TV-Drama um einen jungen Pianisten, der nach einem schweren Unfall querschnittsgelähmt bleibt.

Kinostart: nicht bekannt

Kostja Ullmann

Kostja Ullmann
als Luca

Hinnerk Schönemann

Hinnerk Schönemann
als Roderick

Jan Niklas
als Jargonov

Katja Weitzenböck
als Lynn

Fritz Karl
als Oskar

Cheyenne Rushing
als Josephine

Björn Casapietra
als Kuballa

Lars Rudolph
als Flo

Marlon Kittel
als Felix

Daniel Zillmann
als Manuel

Marvin Platzer
als Luca als Kind

Lenn Kudrjawizki
als Juri

Marie Colbin
als Frau Dr. Assaro

Nino Sandow
als Mike

Gabriel Walsh
als Boris

Mareike Lindenmeyer
als Moni

Alexander Wietersheim
als Martin

Luka Omoto
als Scarlett

Peter Rappenglück
als M

David Vogel
als Praktikant

Billie Zöckler
als Sekret

Jens Wassermann
als dicker Student

Attik Kargar
als T

Christian Schaeffer
als Mr. Oberwichtig

Nicola Goethe
als Barfrau

Sarah Mühlhause
als Manuela

Kritik zu Die Zeit, die man Leben nennt

Große Gefühle, ein großer Film: Sharon von Wietersheim erzählt in ihrem Melodram die Geschichte eines jungen Pianisten, der nach einem Unfall lernt, sein Schicksal anzunehmen.

Als "Prinz Jammerlappen" wird Luca (Kostja Ullmann) von seinem Leidensgenossen Roderick, genannt Rod (Hinnerk Schönemann), bespöttelt. Der vielversprechende Pianist ist seit einem Unfall querschnittsgelähmt und hadert mit seinem Schicksal, während die anderen Behinderten in der Reha-Klinik versuchen, das Beste daraus zu machen. Nachdem Luca versucht, sich umzubringen und Rod ihn rettet, freunden die beiden jungen Männer sich an. Nach und nach lässt sich Luca von dem Lebenswillen des an Muskelschwund erkrankten Freundes anstecken, doch Klavierspielen will er nicht mehr - zumal er zwar die Tasten, nicht aber die Pedale eines Klaviers bedienen könnte. Doch dann verschlechtert sich Rods Zustand rapide, niemand weiß, wie lange er noch leben wird. "Du bist der einzige von uns, der beweisen kann, dass wir uns nicht unterkriegen lassen" , überzeugt er Luca, sein Talent nicht brach liegen zu lassen.

Selbstmitleid oder Lebensmut, Aufgeben oder Kämpfen, Einsamkeit oder Freundschaft, das sind die Themen, um die diese deutsch-österreichische Koproduktion kreist. Sharon von Wietersheim erzählt stilsicher und stimmig, ohne zu viele Worte zu machen. Sie findet gemeinsam mit ihrem Kameramann David Sanderson die richtigen Bilder, ohne artifiziell zu sein und die Musik (Komponist: Wolfram de Marco), die vom Filmorchester Babelsberg eingespielt wurde, stützt die Geschichte, ohne sie zu erdrücken. Sogar als es um die Frage geht, ob und wie die jungen Männer ihre Sexualität leben können, sind die Szenen ohne Schmalz oder falsche Scham. Auch die Besetzung überzeugt: Kostja Ullmann ("Das Wunder von Berlin") ist als Luca ganz Gefühl, nicht alles, was er durchmacht, muss ausgesprochen oder gar diskutiert werden, man spürt es einfach. Hinnerk Schönemann ("Der Boxer und die Friseuse") ist die eigentliche Überraschung des Films, sein Roderick ist ehrlich, schonungslos und rührt ohne nach Mitleid zu heischen zu Tränen. Katja Weitzenböck spielt filigran, aber doch stark die Mutter, in einer Nebenrolle ist Björn Casapietra zu sehen, der als Schauspieler und Opernsänger das Konzertgeschäft ja aus eigener Anschauung kennt. Hier stimmt einfach alles. sw.

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Info

Plakat des Films: Die Zeit, die man Leben nennt

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2007

Genre: Drama

Originaltitel: Die Zeit, die man Leben nennt

Regie: Sharon von Wietersheim

Musik: Wolfram de Marco

Produktion: Dieter Pochlatko, Anja Uhland, Frank Meiling

Kostüme: Christina Neu

Kamera: David Sanderson

Schnitt: Dirk Vaihinger