TV-Krimi nach Donna Leons gleichnamigem Roman.

Kinostart: nicht bekannt

Uwe Kockisch

Uwe Kockisch
als Guido Brunetti

Julia Jäger

Julia Jäger
als Paola Brunetti

Michael Degen

Michael Degen
als Vice-Questore Patta

Karl Fischer
als Sergente Vianello

Patrick Diemling
als Raffi Brunetti

Laura-Charlotte Syniawa
als Chiara Brunetti

Annett Renneberg
als Signorina Elettra

Dietmar Mössmer
als Alvise

Rike Schmid
als Claudia Leonardo

Axel Milberg
als Maxwell Ford

Katrin Sass
als Eleonora Ford

Ueli Jäggi
als Dr. Aurino

Hannah Herzsprung
als Antonia

Inge Keller
als Signora Jacobs

Alexander May
als Gianpaolo Filipetto

Mina Tander
als Lucia Mazotti

Bettina Zimmermann
als Franca Capari

Handlung

Gerade noch hatte eine Studentin Brunetti um Rat gebeten, nun ist sie tot. Sie wollte ein Wiederaufnahmeverfahren erreichen, um ihren Großvater zu rehabilitieren. Der hatte während des Krieges zu Spottpreisen Kunstwerke von Menschen gekauft, die Venedig fluchtartig verlassen mussten. Von den Bildern fehlt seither jede Spur. Auf dem Konto der ermordeten jungen Frau entdecken Brunettis Mitarbeiter dafür Geldbewegungen in sechsstelliger Höhe.

Kritik

Es muss an Venedig liegen. Selbst kleinste Nebenrollen in dieser ersten von zwei neuen Donna-Leon-Verfilmungen sind populär besetzt. Rike Schmid zum Beispiel, bekannt geworden durch die ZDF-Serie "Der Fürst und das Mädchen" und kürzlich Hauptdarstellerin des ZDF-Thrillers "Augenzeugin", verschwindet schon nach zehn Minuten von der Darstellerliste.

Gerade noch hatte Claudia, eine junge Studentin, Brunetti um Rat gebeten: Sie wollte ein Wiederaufnahmeverfahren erreichen, denn sie war überzeugt, ihr Großvater sei nach dem Zweiten Weltkrieg zu Unrecht im Gefängnis gelandet, wo er dann verstorben ist. Während des Krieges hatte er zu Spottpreisen Kunstwerke von Menschen gekauft, die Venedig fluchtartig verlassen mussten. Von den Bildern fehlt seither jede Spur. Nun ist auch die Enkelin tot, erstochen. Auf ihrem Konto entdecken Brunettis Mitarbeiter allerdings Geldbewegungen in eindrucksvoller Höhe.

Wie immer reduziert sich die Handlung weitgehend auf zwei Ebenen: Der Commissario (Uwe Kockisch) schreitet gemessenen Schrittes durch die Gassen oder lässt sich per Boot zum Tatort fahren. Der Rest ist Kammerspiel: Zeugenvernehmungen, das Geplänkel im Polizeirevier, Familie Brunetti beim Abendessen. Trotzdem hat beides seinen Reiz: weil Venedig einfach prachtvoll anzuschauen ist; und weil die Schauspieler nicht minder sehenswert sind. Ein darstellerisches Kleinod liefert Michael Degen, als Brunettis Chef ohnehin für die komödiantischen Einlagen zuständig. Diesmal ist er dank einer neuen Mitarbeiterin, Commissario Capari (Bettina Zimmermann), auf dem Feng-Shui-Trip, lässt überall im Gebäude die Energie kanalisieren und mümmelt sich sogar durch eine Tofu-Mahlzeit. Die Exotik bleibt allerdings ebenso Episode wie das Gastspiel von Franca Capari. Das gilt auch für den Feminismus, dem sich Brunettis Tochter Chiara (Laura-Charlotte Syniawa) verschreibt, nachdem ihr Freund Schluss gemacht hat. Nun schleppt sie eine Aktivistin an (Hannah Herzsprung), die Chiaras verblüfften Eltern erklärt, warum das Patriarchat dem Untergang geweiht ist.

Der eigentliche Fall kommt dabei fast zu kurz. Kein Wunder: Würde sich der Film (Buch: Holger Joos, Regie: Sigi Rothemund) auf die kriminalistische Ebene beschränken, wär's ein Kurzfilm geworden. Da Axel Milberg mitwirkt, fällt der Verdacht selbstredend auf Maxwell Ford, den Betreiber einer Bibliothek, die dem Gedenken der Helden aus den beiden Weltkriegen gewidmet ist. Ford profitiert ganz erheblich vom Tod der Studentin, denn natürlich tauchen die verschwundenen Kunstschätze wieder auf, und ausgerechnet Ford soll sie erben. Als Täter aber scheidet er aus, denn Claudia ist von einer Person gleicher Größe ermordet worden. tpg.

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Info

Plakat des Films: Donna Leon: Die dunkle Stunde der Serenissima

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2007

Genre: Thriller

Originaltitel: Donna Leon: Die dunkle Stunde der Serenissima

Regie: Sigi Rothemund

Drehbuch: Holger Joos

Musik: Stefan Schulzki, André Rieu

Produktion: Nico Hofmann, Benjamin Benedict

Kostüme: Bettina Catharina Proske

Kamera: Dragan Rogulj

Schnitt: Darius Simaifar

Ausstattung: Stephanie Ernst

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