Intensives, hochemotionales und mitreißendes Porträt einer Freundschaft, die Berge versetzen kann.

Kinostart: 26.04.2018

Die Handlung von Draußen in meinem Kopf

Direkt zu Beginn seines Freiwilligen Sozialen Jahres wird Christoph als persönlicher Betreuer für den im Pflegeheim lebenden Sven eingeteilt. Sven ist 28 Jahre alt und leidet an Muskeldystrophie, die es ihm quasi unmöglich macht, sein Zimmer zu verlassen. Seine Umgebung ist längst zu einem Mikrokosmos mutiert, in dem er sich sicher fühlt und den er zu seinen Gunsten zu lenken weiß. So ist es ihm auch ein Dorn im Auge, dass mit Christoph ein neuer, junger Pfleger in sein Leben tritt - was Sven ihn auch sofort spüren lässt. Doch nach anfänglicher Krisenzeit, die vor allem durch Svens schwarzen, selbstzerstörerischen Humor befeuert wird, nähern sich die beiden langsam aber sicher an.

Sven beginnt, sich Christoph zu öffnen, private Sorgen zu teilen und über sein Leben zu philosophieren. So entsteht eine Freundschaft, die weit über die Pflegearbeit Christophs hinausgeht. Schließlich sind sich Sven und Christoph so nah, dass er seinem Pfleger seinen innigsten Wunsch offenbart...

Draußen in meinem Kopf - Ausführliche Kritik

Etliche Preise und Auszeichnungen, so etwa das Wim-Wenders-Stipendium zur Förderung innovativer filmischer Erzählkunst, können nicht lügen. „Draußen in meinem Kopf“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die von Vertrauen und Zuversicht geprägt ist. Vor allem Regisseurin Eibe Maleen Krebs sowie Co-Autor Andreas Keck wurden immer wieder (zurecht) gepriesen für dieses Porträt, dass nahbarer und realitätsnäher kaum sein könnte. Das fängt beim Storytelling an, findet beim Cast dann gar einen Höhepunkt. Kaum zu glauben, dass Samuel Koch und Nils Hohenhövel hier ihr Debüt geben - darstellerisch ist „Draußen in meinem Kopf“ schlicht brillant.

Ob es nun daran liegt, dass Samuel Koch gewissermaßen eine Version seiner selbst mimt und aufgrund seines schweren Sturzes bei „Wetten, dass..?“ eine ganz ähnliche Situation durchlebte, oder schlicht an seinem Talent - mitfühlender und berührender hätte dieser Part kaum gespielt werden können. Für die überaus intime Bildgestaltung von „Draußen in meinem Kopf“ zeichnete indes die vielfach ausgezeichnete Judith Kaufmann („Scherbentanz“) verantwortlich, die aus der vermeintlichen Enge des Krankenzimmers ein schier unendliches Füllhorn der Emotionalität formte.

Ein Kammerspiel, das, zumindest Regisseurin Eibe Maleen Krebs zufolge, bewusst hinter geschlossenen Türen stattfinden sollte, um FSJ-ler Christoph ohne Kompromisse und direkt in die vertrackte Lebenswelt des schwerkranken Sven katapultieren zu können. Durch und durch fantastisch, jedoch nichts für Zartbesaitete und Mainstream-Cineasten.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 26.04.2018

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