs vertrieben werden, taucht Nanny McPhee wie ein Geschenk vom Himmel auf. Mit Strenge, Zuneigung und Zauberstab ordnet die hässliche Frau das Chaos und wird mit jeder erfolgreichen Lektion schöner. Doch Mrs. Brown kann sie nicht werden, auch wenn der Witwer nur einen Monat Zeit hat, eine neue Frau zu finden.

Dem Bestatter Cedric Brown tanzen nach dem Tod seiner Frau die sieben Kinder gehörig auf der Nase herum - eine Betreuerin muss her. Aber leiden verjagen die lieben Kleinen mit ihrem Benehmen jede Kandidatin in Windeseile, bis Nanny McPhee bei ihnen auftaucht, eine überaus hässliche alte Frau, die sich aber als Top-Pädagogin mit Zauberkräften entpuppt. Doch der gute Mr. Brown braucht auch anderweitig Hilfe: Hat er nicht binnen eines Monats eine neue Frau gefunden, droht die Tante mit dem Entzug des Erbes.

Kritik

Gute Kindermädchen sind rar. Hat man eines gefunden, will es jeder sehen. Den Beweis liefern die britischen Kinocharts. Dort entwickelte sich Emma Thompsons Supernanny zum Überraschungshit mit langem Atem.

Nur einem Zauberlehrling, Löwenkönig, gekneteten Werkaninchen und digitalen Riesenaffen musste sich diese Adaption der Anfang der Sixties veröffentlichten Kinderbuchreihe "Nurse Matilda" geschlagen geben. Hauptdarstellerin Thompson adaptierte Christianna Brands Bücher selbst - ihr zweites Filmskript nach ihrer Oscar-prämierten Ouvertüre mit "Sinn und Sinnlichkeit". Der Ton der von P.L. Travers' "Mary-Poppins"-Bänden inspirierten Vorlage ist liebenswert altmodisch, verbindet sanfte Pädagogik mit Slapstickszenen, die gerade bei Kindern immer gut ankommen. Kirk Jones, Regisseur des Brithits "Lang lebe Ned Devine", bewahrt wie Thompson den spätviktorianischen Charme der Erzählungen, setzt Effekte nur sparsam ein und zeigt eine familientaugliche Welt mit lösbaren Konflikten und harmlosen Gegenspielerinnen. Der Tod ist der einzige bad guy des Films, verbannt in die Vorgeschichte und in den - für ein Kinderbuch - ungewöhnlichen Beruf von Cedric Brown (Colin Firth). Der Leichenbestatter hat vor einem Jahr seine Frau und damit auch die Kontrolle über seine sieben Kinder verloren. Aus Furcht, in einem Kindermädchen vielleicht eine zukünftige böse Stiefmutter zu erben, schlagen die kleinen Strolche, die schon mal die Köchin an den Küchentisch fesseln oder vermeintlich den Säugling auf den Speiseplan setzen, jede Betreuerin in die Flucht. Dass die hübsche und heimlich verliebte Küchenmagd Evangeline (Kelly Macdonald) eigentlich die Ideallösung aller pädagogischen und romantischen Probleme wäre, nimmt Brown nicht wahr. Um diese Option für ihn sicht- und realisierbar zu machen und das Chaos im Haushalt zu beseitigen, fliegt Nanny McPhee vom Himmel ein. Mit Knollennase, Warzen und einem vorstehenden Frontzahn, auf dem die Zehn Gebote Platz fänden, sieht sie zwar aus wie die Strafe Gottes, hat aber in der Kinderbetreuung magische Fähigkeiten. Fünf Lektionen wird sie sanft, aber konsequent vermitteln - und mit jedem erreichten Teilziel dabei wundersam verschönert werden. Den Weg zum Ziel erschwert das Ultimatum von Browns unangenehmer Erbtante, die finanzielle Unterstützung nur dann weiter in Aussicht stellt, wenn der Witwer innerhalb eines Monats eine neue Frau vorzeigen kann. Die einzige, gruselige Option ist die aufdringliche, in Bonbonrosa drapierte Mrs. Quickly, die natürlich von den Kids in diversen Slapstickeinlagen abgestraft wird. Kröten werden ausgesetzt, Kuchen fliegen durch die Gegend und über dem ganzen, harmlosen Familienspaß thront Emma Thompson. Sie beweist mit Mimik und Timing, dass sich ein Wiedersehen mit ihr nicht nur in Howards End lohnt. kob.

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Info

Plakat des Films: Eine zauberhafte Nanny

Kinostart: 02.02.2006

Großbritannien 2005

Länge: 1 h 39 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Nanny McPhee

Regie: Kirk Jones

Drehbuch: Emma Thompson

Musik: Patrick Doyle

Produktion: Tim Bevan, Eric Fellner, Lindsay Doran

Kostüme: Nic Ede

Kamera: Henry Braham

Schnitt: Justin Krish, Nick Moore

Ausstattung: Michael Howells, Lynne Huitson

Website: http://www.eine-zauberhafte-nanny.de