Kühler Thriller nach "Das Fenster zum Hof"-Vorbild, in dem ein Teenager zu der Überzeugung kommt, sein Nachbar sei ein Serienmörder.

Kinostart: nicht bekannt

Shia LaBeouf

Shia LaBeouf
als Kale

Sarah Roemer
als Ahsley

Carrie-Anne Moss

Carrie-Anne Moss
als Julie

David Morse
als Mr. Turner

Aaron Yoo
als Ronnie

Jose Pablo Cantillo
als Officer Gutierrez

Matt Craven
als Daniel Brecht

Viola Davis
als Detective Parker

Kevin Quinn
als Mr. Carlson

Elyse Mirto
als Mrs. Carlson

Brandon Caruso
als Greenwood Boy 1

Luciano Rauso
als Greenwood Boy 2

Daniel Caruso
als Greenwood Boy 3

Handlung

Seit dem tragischen Tod seines Vaters kann der 17-jährige Kale (Shia LaBeouf) seine Aggressionen nicht mehr zügeln und kommt zum Leidwesen seiner hart arbeitenden Mutter Julie (Carrie-Anne Moss) dauernd mit dem Gesetz in Konflikt - bis ihn ein Richter zu drei Monaten Hausarrest verurteilt. Mit elektronischem Fußband ans Zimmer gefesselt, beginnt Kale die Nachbarschaft per Fernglas zu observieren. Dabei lernt er die süße Ashley (Sara Roemer) kennen, mit der er herausfinden will, was an Einzelgänger Turner (David Morse) nicht stimmt.

Als schnittige MTV-Ausgabe von Hitchcocks "Das Fenster zum Hof" wird der Klassiker ordentlich fürs Teenpublikum reloaded und mit straffer Handlung, die nicht mit Spannung geizt, kompetent von D. J. Caruso ("Taking Lives") mit Sinn für Paranoia und Serienmord erzählt.

Nach dem Tod seines Vaters zieht sich Kale Brecht in sich selbst zurück und eckt immer häufiger mit dem Gesetz an - sehr zum Missfallen seiner allein erziehenden und hart arbeitenden Mutter Julie, die nicht verhindern kann, dass Kale schließlich von einem Richter unter Hausarrest gestellt wird. Das geht noch mehr auf Kosten seiner Psyche: Er beginnt seine Nachbarn zu beobachten und ist schnell davon überzeugt, dass einer von ihnen ein Serienmörder ist.

Nach dem Unfalltod seines Vaters zieht sich Kale in seine eigene Welt zurück und eckt immer häufiger mit dem Gesetz an - sehr zum Missfallen seiner Mutter Julie, die nicht verhindern kann, dass Kale schließlich von einem Richter unter Hausarrest gestellt wird. Aus Langeweile beginnt er seine Umgebung zu beobachten, und entdeckt neben der hübschen Tochter eines Nachbarn vermeintlich Hinweise darauf, dass ein weiterer von diesen ein Serienmörder zu sein scheint. Schnell entwickelt sich ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel.

Kritik

Effektiver Teenthriller, der Hitchcocks Klassiker "Das Fenster zum Hof" ins digitale Zeitalter der MTV-Generation verpflanzt.

Seit James Stewart anno 1954 neugierig aus seinem Hinterhoffenster äugte, ist (Medien-)Voyeurismus um ein Vielfaches extremer geworden. Dank Kamerahandys, Camcorder und Computer ist inzwischen jeder ebenso potentieller Spitzel sowie mögliches Opfer verletzter Privatsphäre. Diese aktuelle Prämisse greift Regisseur D.J. Caruso ("Taking Lives") nach einem Drehbuch von Carl Ellsworth ("Red Eye") und Christopher Landon mit atmosphärischem Flair und visueller Stilsicherheit auf.

Nachdem der Vater des jungen Kale (Shia LeBoeuf aus "Transformers") bei einem Autounfall tragisch ums Leben kommt, benimmt sich der Junge mehrfach daneben. Ein unbeherrschter Faustschlag bringt Kale dreimonatigen Hausarrest auf Bewährung ein. Statt eines Gipsbeins wie bei Hitchcock ist es ein elektronisches Fußband, das ihn an seine Bleibe fesselt. Zunächst versucht er seine Langeweile in typischer Teeniemanier mit Junkfood, Kabelfernsehen und Videospielen zu überwinden, doch dann findet er notgedrungen eine neue Ablenkung: Mit Fernglas beobachtet er die vermeintlich spießigen Vorstadtnachbarn. Neben einem untreuen Ehemann, heimlich Pornos glotzenden Rotznasen und dem undurchsichtigen Einzelgänger Turner (David Morse) nimmt er bevorzugt seine sexy neue Nachbarin Ashley (apart: Sarah Roemer aus "Der Fluch 2") ins voyeuristische Visier. Sie freunden sich schnell an und gemeinsam mit dem witzigen Ronnie (Aaron Yoo sorgt lässig für den nötigen Humor) versuchen sie herauszufinden, ob Turner womöglich ein gefährlicher Serienkiller sein könnte. Alsbald überschlagen sich die Ereignisse.

Caruso hält ein straffes Tempo aufrecht und versteht es, die Spannungsschraube stetig anzuziehen, wenngleich die Story an sich recht konventionell ist. Zum Unterhaltungswert trägt beträchtlich die talentierte Schauspielerriege bei, allen voran LeBoeuf als Protagonist mit sympathischen menschlichen Macken und Marotten sowie Morse als kaltblütiger Killer. Richtig getroffen wird zudem der richtige Ton. Mit den lockeren Dialogen, lässigem Humor sowie der leichtherzigen Lovestory werden sich Teenager ohne Weiteres identifizieren können. Als kleiner Wermutstropfen erweist sich lediglich, dass hinsichtlich der Identität des Täters kaum Anstalten gemacht werden, ihn als zu Unrecht Verdächtigten erscheinen zu lassen. Das jugendliche Zielpublikum wird sich daran sicherlich nicht stören. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 9275 -1126

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Disturbia
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2007

Länge: 1 h 44 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Disturbia

Regie: D.J. Caruso

Drehbuch: Christopher Landon, Carl Ellsworth

Musik: Geoff Zanelli

Produktion: Joe Medjuck, Jackie Marcus, E. Bennett Walsh

Kostüme: Marie-Sylvie Deveau

Kamera: Rogier Stoffers

Schnitt: Jim Page

Ausstattung: Tom Southwell

Website: http://www.disturbia.de