Intimes Porträt eines an Krebs erkrankten jungen Mannes.

Kinostart: 20.04.2006

Daniel Duval
als Romains Vater

Marie Rivière
als Romains Mutter

Christian Sengewald
als Sasha

Louise-Anne Hippeau
als Sophie

Henri de Lorme
als Doktor

Walter Pagano
als Bruno

Die Handlung von Die Zeit die bleibt

Der dreißigjährige Pariser Modefotograf Romain (Melvil Poupaud) steht auf der Spitze des privaten und beruflichen Glücks, als ihn eine niederschmetternde Diagnose ereilt: Ein Hirntumor droht sein Leben binnen Monaten zu beenden, Heilungschancen liegen etwa bei Null. Romain reagiert mit Wut und Verzweiflung, lehnt Aufträge ab, brüskiert ahnungslose Freunde und Verwandte. Nur bei der Großmutter (Jeanne Moreau) findet er Halt. Da taucht eine Fremde (Valeria Bruni-Tedeschi) auf und äußert ihrerseits einen letzten Wunsch...

Dichtes Drama über das Leben, den Tod und die Suche nach Wahrheit. Zweiter, sehr persönlicher Teil seiner Trilogie über das Sterben von Francois Ozon ("8 Frauen").

Der hippe Pariser Modefotograf Romain hat alles, was ein 30-Jähriger begehrt - eine Karriere, einen netten Freund und eine schicke Maisonette Nach einer Ohnmacht bei einem Foto-Shooting befürchtet er, Aids zu haben. Aber die Diagnose des Arztes lautet Hirntumor im letzten Stadium, er hat nur noch wenige Monate zu leben.

Der attraktive Pariser Fotograf Romain hat Erfolg im Beruf, einen netten Freund und eine hübsche Wohnung. Doch eines Tages wird er bei einem Fotoshooting ohnmächtig. Wenig später verkündet der Arzt die niederschmetternde Diagnose: Romain hat einen Tumor in Kopf und nur noch wenige Wochen zu leben. Doch anstatt sich in eine Therapie zu stürzen, die zudem wenig Aussichten auf Erfolg besitzt, beschließt der Fotograf, die restliche Zeit, die ihm noch bleibt, mit jenen Menschen, die ihm wichtig sind, in vollen Zügen zu genießen.

Kritik zu Die Zeit die bleibt

Im zweiten Teil seiner Trilogie über den Umgang mit dem Tod nach "Unter dem Sand" zeichnet Francois Ozon das sehr persönliche und intime Porträt eines unheilbar an Krebs erkrankten jungen Mannes, die Suche nach der eigenen Wahrheit.

Der hippe Pariser Modefotograf Romain hat alles, was ein 30Jähriger begehrt - eine tolle Karriere, einen netten Freund und eine schicke Maisonette im In-Viertel. Nach einer Ohnmacht bei einem Foto-Shooting befürchtet er, Aids zu haben. Aber die Diagnose des Arztes lautet noch schlimmer: Hirntumor im letzten Stadium, er hat nur noch wenige Monate zu leben. Im Gegensatz zu Patrice Chéreaus "Mein Bruder" oder Isabelle Coixets "Mein Leben ohne mich" mit ihren sympathischen Protagonisten, ist Ozons Romain kein Sympathieträger, sondern ein arroganter Egomane, der auf den Gefühlen anderer herumtrampelt. In der Konfrontation mit dem Tod verweigert er Medikamente, teilt sich niemandem mit, reagiert auf die Krankheit mit sinnloser Wut - beschimpft seine Eltern, demütigt seine Schwester und wirft seinen Liebhaber aus der Wohnung. Ruhe findet er bei seiner Großmutter (Jeanne Moreau), der er sich anvertraut. Ozon überrascht auf der ganzen Linie, lässt bei aller Tragik auch schwarzen Humor zu, wenn die Oma den Enkel voller Sarkasmus fragt, ob er denn auch noch mal eine rauchen dürfte. In großer Nähe begleitet er den Kranken, der ganz langsam begreift und Ordnung in den Rest seines Lebens bringt. Dazu gehört auch die Versöhnung mit seiner Schwester und ein Gespräch mit dem Ex-Lover, der aber nichts mehr von ihm wissen will. Dass eine Fremde ihn in der Autobahnraststätte anspricht, ob er statt des unfruchtbaren Gatten ihr nicht ein Kind machen will, verleiht der Geschichte eine ganz neue Wendung, die nicht jedem gefallen muss. Die gemeinsame Liebesszene zwischen Ehemann, Frau und Samenspender wird zur Grenzerfahrung mit großer Zärtlichkeit. Auf der Suche nach sich und der Wahrheit macht Romain Fotos - für eine Erinnerung, an der er nicht mehr teilhaben kann. Melvil Poupauds Präsenz trägt den Film als harscher, dann wieder sehr unsicherer und feinsinniger Charakter. Eine sehr persönliche Betrachtung des Sterbens, die auf die Ambivalenz der Figur setzt, keinen Gutmenschen, sondern ein Individuum, das sich aufbäumt gegen das Schicksal und sich nach einer Katharsis darin fügt. Ozon stellt die Frage, der wohl jeder gerne ausweicht: "Was wäre wenn..."? mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 7154 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Die Zeit die bleibt
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 20.04.2006

Frankreich 2005

Länge: 1 h 21 min

Genre: Drama

Originaltitel: Le temps qui reste

Regie: François Ozon

Drehbuch: François Ozon

Produktion: Olivier Delbosc, Marc Missonnier

Kostüme: Pascaline Chavanne

Kamera: Jeanne Lapoirie

Schnitt: Monica Coleman

Ausstattung: Katia Wyszkop