Tragikomische Geschichte über ein Paar in Berlin um die 40, das sich neu verliebt - in denselben Mann.

Kinostart: 23.12.2010

Annedore Kleist
als Lotte

Angela Winkler
als Hildegard

Alexander Hörbe
als Dirk

Winnie Böwe
als Petra

Hans-Uwe Bauer
als Dr. Wissmer

Senta Dorothea Kirschner
als Katrin

Gotthard Lange
als Udo

Alexander Yassin
als Alexander

Karl Hemeyer
als Dr. Hubert Zimmer

Martina Ysker
als Martina

Die Handlung von Drei

Fernsehmoderatorin Hanna und Bauzeichner Simon sind beide um die 40 Jahre alt und seit 20 Jahren ein Paar. Die Lust kocht auf Sparflamme. Da verlieben sich die beiden neu, ohne dass der jeweils andere etwas davon weiß: Adam strahlt eine Faszination aus, derer sich weder Hanna noch Simon entziehen können. Auf einmal sehen sie ihr Leben und ihre Beziehung mit ganz anderen Augen. Und fühlen sich merkwürdig ermutigt dadurch.

Fernsehmoderatorin Hanna und Bauzeichner Simon sind beide um die 40 Jahre alt und seit 20 Jahren ein Paar. Man genießt die Vertrautheit, aber die Lust kocht auf Sparflamme. Da verlieben sich die beiden neu, ohne dass der jeweils andere etwas davon weiß - in ein und denselben Mann: Adam strahlt eine Faszination aus, derer sich weder Hanna noch Simon entziehen können. Auf einmal sehen sie ihr Leben und ihre eigene Beziehung mit ganz anderen Augen. Und fühlen sich merkwürdig ermutigt dadurch.

Kritik zu Drei

Ein großstädtisches und modernes Hetero-Paar verliebt sich unabhängig voneinander in denselben Mann und erlebt einen neuen Kick im Sexleben.

Zufall oder Schicksal? Tom Tykwers romantische Komödie wirbelt die Existenz dreier Menschen ziemlich durcheinander, ihm geht es um die Sinnfrage in der Mitte des Lebens und den Komplex der Zeit, wann trifft er oder sie jemand anders und in welcher Situation? Seine Helden sind über die Jahre mit ihm reifer geworden, gehören zu seiner Generation, dennoch weist er jeglichen autobiografischen Bezug von "Drei" zurück. Stattdessen spielt Tykwer in seinem ersten deutschsprachigen Film seit zehn Jahren souverän mit Beziehungsmustern.

Ein bisschen Midlife-Crisis schwingt schon mit, wenn zwischen Fernsehmoderatorin Hanna mit Sitz im nationalen Ethikrat (Sophie Rois) und Baukünstler Simon (Sebastian Schipper) 20 Jahre nach dem ersten Kuss die Lust auf Sparflamme köchelt. Zwei Menschen, die sich arrangiert haben, freundlich miteinander umgehen, ähnliche Interessen teilen und mit gebremster Leidenschaft das Bett. Dass sich dann beide in ein- und denselben Mann verlieben, gibt ihrem Liebesleben neuen Schwung und Devid Striesow als Adam (nomen est omen!) die Gelegenheit, als harmlos aussehender Stammzellenforscher mit Verführungspotenzial zu glänzen. Ein tolles Trio.

Die Öffnung der Zweierbeziehung hin zur Dreierbeziehung ist eine experimentelle und künstlerische Versuchsanordnung, die sehr langsam in Schwung kommt, aber dann in der zweiten Hälfte einen unwiderstehlichen Sog entwickelt. Wunderschön die Situationskomik, wenn das Paar auf einer Ausstellung den gemeinsamen Lover ortet und unter seltsamen Ausreden in die nächst gelegene Toilette flüchtet oder Hanna ihren Sebastian nur mit Handtuch bekleidet beim Objekt der Begierde quasi in flagranti erwischt. Mit 40 hat man schon viel hinter sich, aber wie viel hat man noch vor sich? Krankheiten und Tod kommen näher, Hodenkrebs bei Simon oder Tod der Mama (Angela Winkler), die bei Gunther von Hagen in Plastilin weiter lebt, sind unübersehbare Warnzeichen und Aufforderung zum "carpe diem", jetzt zu leben, nichts mehr aufzuschieben.

Warmherzig zeichnet der Film die Sehnsuchtsprojektion des irritierten Simon, der an seiner sexuellen Identität zweifelt und dem der coole Liebhaber den "Abschied vom deterministischen Biologieverständnis" lächelnd nahe legt. Anything goes! Manchmal leicht verkopft und mit Splitscreen irritierend, trotzdem immer amüsant, mit großer Leichtigkeit und witzigen Dialogen schlagen sich die Protagonisten durch Irrungen und Wirrungen dieser etwas anderen Dreiecksgeschichte. Und dass sie eigentlich schrecklich normal sind, macht sie liebenswert. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.12.2010

Deutschland 2010

Länge: 1 h 59 min

Genre: Drama

Originaltitel: Drei

Regie: Tom Tykwer

Drehbuch: Tom Tykwer

Musik: Tom Tykwer, Reinhold Heil, Johnny Klimek, Gabriel Isaac Mounsey

Produktion: Stefan Arndt

Kostüme: Polly Matthies

Kamera: Frank Griebe

Schnitt: Mathilde Bonnefoy

Website: www.drei.x-verleih.de/de/