High-Concept-Thriller mit den Nachwuchsstars Shia LaBeouf und Michelle Monaghan.

Kinostart: 09.10.2008

Shia LaBeouf

Shia LaBeouf
als Jerry Shaw

Rosario Dawson

Rosario Dawson
als Zoe Perez

Michelle Monaghan

Michelle Monaghan
als Rachel Holloman

Billy Bob Thornton
als Agent Thomas Morgan

Anthony Mackie
als Major William Bowman

Ethan Embry
als Agent Toby Grant

Lynn Cohen
als Mrs. Wierzbowski

Bill Smitrovich
als Admiral Thompson

Anthony Aziz
als Ranim Khalid

Cameron Boyce
als Sam Holloman

Handlung

Gerade erst ist der erfolgreiche Zwillingsbruder von Jerry (Shia LaBeouf) unter mysteriösen Umständen verschwunden, da taucht auf Jerrys Konto plötzlich eine riesige Geldsumme auf. Zuhause findet er Sprengstoff, Gift, Waffen und einen falschen Pass mit seinem Foto. Da stürmt das FBI herein und Jerry flieht mit der allein erziehenden Mutter Rachel (Michelle Monaghan). Beide sind zu Marionetten einer skrupellosen Terrorzelle geworden und sollen ein Attentat begehen.

Eine Drehbuchidee von Steven Spielberg vereint Shia LaBeouf ("Transformers") und Regisseur D.J. Caruso nach "Disturbia" erneut. Diesmal zu einem düster-packenden Paranoia-Thriller, indem zwei Unschuldige als Terroristen gejagt werden und sich als Teil eines schmutzigen Plans wiederfinden.

Die jungen Amerikaner Jerry und Rachel sind einander völlig fremd. Doch ihre Schicksale sind miteinander verknüpft. Sein Zwillingsbruder und ihr Kind verschwinden spurlos und plötzlich befinden sie sich gezwungenermaßen mitten in einem Terroristen-Netzwerk, das die Ermordung einen prominenten Politikers vorbereitet.

Jerry Shaw vertrödelt als Lebenskünstler seine Zeit - anders als sein Zwillingsbruder, der beim Militär Karriere gemacht hat. Kurz nach der Nachricht, sein Bruder sei gestorben, gerät Jerrys Leben aus den Fugen: Das FBI hält ihn für einen potenziellen Terroristen und macht Jagd auf ihn. Eine ihm unbekannte Vereinigung, die sich durch eine Computerstimme per Telefon manifestiert, hält die Verfolger auf Distanz und hat eine spezielle Aufgabe für Jerry, wobei ihm die ebenso unbedarfte junge Mutter Rachel helfen soll.

Kritik

Big Brother is watching - mit George Orwells Vision von der totalitären Überwachung als Prämisse gelingt DJ Caruso ein adrenalintreibender, düsterer Verschwörungsthriller.

Bereits vor zwölf Jahren hatte Steven Spielberg die Idee zu "Eagle Eye - Außer Kontrolle". Als es nun darum ging, das Projekt zu realisieren, übertrug der Meister die Regie DJ Caruso und zeichnet selbst "nur" noch als ausführender Produzent verantwortlich. Die beiden kennen sich von "Disturbia", sie haben da schon erfolgreich kooperiert, mit Shia LaBeouf als Star, der auch hier die Hauptrolle spielt.

Als Jerry Shaw, Angestellter eines Copy-Shops, führt er ein typisches Junggesellendasein, bis er eines Tages die Nachricht vom Tod seines Zwillingsbruders erhält. Kaum von der Beerdigung zurück, gerät sein Leben aus den Fugen. Jerrys Kontostand beläuft sich plötzlich auf 750.000 Dollar und sein Apartment gleicht einem Waffenlager. Das Telefon klingelt und eine weibliche Stimme warnt: "Das FBI wird in 30 Sekunden in ihrer Wohnung sein. Sie müssen verschwinden" Jerry weiß nicht, was er von dem Anruf halten soll. Er fragt nach. Da fliegt schon die Haustür aus den Angeln. Die atemlose Nonstop-Hatz beginnt.

Der Jedermann, der aus seinem Trott gerissen wird und, um die eigene Haut zu retten, über sich hinauswächst, das kennt man von Alfred Hitchcock und dessen Lieblingshelden Cary Grant. Der tat sich einst mit Eva Marie Saint gegen den "unsichtbaren Dritten" zusammen, derweil Jerry hier von der alleinerziehenden Rachel (Michelle Monaghan) Schützenhilfe bekommt. Auch sie wird von der Telefonstimme wie eine Marionette gelenkt, soll gemeinsam mit Shaw ein Attentat durchführen, sonst wird, so die Drohung der Unbekannten, ihr achtjähriger Sohn sterben.

Über die Plausibilität des von einem Autoren-Quartett verfassten, arg konstruierten Drehbuchs zu räsonieren, ist müßig, Fakt bleibt die omnipräsente Überwachung des modernen Menschen und dessen daraus resultierendes Gefühl der Ohnmacht vor der Bedrohung durch einen unbekannten Gegner. Von dieser Vorgabe ausgehend, entfaltet sich ein spannender Hightech-Thriller, den Caruso mit einem stimmigen 70er-Jahre "Drei Tage des Condor"-Look versieht.

Der Rest ist Kinetik pur - präsentiert mit den modernsten Mitteln des zeitgenössischen Kinos. Ein absolutes Highlight dabei die Verfolgungsjagd am Flughafen, bei der Jerry und Rachel von den Agenten Morgan (Billy Bob Thornton) und Perez (Rosario Dawson) gejagt werden. Über das ausgefeilte DHL-Paketfördersystem geht es da, hinein ins labyrinthische Innenleben des Airports. Wie auf einer Achterbahn fühlt man sich, zieht mit den Protagonisten den Kopf ein und verliert bei den abrupten Richtungswechseln fast die Orientierung - eine Meisterleistung in Sachen Schnitt (Jim Page) und Kamera (Dariusz Wolski). Die wenigen Momente der Ruhe gehören LaBeouf, der den liebenswerten Loser mit lässiger Nonchalance gibt, während Monaghan wenig Raum zur Entfaltung bekommt und Thornton als verbissener Häscher hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Fazit: Packende, temporeiche Action und düstere Paranoia ganz in der Tradition von "Zeuge einer Verschwörung" und "Der Staatsfeind Nr. 1". geh.

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Info

Plakat des Films: Eagle Eye - Außer Kontrolle
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.10.2008

USA 2008

Länge: 1 h 57 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Eagle Eye

Regie: D.J. Caruso

Drehbuch: Hillary Seitz, John Glenn, Dan McDermott, Travis Wright

Musik: Brian Tyler

Produktion: Alex Kurtzman, Pat Crowley, Roberto Orci

Kostüme: Marie-Sylvie Deveau

Kamera: Dariusz Wolski

Schnitt: Jim Page

Ausstattung: Thomas E. Sanders

Website: http://www.eagle-eye-film.de

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