Rotzfreche Satire über Gott und die Welt und die Kirche von "Clerks"-Regisseur Kevin Smith.

Kinostart: 20.04.2000

Ben Affleck

Ben Affleck
als Bartleby

Matt Damon

Matt Damon
als Loki

Linda Fiorentino

Linda Fiorentino
als Bethany

George Carlin
als Cardinal Glick

Salma Hayek
als Serendipity

Jason Lee
als Azrael

Jason Mewes
als Jay

Alan Rickman
als Metatron

Chris Rock
als Rufus

Bud Cort
als John Doe Jersey

Alanis Morissette
als Gottesmutter

Kevin Smith
als Stiller Bob

Jeff Anderson
als Waffenh

Brian O'Halloran
als Reporter

Janeane Garofalo
als Klinikschwester

Betty Aberlin
als Nonne

Dan Etheridge
als Priester in St. Stephens

Guinevere Turner
als Angestellte im Busbahnhof

Barret Hackney
als Stygian Triplets

Jared Pfennigwerth
als Stygian Triplets

Kitao Sakurai
als Stygian Triplets

Handlung

Die in einer Abtreibungsklinik Angestellte Bethany fühlt sich zum Kreuzritter berufen und versucht die Welt vor dem Untergang zu bewahren, den die zwei gefallenen Erzengel Loki und Bartleby beschwören, wenn sie durch ein bestimmtes Kirchentor in New Jersey schreiten sollten. Lokis und Bartlebys Weg zum Tor ist mit Leichen gepflastert.

Bethany, Angestellte in einer Abtreibungsklinik, fühlt sich zum Kreuzritter berufen und versucht die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Dieser würde eintreten, falls die beiden gefallenen Engel Loki und Bartleby durch ein bestimmtes Kirchentor in New Jersey schreiten. Doch damit würden auch alle ihre Sünden vergeben sein und sie könnten in den Himmel zurückkehren. Gott will das schießwütige Duo aber auf keinen Fall wiederhaben - schließlich wäre dadurch seine Unfehlbarkeit widerlegt.

Eine Angestellte einer Abtreibungsklinik versucht, den Weltuntergang zu verhindern, der eintreten würde, falls die beiden gefallenen Engel Loki und Bartleby durch ein bestimmtes Kirchentor in New Jersey schreiten. Independent-Filmer Kevin Smith ("Clerks") mit einer frechen Satire über die römische Kirche, für die er Stars wie Matt Damon, Ben Affleck, Linda Fiorentino und Salma Hayek gewinnen konnte.

Kritik

Gott ist eine Frau, Jesus war ein schwarzer Mann und die unbefleckte Empfängnis ist Humbug. Regisseur Kevin Smith ("Clerks", "Chasing Amy"), schon immer für seinen bissig-frischen Humor bekannt, legt sich in seiner neuesten Satire mit der katholischen Kirche an. Aufgrund des respektlosen Materials bekamen Produktionsfirma Miramax und vor allem Disney (waren schon 1994 mit dem kontroversen Drama "Priest" in des Teufels Küche geraten) kalte Füße. Und so landete Smith' teils komische, teils peinlich platte und biblisch lange Glaubensbestandsaufnahme im rotzfrechen Comicstil bei Lions Gate, die sich in den USA über einen Hit freuen dürfen: Mit einem Boxoffice von 21 Mio. Dollar nach drei Wochen hat "Dogma" bereits mehr eingespielt als Smith' drei vorangegangene Filme zusammen.

Dabei ist Smith' verworrenes Plotpourri keineswegs gotteslästerlich ausgefallen - im Gegenteil: Er gibt sich durchaus als Glaubender an eine höhere Macht zu erkennen. Lediglich organisierte Religion und falsche Frömmelei sind dem eloquenten Mann aus New Jersey ein Dorn im Auge. Als direkte Repräsentanten des Katholizismus treffen seine satirischen Spitzen eine zur Vergnügungssucht erwachte Nonne und einen geschäftstüchtigen Kardinal, der versucht, das Interesse an der Kirche mit einem jugendlichen Slogan und Fast-Food-Restaurant-ähnlichen Maskottchen zu steigern. Die restlichen Figuren sind neben der zur Kreuzritterin berufenen Abtreibungsklinikangestellten Bethany (Linda Fiorentino) und zwei "Propheten" in Gestalt von Jason Mewes und Kevin Smith (in den Rollen, die sie bereits in Smith' Jersey-Trilogie gespielt hatten) in erster Linie mystische Wesen. Bethany soll den Universumsuntergang verhindern, der eintreten würde, wenn die beiden gefallenen Engel Loki (Matt Damon) und Bartleby (Ben Affleck) durch ein bestimmtes Kirchentor in New Jersey schreiten. Damit würden alle ihre Sünden vergeben sein und sie könnten in den Himmel zurückkehren. Da Gott sie jedoch für ewige Zeiten aus dem Paradies vertrieben hatte, würde seine Fehlbarkeit bewiesen werden und die Welt aufhören zu existieren. Auf dem Weg zu ihrer Absolution beginnen die beiden Engel eine blutige Abschlachtkampagne, die in den USA in Anbetracht der Highschool-Massaker säuerlich aufstoßen könnte. Zum Gore & Guts regnenden Finale tritt Gott denn höchstpersönlich in Gestalt von Alanis Morrisette auf und wird dabei als ebenso albern wie allmächtig skizziert.

Weitere Mitspieler umfassen Janeane Garofalo als Abtreibungsärztin, Chris Rock als 13. schwarzer Apostel Rufus, Salma Hayek als strippende Muse Serendipity, Alan Rickman als Engel, der die Stimme Gottes verkündet, und Jason Lee als Dämon Azrael. Der Ton reicht von ungeniert ultra-vulgär zu philosophisch-sinnierend - eine direkte, aber inhaltlich doch auch tiefsinnigere Fortsetzung des gewohnten Smith-Stils. Natürlich ist "Dogma" starker Tobak, über den sich mancher echauffieren dürfte. Aber letztlich ist der wild ausufernde und nicht immer treffsichere Film auch erfrischend und liebenswert. Gerade Jugendliche könnten Gefallen daran finden - und sich unvermittelt mit Dingen auseinandersetzen, die sie als langweilig und unzeitgemäß empfinden. ara.

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Info

Plakat des Films: Dogma
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 20.04.2000

USA 1999

Länge: 2 h 8 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Dogma

Regie: Kevin Smith

Drehbuch: Kevin Smith

Musik: Howard Shore

Produktion: Scott Mosier

Kostüme: Abigail Murray

Kamera: Robert Yeoman

Schnitt: Scott Mosier, Kevin Smith

Ausstattung: Robert Holtzman, Elise G. Viola

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