Experimentelles, desillusionierendes Psychogramm einer arbeitslosen Architektin, die immer tiefer in die soziale Isolation taumelt.

Kinostart: 06.01.2011

Mira Partecke

Mira Partecke
als Greta

Katharina Bellena
als Loretta, polnische

Laura Tonke

Laura Tonke
als Ann, Callcenterchefin

Andina Weiler
als Fee, die Sekret

Bastian Trost
als Kluge, Blogger und Stadtf

Sven Seeger
als Sven, T

Torsten Haase
als Torsten, T

Fabio Pink
als Fabio, T

Ilia Papatheodorou
als Francesca, Architektin

Michaela Benn
als Marlene, Mutter und Architektin

Thorsten Heidel
als Max, Studienkollege

Ninoschka Schlothauer
als Schulungscallcenteragent

Franziska Dick
als Frau Zeller, Lehrerin

Gisela Gard
als Der Coach

Mattis Hausig
als Lukas, Sohn

Birgit Acar
als Maria, eine alte Freundin

Anna Schmidt
als Kracht, eine Sachbearbeiterin

Anna Eger
als Die gef

Saskia Draxler
als Saskia, ein Consultant

Chunchun Qian
als Sue, eine Designerin

Aizhen Xu
als Lili, eine Designerin

Weihua Wang
als Dolmetscherin

Roman Weiler
als Tim, sein Fussballfreund

Horst Markgraf
als Paul, der Vater von Lukas, Exmann

Sean Patten
als Sean, der englische Banker

Timur Isik
als Mann in der Bar

Dorothea Moritz
als Schauspielerin, H

Die Handlung von Eine flexible Frau

Architektin Greta wurde gerade entlassen und versucht sich als Freischaffende. Auf dem leergefegten Arbeitsmarkt findet sie aber nur etwas im Callcenter. Den Job behält sie nicht lange, weil sie sich den Regeln nicht unterwerfen will. Ihr zwölfjähriger Sohn hält sie für eine Versagerin, und auch ihre Freunde stehen nicht hinter ihr. Zynisch ergibt sie sich dem Alkohol und stürzt vollends ab.

Architektin Greta wurde gerade entlassen und versucht sich als Freischaffende. Auf dem leergefegten Arbeitsmarkt findet sie aber nur etwas im Callcenter. Den Job behält sie nicht lange, weil sie sich den Regeln nicht unterwerfen will. Ihr zwölfjähriger Sohn hält sie für eine Versagerin, und auch ihre Freunde stehen nicht hinter ihr. Zynisch ergibt sie sich dem Alkohol und stürzt vollends ab.

Die ehemalige Architektin Greta ergibt sich nach ihrer Entlassung dem Alkohol und stürzt vollends ab. In Tatjana Turanskyjs desillusionierendem Psychogramm einer Arbeitslosen brilliert Mira Partecke in der Hauptrolle.

Kritik zu Eine flexible Frau

Experimentelles, desillusionierendes Psychogramm einer arbeitslosen Architektin, die immer tiefer in die soziale Isolation taumelt.

So brüchig wie die Arbeitsbiografie von Greta (Mira Partecke aus "Der Letzte macht das Licht aus") ist auch die Dramaturgie dieser Studie einer modernen Frau in einem ungemütlichen Berlin. Ihre Unfähigkeit, sich dem brutalen Wettbewerb anzupassen, bezahlt sie mit einem haltlosen Abstieg. Cassavetes "Eine Frau unter Einfluss" oder auch Kolleks "Sue" kommen in den Sinn, wenn Mira Partecke wie eine deutsche Tilda Swinton in einer Kaskade von mitunter experimentellen Szenen ein Falling Down ins Nichts hinlegt. Der ironische Titel des Spielfilmdebüts von Tatjana Turanskyj verweist auf den Hintersinn eines anspruchsvollen, unorthodoxen Autorenfilms.

Zunächst tritt Greta als selbstbestimmte Freiberuflerin auf, die von ihrem Architekturbüro entlassen wird. Auf dem leergefegten Arbeitsmarkt findet sie nur einen Job im Callcenter, den sie nicht lange behält, weil sie keine Lust hat zu funktionieren. Weder bei Freunden, ihrem zwölfjährigen Sohn Lukas, der die Mutter als Versagerin apostrophiert, noch beruflich kann sie andocken; auch weil sie spröde auf Distanz geht. Turanskyj entwirft einen unbequemen Charakter, den man schwerlich mögen kann. An ihm erforscht sie immer entfremdetere Formen des Daseins bis hin zum Vollabsturz im Alkohol, nachdem die überschuldete Protagonistin den zynischen Rückzug angetreten ist. Bin ich meine Arbeit oder auch ohne Job noch ein Mensch und obendrein etwas wert? Das sind die zentralen Fragen, deren Antworten deprimierend ausfallen.

Es wird prekär, in erster Linie auf einem psychologischen Level, denn der stilistisch harte, zerklüftete Anti-Heimatfilm bebildert Seelenarchitekturen einer Unangepassten, die ihre Haltung bewahren will - was im Berufsleben einfach unmöglich ist. Tatjana Turanskyjs Wurzeln im Theater und in der Performance schlagen sich im Film deutlich sichtbar nieder, der zwar sperrig und mitunter prätentiös wirkt, sich aber mit fast surrealistischen Impressionen und auswegloser Unnachgiebigkeit an eine Figur heftet, die wie geschaffen für Programmkinos ist.

tk.

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Info

Plakat des Films: Eine flexible Frau
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 06.01.2011

Deutschland 2009

Länge: 1 h 37 min

Genre: Drama

Originaltitel: Eine flexible Frau

Regie: Tatjana Turanskyj

Drehbuch: Tatjana Turanskyj

Musik: Niels Lorenz

Kostüme: Ingken Benesch

Kamera: Jenny Barth

Schnitt: Ricarda Zinke

Website: eineflexiblefrau.wordpress.com/