Driver (Ryan Gosling) arbeitet tagsüber als Stuntfahrer, nachts für die Mafia. Als ein Überfall scheitert, fährt er um sein Leben. Regisseur Winding Refn bekam dafür die Goldene Palme aus Cannes.

Kinostart: 26.01.2012

Szenenbild aus Drive mit Ryan GoslingRyan Gosling

Ryan Gosling
als Driver

Carey Mulligan

Carey Mulligan
als Irene

Bryan Cranston

Bryan Cranston
als Shannon

Albert Brooks
als Bernie Rose

Oscar Isaac
als Standard Gabriel

Christina Hendricks
als Blanche

Ron Perlman
als Nino

Kaden Leos
als Benicio

Jeff Wolfe
als Tan Suit

James Biberi
als Cook

Russ Tamblyn
als Doc

Tiara Parker
als Cindy

Cesar Garcia
als Jos

Christian Cage
als Christian

Handlung

Tagsüber arbeitet Driver unauffällig als Stuntfahrer in Hollywood, abends holt er sich seinen Kick, indem er Aufträge für die Mafia erledigt und sein Können als halsbrecherischer Fahrer von Fluchtautos unter Beweis stellt. Als einer der Raubzüge schiefgeht, gerät er unter Verdacht seiner Auftraggeber, die ein Kopfgeld auf ihn aussetzen. Fortan muss er beweisen, wie viel ihm an seinem Überleben gelegen ist.

Tagsüber arbeitet Driver als Stuntfahrer in Hollywood, abends holt er sich seinen Kick, indem er Aufträge für das organisierte Verbrechen erledigt und sein Können als Fahrer von Fluchtautos unter Beweis stellt. Als er seine attraktive Nachbarin, die ihren Sohn allein erzieht, weil ihr Mann im Knast schmort, erstmals sieht, verliebt er sich in sie. Nach der Entlassung des Mannes lässt er sich zu einem Raubzug überreden, mit dem er die Zukunft des Mädchens absichern will. Alles geht schief, und Driver muss um sein Überleben kämpfen.

Als Driver sich vom Mann der Frau, die er heimlich liebt, zu einem Raubzug überreden lässt, geht alles schief, und er muss um sein Überleben kämpfen. Existenzialistischer Actionkrimi nach Vorlage von James Sallis, in dem Nicolas Winding Refn das coole Kino von Michael Mann neu aufleben lässt.

Kritik

Das Kino von Walter Hill und Michael Mann, Filme wie "Leben und Sterben in L.A." und "Der Einzelgänger" werden eindringlich in Erinnerung gerufen in der ersten großen Hollywoodproduktion des dänischen Regiewunderkinds Nicolas Winding Refn, das es mit seinem achten Film erstmals - endlich! - auf deutsche Leinwände schafft. Es ist ein cooler, kühler, unendlich faszinierender und hypnotisierender Film geworden, eine Reise buchstäblich ans Ende der Nacht, ein L.A.-Neo-Noir, vorangetrieben von einem pumpenden Eurosynth-Soundtrack, seinem lakonischen, zupackenden Ton und einer Besetzung, die so hip ist, dass es fast wehtut. Ein mit großem Stilwillen realisiertes Krimimärchen, dessen namenloser Held - er wird einfach "Driver" genannt und von Ryan Gosling als Steve McQueen mit Poker- und Babyface gespielt - ein einsamer Wolf mit einem ganz eigenen Ehrenkodex ist, wie die Hauptfiguren von Refns vorangegangenen Filmen "Bronson" und "Walhalla Rising", die den 41-jährigen Regisseur ganz nach oben in der Riege der jungen Wilden katapultierten. Während diese knorrigen Kerle sich jedoch in archaischen Machoritualen ergingen, ist Driver gezwungen, als erster Refn-Hero die Deckung aufzugeben: Er wickelt seine Arbeit - tagsüber als Stuntman für Hollywood und nachts als Fahrer für die Mafia - mit unbeteiligter Präzision ab, verliebt sich dann jedoch in seine Nachbarin, als würde er urplötzlich von einem William-Friedkin Movie in einen John-Hughes-Film stolpern: Carey Mulligan ist wie Molly Ringwald in "Sixteen Candles". Diese Liebe ist es, die Driver befreit, aber schließlich auch seinen Niedergang herbeiführt: Um sie zu retten, beteiligt er sich an einem riskanten Raubzug, der prompt schiefgeht und ihn auf einmal auf einen Kollisionskurs mit denen schickt, die eigentlich seine Auftraggeber sind. In einer jetzt schon legendären - und in Cannes mit Applaus bedachten - Szene in einem Fahrstuhl liegen heiße Küsse und exzessive Ultragewalt so nahe beisammen, wie man es seit "Wild at Heart" nicht mehr erlebt hat. Und doch verliert "Drive" nie den Boden unter den Füßen oder gar die Kontrolle übers Lenkrad: Refn - der selbst keinen Führerschein besitzt - steuert seinen Film mit der Übersicht eines Schachspielers durch sein Plotlabyrinth, bis hin zum intensiven Showdown, in dem Driver gegen seine Nemesis - ausgerechnet der sprichwörtliche Nebbish Albert Brooks gibt den unnachgiebigen Bösewicht - antritt. Auf dem Weg dahin werden angesagte Fernsehstars aus "Breaking Bad" und "Mad Men" verschlissen, kleine Tragödien am Rande erzählt und das Kino mit originellen Verfolgungsjagden und eindringlichen Bildern zelebriert, die einem Augen und Herz übergehen lassen: Mit Bleifuß rast "Drive" zum ewigen Kultstatus. ts.

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Info

Kinostart: 26.01.2012

USA 2011

Länge: 1 h 41 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Drive

Regie: Nicolas Winding Refn

Drehbuch: Hossein Amini

Musik: Cliff Martinez

Produktion: Adam Siegel, Michel Litwak, Marc E. Platt, Gigi Pritzker, John Palermo

Kostüme: Erin Benach

Kamera: Newton Thomas Sigel

Schnitt: Matthew Newman

Ausstattung: Beth Mickle

Website: http://www.drive-film.de/

Auszeichnungen

1 x Cannes:

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