Mystery-Thriller um eine junge Frau, die mit ihrer besten Freundin auf der Urlaubsinsel aus Kindertagen auf ein grauenvolles Geheimnis stößt.

Kinostart: 20.12.2012

Mina Tander

Mina Tander
als Hanna Merten

Laura de Boer

Laura de Boer
als Clarissa von Griebnitz

Lina Köhlert
als Lea Merten

Mia Kasalo
als Maria

Katharina Thalbach
als Gabriela

Max Riemelt
als Marcus

Clemens Schick
als Johannes Merten

Thomas Sarbacher
als Tim

Greta Oceana Dethlefs
als Hanna Merten, jung

Alina Sophie Antoniadis
als Clarissa von Griebnitz, jung

Anna Thalbach
als Gabriela (Flashback)

Handlung

Gerade, als es in Hannas Ehe kriselt, wird ihre ehemals beste Freundin Clarissa mit einer Tablettenüberdosis auf ihre Station eingeliefert und die beiden Frauen, die sich erstmals seit 25 Jahren wieder sehen, beschließen spontan auf jene Insel zu fahren, mit der sie die schönsten Kindheitserinnerungen verbinden. Doch das winterstürmische Eiland scheint so verflucht wie die Bewohner des heruntergekommenen Fischerdorfes. Denn damals verschwand die kleine Maria und ihr grausames Schicksal hängt mit dem verdrängten Wirken Hannas und Clarissas zusammen.

Gerade, als es in Hannas Ehe kriselt, wird ihre ehemals beste Freundin Clarissa mit einer Tablettenüberdosis auf ihre Station eingeliefert und die beiden Frauen, die sich erstmals seit 25 Jahren wieder sehen, beschließen spontan auf jene Insel zu fahren, mit der sie die schönsten (und schlimmsten) Kindheitserinnerungen verbinden. Doch das stürmische Eiland wirkt so feindselig wie seine knurrigen Bewohner. Denn damals verschwand die kleine Maria, und ihr grausames Schicksal hängt mit dem verdrängten Wirken Hannas und Clarissas zusammen.

Zwei Jugendfreundinnen erleben als Erwachsene Unheimliches an der Stätte eines unbewältigten Kindheitstraumas. Um dichte Atmosphäre und effektvolle Schreckmomente bemühter Kino-Gruselfilm aus deutschen Landen.

Kritik

In Nebenrollen prominent besetzter deutscher Mystery-Thriller, der psychologischen Spukhorror um ein dunkles Inselgeheimnis verbreitet.

Alex Schmidt heißt eigentlich Alexandra Schmidt, was hinsichtlich der femininen Ausrichtung ihres psychologischen Thrillers, der zwischen Wahn und Wirklichkeit schwebt, durchaus aufschlussreich ist. In der Mitternachtsschiene von Venedig vorgestellt, erweist sich der handwerklich ausgereifte Genrefilm der Berliner Regisseurin als spannendes Mysterywerk über psychische Gewalt, die ja eher eine weibliche ist als die körperliche männliche. Damit demontiert Schmidt auch das Trugbild unschuldiger Kinder, obwohl Rückblenden zunächst genau dies suggerieren.

Darin erscheinen Hanna und Clarissa als unzertrennliche Freundinnen, die in ihren Ferien auf einer wildromantischen Insel einen finsteren Stollen im Wald entdecken. Als sie sich 25 Jahre später wiedertreffen - Hanna (Mina Tander) steckt in Beziehungssorgen mit Johannes (Clemens Schick), während Clarissa (Laura de Boer) mit einer Tablettenüberdosis auf ihre Station eingeliefert wird -, entscheiden sie spontan, mit Hannas Tochter im Gepäck den Ort ihrer Kindheitserinnerungen aufzusuchen und dort eine Auszeit zu nehmen.

In dem heruntergekommenen Fischerdorf der entlegenen Insel, in dem u.a. Max Riemelt und Katharina Thalbach wohnen, beginnt Hanna ein Geistermädchen zu sehen und zweifelt zunehmend an ihrem Verstand. Das Flüstern der Vergangenheit ist hier besonders laut - das Verdrängte kehrt zurück. Je mehr Hanna herausfindet, desto umfassender werden ihre Schuld und die Verquickung des gesamten Dorfes offenbar. Und desto mehr entgleitet ihr die Realität. Mag die Auflösung den übernatürlichen Teil auch unbefriedigend revidieren, der von langer Hand geplante Racheakt hat es in sich und erinnert an den Kinderdiebstahl aus "Die Räuberin".

Die malerisch-stürmischen Winterlandschaften (die stimmungsvollen Küstenaufnahmen stammen aus Hiddensee) rufen aufs Angenehmste in Erinnerung, dass es in Deutschland mehr gibt als zersiedelte Autobahnzubringer. Alex Schmidt setzt mit gutem Gespür für eine gelungene Schauer-Atmosphäre zahlreiche Motive ein, die weniger ihren Vorbildern Tim Burton und Michael Haneke entstammen, als dem breiten Fundus des Geisterhorrors. Was allein deshalb schon fast wieder originell ist, weil man sie im deutschen Kino so selten antrifft. Mag die Story auch recht routiniert ausfallen und nur die handelsüblichen Twists aufbieten, die auf Spannung und diverse Schockmomente ausgerichtete Dramaturgie ist flott und überzeugt mit perfekter Kombination aus Locations und Look. tk.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 20.12.2012

Deutschland 2012

Länge: 1 h 42 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Du hast es versprochen

Regie: Alex Schmidt

Drehbuch: Valentin Mereutza, Alex Schmidt

Musik: Marian Lux

Produktion: Ralph Schwingel, Stefan Schubert, Yildiz Özcan

Kostüme: Maria Schicker

Kamera: Wedigo Schultzendorff

Schnitt: Andreas Radtke

Ausstattung: Jörg Möhring

Website: www.falcom.ch

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