Packendes, bestens besetztes Ensembledrama und clever verwobener Thriller um Missbrauch, Identitätsdiebstahl und Mobbing via World Wide Web.

Kinostart: 30.01.2014

Jason Bateman

Jason Bateman
als Rich Boyd

Hope Davis

Hope Davis
als Lydia Boyd

Frank Grillo
als Mike Dixon

Michael Nyqvist
als Stephen Schumacher

Paula Patton
als Cindy Hull

Andrea Riseborough
als Nina Dunham

Alexander Skarsgård
als Derek Hull

Max Thieriot
als Kyle

Colin Ford
als Jason Dixon

Jonah Bobo
als Ben Boyd

Haley Ramm
als Abby Boyd

Marc Jacobs
als Harvey

Die Handlung von Disconnect

In der Ehe von Derek und seiner Frau kriselt es, doch als sie erkennen, dass ihr Computer gehackt wurde, rücken sie wieder zusammen. Das bringt den Ex-Cop Mike, einen Spezialisten für Internetkriminalität, ins Spiel. Ihm entgeht, dass sein Sohn Jason einen Mitschüler namens Ben in sozialen Netzwerken mobbt. Es kommt zur Katastrophe, die Bens ewig beschäftigte Eltern aufrüttelt und an die Verantwortung für ihre Kinder erinnert. Und dann ist da noch die ehrgeizige Journalistin Nina Dunham, die eine Story wittert, als sie im Pornochat den 18-jährigen Kyle kennenlernt.

In der Ehe von Derek und seiner Frau kriselt es, doch als sie erkennen, dass ihr Computer gehackt wurde, rücken sie wieder zusammen. Das bringt den Ex-Cop Mike, einen Spezialisten für Internetkriminalität, ins Spiel. Ihm entgeht, dass sein Sohn Jason einen Mitschüler namens Ben in sozialen Netzwerken mobbt. Es kommt zur Katastrophe, die Bens ewig beschäftigte Eltern aufrüttelt und an ihre Verantwortung erinnert. Und dann ist da noch die ehrgeizige Journalistin Nina, die eine Story wittert, als sie im Pornochat einen 18-jährigen kennenlernt.

Verschiedene Leute, einander zunächst nicht näher bekannt, lernen von den Tücken des Internets auf die harte Tour. Episodisches Drama mit Starbesetzung um die Abgründe der neuen Medienwelt und die Folgen für unser Wesen.

Kritik zu Disconnect

Packendes, bestens besetztes Ensembledrama und clever verwobener Thriller um Missbrauch, Identitätsdiebstahl und Mobbing via World Wide Web.

Welche Gefahren birgt das Internet, wie beeinflusst es unser tagtägliches Leben? Dieser Frage geht Henry Alex Rubin in seinem Spielfilmdebüt "Disconnect" nach. Für seine Dokumentation "Murderball" (2005) wurde er für einen Oscar nominiert, seine Herkunft vom Non-fiction-Bereich ist beim Kinoerstling deutlich sichtbar. Nüchtern und funktional sind die Bilder, die Ästhetik realistisch gehalten, sein Augenmerk hat der Regisseur darauf gelegt, eine möglichst authentische Atmosphäre zu schaffen.

Vier Handlungsstränge - nebst mehreren Subplots - verwebt er zum cleveren Thriller, in dem es um die Symbiose von Mensch und Technologie geht. Die Welt ist vernetzt, via iPad, Smartphone und soziale Netzwerke. Die moderne Kommunikation hat unser Leben grundlegend verändert - nicht unbedingt zum Besseren. So wird der introvertierte Ben (Jonah Bobo) von zwei Mitschülern via Facebook gnadenlos gemobbt, das Ehepaar Hull (Alexander Skarsgård und Paula Patton) seiner Identität - und all seiner Ersparnisse - beraubt, während TV-Journalistin Nina Dunham (Andrea Riseborough) ihren Netzkontakt zum gutgläubigen 18-jährigen Sex-Worker Kyle (Max Thieriot) nutzt, um eine spektakuläre Geschichte über Porno-Chatrooms zu lancieren.

Die "Wir sind alle verbunden"-Prämisse ist nicht neu, Robert Altman mit "Short Cuts" oder Alejandro González Iñárritu mit "Babel" haben über dieses Phänomen reflektiert, noch nie aber hat sich ein Filmemacher so konsequent und nah an am Puls der Zeit damit befasst. Mit Empathie zeichnet Rubin seine Figuren, er beobachtet, wertet und dämonisiert nicht, zeigt nur was passieren kann, wenn das virtuelle Leben das wahre übernimmt. Dabei mutiert seine episodische Arbeit zum schleichenden, Haken schlagenden Thriller. Die Protagonisten sehen sich schließlich dazu gezwungen zu handeln und müssen die vermeintliche Sicherheit des World Wide Web verlassen.

Immer wieder brechen Spiegel und Fenster den Blick, Sein und Schein drohen zu verwischen, handgreiflich wird's sogar, plötzlich müssen die Figuren aus ihrer Anonymität heraustreten und sich ihren Problemen persönlich stellen. Dass das alles so glaubwürdig funktioniert ist Verdienst von Andrew Sterns intelligentem Drehbuch sowie des gut zusammengestellten, auf hohem Niveau agierenden Ensembles zu dem unter anderem auch Jason Bateman und Michael Nyqvist ("Verblendung") gehören. geh.

Wertung Questions?

FilmRanking: 32489 -6792

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
1
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Disconnect
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 30.01.2014

USA 2012

Länge: 1 h 55 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Disconnect

Regie: Henry Alex Rubin

Drehbuch: Andrew Stern

Musik: Max Richter

Produktion: Mickey Liddell, William Horberg, Jennifer Hilton

Kostüme: Catherine George

Kamera: Ken Seng

Schnitt: Lee Percy

Ausstattung: Dina Goldman

Website: http://www.disconnect.weltkino.de