Berührende Verfilmung von Khaled Hosseinis Bestseller über eine Kindheit in Afghanistan und ihr jähes Ende.

Kinostart: 17.01.2008

Khalid Abdalla
als Amir

Atossa Leoni
als Soraya

Shaun Toub
als Rahim Khan

Sayed Jafar Masihullah Gharibzada
als Omar

Zekeria Ebrahimi
als junger Amir

Ahmad Khan Mahmoodzad
als junger Hassan

Homayoun Ershadi
als Baba

Elham Ehsas
als junger Assef

Bahram Ehsas
als Wali

Nabi Tanha
als Ali

Tamim Nawabi
als Kamal

Mohamad Nabi Attai
als Onkel Saifo, der Drachenverk

Handlung

Kabul 1978. Der ängstliche Amir (Khalid Abdalla), Sohn eines angesehenen, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan (Ahmad Mahmidzada), der mutige Nachwuchs seines Hausdieners, wachsen gemeinsam auf und sind enge Freunde. Beide triumphieren beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen. Die Freundschaft zerbricht, als Hassan in einer Gasse vergewaltigt wird und Amir ihm aus Angst nicht zu Hilfe eilt. Erst viele Jahre später erhält er die Chance, Abbitte zu leisten.

Khaled Hosseinis

Kabul, 1978. Amir, Sohn eines angesehenen Afghanen, und Hassan, Sohn seines Hausdieners, sind Freunde. Doch das Band zerbricht, als Amir Hassan nicht zu Hilfe kommt, als dieser von anderen Jugendlichen grausam erniedrigt wird. Nach dem Einmarsch der Roten Armee fliehen Amir und sein Vater in die USA. Jahre später holt ihn die Vergangenheit ein, bietet sich ihm die Chance zur Wiedergutmachung und seelischen Befreiung.

Kabul, 1978. Amir, Sohn eines angesehenen Afghanen, und Hassan, Sohn seines Hausdieners, sind Freunde. Doch das Band zerbricht, nachdem Amir Hassan nicht zu Hilfe kommt, als dieser von anderen Jugendlichen grausam erniedrigt und vergewaltigt wird. Nach dem Einmarsch der Roten Armee fliehen Amir und sein Vater in die USA. Jahre später holt Amir, mittlerweile verheiratet und ein erfolgreicher Schriftsteller, die Vergangenheit ein, und bietet sich ihm die Chance zur Wiedergutmachung und seelischen Befreiung.

Kritik

Mit einem Melodram über die traumatische Veränderung Afghanistans und einer Freundschaft beweist der neue Bond-Regisseur Marc Forster erneut Vielseitigkeit und Reife.

Wer die Ereignisse in Afghanistan bisher nur als periodische Schlagzeile aus einer fremden Welt wahrnahm, dem eröffnet dieses Distanz auflösende Melodram einen raren Blick ins Herz dieser Tragödie. Marc Forsters Adaption des literarischen Überraschungshits von Khaled Hosseini ist manipulativ und in der Entwicklung eines jugendlichen Schlägers und Vergewaltigers zum Terror verbreitenden Taliban sehr personalisiert und konstruiert. Aber die gut dosierte Emotionalität des Films ist kraftvoll - und seine Perspektive, Afghanistan aus kindlichen Augen blühend und aus erwachsener Sicht verwüstet zu zeigen, ideal, um das ganze Ausmaß dieser Katastrophe verstehen zu können. Der Film beginnt im Jahr 2000, als die nach San Francisco emigrierte Hauptfigur Amir ihr Romandebüt veröffentlicht - und endet schließlich auch dort. Der Schwerpunkt aber liegt 1978 in Afghanistan, das an beeindruckend exotischen Schauplätzen in Westchina zum Leben erweckt wurde. In der Hauptstadt Kabul wachsen Amir, der ängstliche Sohn eines hoch geachteten, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan, der mutige Nachwuchs des Hausdieners, gemeinsam auf. Trotz der Klassen- und Charakterunterschiede sind die Jungs beste Freunde, die beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen triumphieren. Doch die Jahre der Unschuld enden abrupt und tragisch, als Hassan in einer Gasse der Stadt vergewaltigt wird, und Amir dies beobachtet, aber aus Angst nicht eingreift. Seine Scham macht ihn zum Intriganten, beendet die Freundschaft, begleitet ihn auch nach dem Einmarsch der Roten Armee, als ihm sein Vater auf der Flucht nach Pakistan Zivilcourage demonstriert. Die Chance, sich selbst vergeben zu können, eröffnet sich Amir viele Jahre später. Ein Anruf führt ihn zurück in die Vergangenheit und schließlich in Afghanistan in die Konfrontation mit den Taliban. Die Folgen der russischen Besatzung und des Regimes der langen Bärte zeigt der stellenweise untertitelte Film in der Veränderung der Landschaft, im Klima der Angst, in den Kindern, die Gliedmaßen und Eltern verloren haben, und in einer öffentlichen Steinigung, die schockierend die Halbzeitpause eines Fußballspiels füllt. Überemotional ist Regisseur Forster ("Schräger als Fiktion") in solchen Sequenzen nie - nur sentimental in der Beziehung Amirs zu seinem Vater, in der die Tradition weiterlebt wie die Liebe. "Drachenläufer" ist realistisch, aber nicht deprimierend. Seine Perspektive ist Hoffnung - und wenn am Ende Drachen wieder zum Himmel steigen, finden Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Exil, Unschuld und Reife, auf zärtlichste Weise zusammen. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 17.01.2008

USA 2007

Länge: 2 h 8 min

Genre: Drama

Originaltitel: Kite Runner

Regie: Marc Forster

Drehbuch: David Benioff

Musik: Alberto Iglesias

Produktion: Walter F. Parkes, Rebecca Yeldham, William Horberg, E. Bennett Walsh

Kostüme: Frank Fleming

Kamera: Roberto Schaefer

Schnitt: Matt Chesse

Ausstattung: Carlos Conti

Website: movies.universal-pictures-international-germany.de/drachenlaeufer/