Eine junge Deutsch-Türkin ist nicht bereit, ihr Fußball-Hobby aufzugeben, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird.

Kinostart: 26.01.2006

Die Handlung von Eine andere Liga

Schlimme Diagnose für die zwanzigjährige Hayat (Karoline Herfurth): Brustkrebs. Zwar muss sie wohl nicht sterben, doch eine schwere Operation ist unvermeidlich. Danach will Hayat weitermachen wie bisher. Eine Gesellenprüfung als Goldschmiedin steht an, doch wartet die wahre Herausforderung auf der Stürmerposition des FC Schanze. Vater hegt so seine Bedenken, aber Hayat beißt sich durch - und entdeckt romantische Gefühle für ihren neuen Trainer.

Fußballfilme haben plötzlich Konjunktur. In diesem Drama von Regisseurin Buket Alakus geht's aber mehr um Mut und Selbstüberwindung als um Punkte und Tore.

Die 20-jährige Fußballerin Hayat erkrankt an Brustkrebs, will jedoch sofort nach ihrer Operation wieder zurück aufs Spielfeld. Sie muss feststellen, dass ihr Vater sie vom Verein abgemeldet hat, der nach dem Tod seiner Frau in größter Sorge um seine Tochter ist. Doch Hayat drängt es zurück zu ihrer Leidenschaft, vor allem, weil sie sich zu ihrem neuen Trainer Toni hingezogen fühlt.

Kritik zu Eine andere Liga

Für ein junges Mädchen macht die Krebskrankheit einen Strich durch ihren Traum vom Frauenfußball. Mit dem Mut der Verzweiflung bekommt sie Leben und Liebe wieder in den Griff.

Nach "Die wilden Kerle" oder "Kick it like Beckham", ein neuer Fußballfilm, aber ohne die bisherige lockere Fröhlichkeit. Wenn die 20jährige Hayat auf dem Platz bolzt, können ihre Mitspielerinnen kaum mithalten. Nach einem Fußtritt gegen ihre Brust krümmt sie sich vor Schmerz, der Arzt diagnostiziert jedoch keinen Rippenbruch sondern Brustkrebs und entfernt einen Busen. Erst einmal steht sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus unter Schock, will sich mit Aktionismus betäuben. Als sie bei ihrer Mannschaft auftaucht, muss sie erfahren, dass der Vater sie abgemeldet hat, ihr Team-Platz von einer anderen besetzt ist. Frustriert schließt sie sich den Freizeit-Kickerinnen vom FC Schanze an, einem buntgewürfeltem Haufen von Mädels, die unkoordiniert vor dem Tor herumlaufen, und spielt plötzlich in "einer anderen Liga". Den Trainer lehnt sie als verlotterten Typen ab, fühlt sich aber dennoch zu ihm hingezogen.

Buket Alakus' zweiter Spielfilm (nach "Anam") macht Mut, sich gegen das Schicksal aufzulehnen. Sensibel zeigt sie die Ängste des Mädchens, ihren "körperlichen Makel" zu offenbaren, die Unsicherheit den eigenen Gefühlen gegenüber, aber auch die Kraft, den ganz persönlichen Weg zurück ins Leben zu finden. Geschickt positioniert sie die Figur des tragikomischen Vaters, der den Tod seiner Frau seit Jahren nicht verwinden kann, gegen seine starke "Prinzessin", die entgegen seinem Rat, nicht ihr altes Leben "loslassen" will. Gut gelungen die Chemie-Kombination zwischen Fußball-Aficionado Ken Duken und Ballkünstlerin Karoline Herfurth. Manche Szenen und Nebenfiguren wirken konstruiert und nicht immer schafft Alakus die Balance von Schwere und Unbeschwertheit, dafür trifft sie bei der Emotionalität genau den wunden Punkt. Die Stärke der Geschichte über eine verletzbare Kämpferin liegt im hautnah geschilderten Konflikt der Ablehnung und Annäherung, der Furcht vor der Krankheit und Überwindung derselben. mk.

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Info

Plakat des Films: Eine andere Liga

Kinostart: 26.01.2006

Deutschland 2004

Länge: 1 h 43 min

Genre: Drama

Originaltitel: Eine andere Liga

Regie: Buket Alakus

Drehbuch: Jan Berger, Buket Alakus

Musik: Ali N. Askin

Produktion: Björn Vosgerau, Ralph Schwingel, Stefan Schubert

Kostüme: Katrin Aschendorf, Rike Russig

Kamera: Bella Halben

Schnitt: Andreas Radtke