Sozialkomödie über den französischen Nationalsport Boule mit Gérard Depardieu als Raubein mit Herz.

Kinostart: 03.07.2014

Gérard Depardieu

Gérard Depardieu
als Jacky

Atmen Kelif
als Momo

Virginie Efira

Virginie Efira
als Caroline

Daniel Prévost
als Ren

Edouard Baer
als St

Bruno Lochet
als Z

Carole Franck
als Isa

Michel Galabru
als Louis Cabanel

Tassadit Mandi
als A

Simon Abkarian
als Nino Lorcy

Pascal Elbé
als Anwalt d'Alembert

Die Handlung von Eine ganz ruhige Kugel

Momo und sein Freund und Mentor Jacky zocken im pittoresken Südfrankreich bei nicht ganz koscheren Wetten dörfliche Boulespieler ab. Als sie vom hohen Preisgeld bei einer internationalen Boule-Meisterschaft hören, trainiert der Alte den Jungen, der es ins Nationalteam schafft. Trotz Intrigen wird er zum Publikumsstar. Aber der Sponsor lehnt den algerisch-stämmigen Spieler ab und der Trainer entpuppt sich als Rassist. Nach Abschiebung in seine Heimat, scheint Momos Traum von Sieg und Aufstieg geplatzt.

Momo und sein Freund und Mentor Jacky zocken im pittoresken Südfrankreich bei nicht ganz koscheren Wetten dörfliche Boulespieler ab. Als sie vom hohen Preisgeld bei einer internationalen Boule-Meisterschaft hören, trainiert der Alte den Jungen, der es ins Nationalteam schafft. Trotz Intrigen wird er zum Publikumsstar. Aber der Sponsor lehnt den algerisch-stämmigen Spieler ab und der Trainer entpuppt sich als Rassist. Nach Abschiebung in seine Heimat scheint Momos Traum von Sieg und Aufstieg geplatzt.

Ein algerischstämmiger Junge will sich den großen Traum erfüllen, bei einer internationalen Boule-Meisterschaft anzutreten. Sozialkomödie über den französischen Nationalsport Boule mit Gérard Depardieu als Raubein mit Herz.

Kritik zu Eine ganz ruhige Kugel

Sozialkomödie über den französischen Nationalsport Boule mit Gérard Depardieu als Raubein mit Herz.

Hat das Boulespiel im Jahr 2013 überhaupt noch irgendetwas mit der französischen Gesellschaft zu tun oder handelt es sich nur um ein charmantes Relikt aus vergangenen Zeiten? Diese Frage bewegte die Medien auf der anderen Seite des Rheins beim Start der Populär-Komödie, deren Titel aus Furcht, nicht modern zu wirken, schon im Vorfeld von "Les Boulistes" (Die Boulespieler) in "Les Invincibles" (Die Unbesiegbaren) geändert wurde. Das ändert nichts an der sehr traditionsorientierten Darstellung von Frankreichs Süden.

Dort zockt der algerisch-stämmige Mokhtar "Momo" Boudali mit seinem Coach und Mentor Jacky auf pittoresken Dorfplätzen örtliche Boule-Spieler ab und mimt den treuherzigen nicht gerade begabten Hobbyspieler, der bei Höchsteinsätzen dann überraschend Höchstleistung zeigt. Als sie von einer internationalen Boule-Meisterschaft mit 500.000 Euro Preisgeld hören, trainiert der Alte den Jungen, der ins Nationalteam kommt und trotz Intrigen das Zeug zum gefeierten Star beweist. Leider schießt ausgerechnet der arabische Sponsor quer und entpuppt sich der Trainer als hinterhältiger Rassist.

Auf feine Zwischentöne kommt es Frédéric Berthe bei dieser retrograden Geschichte im TV-Format nicht unbedingt an. Ohne das Hirn zu belasten, belässt er es bei deftiger Unterhaltung und flotten Sprüchen, scheut vor Stereotypen und Klischees nicht zurück, ob bei der algerischen Mama, die im Bistro Delikates brutzelt und mögliche Schwiegertöchter mit Sprüchen wie "Das Weib ist nicht die Mutter deiner Kinder" vergrault, gemütlichen Pastis-Trinkern unter Platanen, die ein fast vergessenes Savoir Vivre praktizieren, aber auch ungemütlichen Gläubigern, die Jacky das Leben schwer machen.

Das ziemlich vorhersehbare Ende ist trotz allem rührend und wenn Gérard Depardieu um die algerische Staatsangehörigkeit anfragt, um mit dem in seine Heimat ausgewiesenen Buddy eine algerische Zweier-Nationalmannschaft zu bilden, ist das ein augenzwinkernder Schlenker auf seine Auswanderungsinitiativen nach Belgien bzw. Russland. Comedy-Ass Atmen Kelif (schrieb auch das Drehbuch) gibt einen wunderbar verpeilten Nordafrikaner, der nicht nur seine Identität, sondern auch die blonde Frau seines Herzens findet. Ein Feel-Good-Movie, das niemandem weh tut. mk.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 03.07.2014

Frankreich 2013

Länge: 1 h 39 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Les invincibles

Regie: Frédéric Berthe

Drehbuch: Laurent Abitbol, Martin Guyot, Jean-Pierre Sinapi, Céline Guyot, Atmen Kelif, Frédéric Berthe

Musik: Evgueni Galperine, Sacha Galperine

Produktion: Christopher Lambert, Marco Cherqui, Joëy Faré

Kamera: David Quesemand

Schnitt: Hugues Darmois, Vanessa Baste

Ausstattung: Franck Benezech

Website: http://www.eine-ganz-ruhige-kugel.de