Tragikomisches Porträt eines querschnittsgelähmten Cartoonisten und seinen Kampf gegen den Alkohol.

Kinostart: 16.08.2018

Die Handlung von Don't Worry, weglaufen geht nicht

John Callahan landet nach einem Unfall bei einer Sauftour im Rollstuhl. Er schafft es mit Hilfe einer jungen Frau aus dem Krankenhaus und nutzt das Cartoon-Zeichnen nicht nur als Lebenselixier, sondern auch als Lebensunterhalt. Vom Alkohol kommt er nicht los, erst sein Sponsor bei den Anonymen Alkoholikern und die anderen Mitglieder seiner Gruppe geben ihm die Kraft dazu.

Kritik zu Don't Worry, weglaufen geht nicht

Tragikomisches Porträt eines querschnittsgelähmten Cartoonisten und seinen Kampf gegen den Alkohol.

Mit "Don't worry, weglaufen geht nicht" knüpft Gus Van Sant an seinen Hit "Good Will Hunting" an. Auch hier erzählt er von einem gebeutelten Protagonisten, der sich zum Besseren entwickelt mit Hilfe einer Lehrerfigur. Allerdings sind der seit einem Unfall querschnittsgelähmte Cartoonist John Callahan, sein exzentrischer Sponsor Donnie von den Anonymen Alkoholikern sowie die Mitglieder in seiner Therapiegruppe ein viel schrägerer Haufen als die von Matt Damon, Ben Affleck und Robin Williams gespielten Figuren.

Kein Wunder, lieferte die Vorlage für den Film die Autobiografie eines Geschichtenerzählers, der selbst Erlebtes gerne ausschmückte, als Cartoonist das Überspitzen auch professionell betrieb. Joaquin Phoenix aus Van Sants "To Die For" spielt ihn mit rotbrauner Wischmop-Frisur und großer ungeputzter Brille. Van Sant zeigt ihn, wie er mit dem Rollstuhl wie ein Rennfahrer durch die Straßen von Portland rast. Das heißt nicht, dass Van Sant ihn wie eine Figur aus einem Cartoon porträtiert. Er führt dem Publikum - teils auch mit schwarzem Humor - knallhart den bitteren Alltag eines schweren Alkoholikers vor Augen, nimmt seine Figuren ernst. Zu ihnen gehören auch Jonah Hill als Donnie, der teils lächerlich wirken mag, aber seinen Schützling durch alle Schritte der Anonymen Alkoholiker geleitet. Hill demonstriert hier erneut sein Ausnahmetalent mit seiner gleichzeitig komischen und unheimlich gefühlvollen Performance. Zu Van Sants starken Ensemble gehören außerdem Rooney Mara als rettender Engel, Musikerin Beth Ditto als Anonyme-Alkoholiker-Mitglied und Jack Black als Kurzzeit-Saufkumpan und Unglücksfahrer.

Eine Ansprache Johns vor großer Öffentlichkeit bildet den Rahmen für den Film, der von Johns schlimmen Absturz, der zum Unfall führt, zu seiner langsamen Genesung im Krankenhaus und der viel längeren danach, dem Kampf gegen die Sucht, erzählt. Kraft gewinnt John auch durch seine Kunst, für die er geliebt und gehasst wird, und die in Zeichnungen und manchmal auch Animationen im Film integriert sind (wie auch die titelgebende, in dem zwei Cowboys einen Rollstuhl in der Wüste stehen sehen). Natürlich ist auch Callahans Galgen-Humor integraler Bestandteil des Filmes, der sich laut Van Sant nah an der Vorlage orientiert und ein Herzensprojekt von Robin Williams seit "Good Will Hunting" war. Der beim Sundance Festival präsentierte Amazon-Studios-Titel ist wunderbare Independentkomödie über den Überlebenswillen mit Mainstreamappeal, Künstlerporträt, Suchtdrama und Erbauungsfilm und der zweite Film im Wettbewerb - nach "La Priére" - der von einem erfolgreichen Entzug erzählt. hai.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 16.08.2018

USA 2017

Länge: 1 h 55 min

Genre: Drama

Originaltitel: Don't Worry, He Won't Get Far on Foot

Regie: Gus Van Sant

Drehbuch: Gus Van Sant

Musik: Danny Elfman

Produktion: Steve Golin, Charles-Marie Anthonioz, Mourad Belkeddar, Nicolas Lhermitte

Kostüme: Danny Glicker

Schnitt: Gus Van Sant

Website: http://dontworry-derfilm.de