Drei Agenten des israelischen Geheimdienstes sollen 1966 einen Nazi aus Ost-Berlin entführen. 30 Jahre später kommt die Affäre unter neuen Vorzeichen wieder ans Licht. Ein Agententhriller reinsten Wassers, mit erstklassiger Besetzung spannend gemacht.

Kinostart: 22.09.2011

Helen Mirren

Helen Mirren
als Rachel Singer

Sam Worthington

Sam Worthington
als David, jung

Jessica Chastain

Jessica Chastain
als Rachel Singer, jung

Jesper Christensen
als Doktor Bernhardt / Dieter Vogel

Marton Csokas
als Stefan, jung

Ciarán Hinds
als David Peretz

Tom Wilkinson
als Stephan Gold

Romi Aboulafia
als Sarah

Die Handlung von Eine offene Rechnung

Drei Mossad-Veteranen werden 1997 in ihrer Heimat als Helden gefeiert. Die Journalistin Sarah Gold hat gerade ein vielbeachtetes Buch über die Operation geschrieben, bei der ihre Mutter Rachel Singer gemeinsam mit ihren Mitstreitern David und Stefan den Nazi-Kriegsverbrecher Dieter Vogel, den "Chirurgen von Birkenau", 1965 in Ost-Berlin aufgespürt und bei dessen Flucht erschossen haben. David ist über die Publikation beunruhigt, und dann behauptet auch noch ein Mann in der Ukraine, der getötete Vogel zu sein.

Drei Mossad-Veteranen werden 1997 in ihrer Heimat als Helden gefeiert. Die Journalistin Sarah Gold hat gerade ein vielbeachtetes Buch über die Operation geschrieben, bei der ihre Mutter Rachel Singer gemeinsam mit ihren Mitstreitern David und Stefan den Nazi-Kriegsverbrecher Dieter Vogel, den "Chirurgen von Birkenau", 1965 in Ost-Berlin aufgespürt und bei dessen Flucht erschossen haben. David ist über die Publikation beunruhigt, und dann behauptet auch noch ein Mann in der Ukraine, der getötete Vogel zu sein.

Kritik zu Eine offene Rechnung

Stilsicheres, spannendes Remake des israelischen Spionagedramas "Ha-Hov", in dem John Madden drei Ex-Agenten reaktiviert, um eine alte verdeckte Operation zum Abschluss zu bringen.

"Eine offene Rechnung" gilt es für die Helden John Maddens zu begleichen, der sich hier einmal mehr als versierter Genre-Regisseur erweist. Einen Oscar als bester Film gewann seine historische Komödie "Shakespeare in Love", in den Krieg zog er bei "Corellis Mandoline" und dem Privatleben König Victorias widmete er sich bei "Ihre Majestät Mrs. Brown". Nun stehen die Zeichen auf Thriller, auf Täuschung und Verrat, Rache und die langen Schatten der Vergangenheit. Das Drehbuch lieferte das Autorenduo Matthew Vaughn und Jane Goldman ("Kick-Ass"), deren verschachteltes Skript auf dem israelischen Agenten-Drama "Ha-Hov" (dt. TV-Titel: "Der Preis der Vergeltung") aus dem Jahre 2007 basiert.

"The Debt", "Die Schuld", heißt der Film im Original und eine solche haben sich drei Mossad-Agenten aufgeladen. Seit Jahren schleppen sie sie mit sich herum, hoffen sie nie begleichen zu müssen. Doch die Wahrheit kommt irgendwann immer ans Licht. Unerwartet, zufällig. Ein Buch bringt die Lawine ins Rollen. 1997 von der Journalistin Sarah Gold publiziert. Von ihrer Mutter, der gefeierten patriotischen Kämpferin Rachel Singer (Helen Mirren), erzählt sie. 1965 hat diese in Ost-Berlin mit David (Ciarán Hinds) und Stefan (Tom Wilkinson) den Kriegsverbrecher Dieter Vogel, berühmt-berüchtigt als "Chirurg von Birkenau", aufgespürt. Ihrem Zugriff hat er sich durch Flucht entzogen, Rachel hat daraufhin auf ihn geschossen, ihn getötet. So lautet zumindest die offizielle Version.

Elegant springt Madden zwischen den Zeitebenen. Inszeniert die aus dem Ruder gelaufene Operation als spannenden Actioner - Sam Worthington und Newcomerin Jessica Chastain ("The Tree of Life") gefallen als David und Rachel in jungen Jahren -, vergisst aber darüber nicht, auf nostalgische Agentenfilmmomente mit den Genre-bedingten Rochaden und Heimlichkeiten einzugehen. Die emotionalen Spannungen im Team beleuchtet er, die Jahre später noch auf die einzelnen Mitglieder nachwirken. Singer wird gegen ihren Willen reaktiviert, persönliche Fragen und die der Staatsräson rücken ins Zentrum der Handlung.

"Queen" Helen Mirren glänzt als in die Jahre gekommene Agentin, die erstmals damit fertig werden muss, die Tochter Jahre lang belogen zu haben, eine Klasse für sich ist der wuchtige Tom Wilkinson ("Der Ghostwriter") als undurchschaubarer Meisterspion. Ein wenig Schade nur, dass sich die Filmemacher um moralische und historische Fragen, sei es Vergangenheitsbewältigung oder Selbstbild und Rechtsempfinden Israels, herumgedrückt haben. Hier wäre mehr Tiefe möglich gewesen. Doch letztendlich zählt das bei einem Spionagethriller wenig, der so glatt und reibungslos funktioniert wie seine Figuren.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 22.09.2011

Großbritannien/Ungarn/USA 2010

Länge: 1 h 53 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Debt

Regie: John Madden

Drehbuch: Jane Goldman, Peter Straughan, Matthew Vaughn

Musik: Thomas Newman

Produktion: Eitan Evan, Kris Thykier, Matthew Vaughn, Eitan Evan, Eduardo Rossoff

Kostüme: Natalie Ward

Kamera: Ben Davis

Schnitt: Alexander Berner

Ausstattung: Jim Clay

Website: http://movies.universal-pictures-international-germany.de/eineoffenerechnung/