Modernisierte Neuauflage des Musicals von 1967 nach Motiven Hugh Loftings, in der Komödienas Eddie Murphy als gestreßter Doc mit den Tieren spricht und so in allerlei obskure Situationen gerät.

Kinostart: 01.10.1998

Eddie Murphy

Eddie Murphy
als Dr. John Dolittle

Ossie Davis
als Archer Dolittle

Oliver Platt

Oliver Platt
als Dr. Mark Weller

Peter Boyle
als Calloway

Richard Schiff
als Dr. Gene Reiss

Jeffrey Tambor
als Dr. Fish

Kristen Wilson
als Lisa Dolittle

Kyla Pratt
als Maya Dolittle

Raven-Symoné
als Charisse Dolittle

Steven Gilborn
als Dr. Litvack

Die Handlung von Dr. Dolittle

Nachdem ihm vom gestrengen Vater in der Kindheit untersagt hat, mit Tieren zu sprechen, hat der mittlerweile erwachsene und als Arzt erfolgreiche Dr. Dolittle seine wundersame Gabe längst unterdrückt. Als er versehentlich einen Hund anfährt, wird sie von neuem geweckt. Fortan muß der schwer unter Streß stehende, so manche Wehwehs von allerhand Getier, u. a. eines lebensüberdrüssigen Tigers, kurieren.

Schon als Kind erkennt John Dolittle, daß er sich mit Tieren unterhalten kann - was der Vater natürlich nicht glaubt und ihm daraufhin diese Flausen schnell austreibt. Erst Jahre später - aus dem Jungen ist ein erfolgreicher Arzt geworden - wird er mit seiner Gabe erneut konfrontiert. Ein streunender Hund, der ihm vors Auto läuft, bellt solange auf Dolittle ein, bis der geplagte Doc endlich wieder animalische Antwort gibt. Ein Fehler, denn von nun an hat er eine Armada von Tieren am Hals, die alle seine heilenden Hände und vor allem verbalen Zuspruch suchen...

Modernisierte Neuafulage des Musicals von 1967 nach Motiven Hugh Loftings, in der Komödienas Eddie Murphy als gestreßter Doc mit den Tieren spricht und so in allerlei obskure Situationen gerät.

Kritik zu Dr. Dolittle

Die Remakewelle zahlt sich für Eddie Murphy voll aus: Zuerst überwand er mit "Der verrückte Professor" seine Karrieredurststrecke und jetzt legt er mit einem Startwochenendeinspiel von 29 Mio. Dollar für "Dr. Dolittle" seinen zweitbesten Filmstart (nach "Beverly Hills Cop II") überhaupt hin. Mit dem fantasievollen Original-Musical von 1967 nach den Geschichten von Hugh Lofting verbinden die modernisierte Fassung zwar nur rudimentäre Plotmerkmale, doch der relativ zahme Humor, die geballte Präsenz niedlicher Vierbeiner und nicht zuletzt Murphys komödiantisches Schwergewicht werden bei der gesamten Familie tierischen Zuspruch finden.

Der mit sympathischen Elan von Murphy verkörperte Titeldoktor ist in der aktuellen Adaption ein im kulissenträchtigen San Francisco ansässiger Arzt der allgemeinen Medizin. Der Prolog zeigt ihn als kleinen Jungen, der vom Familienhund eine Einweisung in hündische Begrüßungsrituale erhält, was den ersten Gag in dem folgenden Aufgebot an etlichen analfixierten Albernheiten darstellt. Doch seine Gespräche mit seinem besten Freund finden bei seinem Vater wenig Anklang, und der Knirps verdrängt gezwungenermaßen seine außergewöhnliche Fähigkeit. Als Erwachsener erwacht sein Talent, mit Tieren zu kommunizieren erneut, als er einen streunenden Hund anfährt. Zunächst wehrt sich der unter enormen Streß stehende Doc energisch gegen seine geniale Gabe, doch in Folge kuriert er eine Eule, Ratten, Schafe, Hamster, Tauben und zur Krönung einen kranken Tiger. Besonders zuträglich ist der Umstand, daß die animalischen Akteure von hochkarätigen Komikern wie Chris Rock, John Leguizamo und Albert Brooks gesprochen werden und die pfiffigsten Oneliner von sich geben. Murphy spielt wie ein aufgeschrecktes Huhn, wenn sein Doktor frenetisch versucht, sein Familienleben (kommt bei all der Arbeit zu kurz), seine Karriere (die Praxis steht kurz vor einem lukrativen Deal) und seine Lebensaufgabe (als Helfer der haarigen, gefiederten und schuppigen Kreaturen) unter einen Hut zu bekommen. Zudem muß er sich mit der ungläubigen Ablehnung seiner Unwelt (er landet sogar vorübergehend im Sanatorium) auseinandersetzen. Die unvermeidliche moralische Botschaft besteht erwartungsgemäß darin, seinen eigenen Instinkten zu vertrauen und sich von dem Unverständnis anderer nicht entmutigen zu lassen.

Die Regie geht auf das Konto von Betty Thomas, die zuvor mit "Die Brady Family" und "Private Parts" eine gute Hand dafür bewies, humorvolles Material mit der richtigen Portion Gefühl zu kombinieren. Bei den Tiereffekten lieferte Jim Hensons Creature Shop hervorragende Arbeit: Computereffekte, animatronische Kreaturen und die echten Tiere sind wahrlich kaum voneinander zu unterscheiden. ara.

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Info

Plakat des Films: Dr. Dolittle

Kinostart: 01.10.1998

USA 1998

Länge: 1 h 25 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Dr. Dolittle

Regie: Betty Thomas

Drehbuch: Nat Mauldin, Larry Levin

Musik: Richard Gibbs

Produktion: John Davis, Joseph M. Singer, David T. Friendly

Kostüme: Sharen Davis

Kamera: Russell Boyd

Schnitt: Peter Teschner

Ausstattung: William Elliott, Greg Papalia