Fesselnder Schulkrimi mit Jürgen Vogel als Lehrer, der mit seinen Schülern ein folgenschweres Experiment über die Verführbarkeit des Individuums startet.

Kinostart: 13.03.2008

Szenenbild aus Die Welle mit Jürgen VogelJürgen Vogel

Jürgen Vogel
als Rainer Wenger

Christiane Paul

Christiane Paul
als Anke Wenger

Frederick Lau

Frederick Lau
als Tim

Die Handlung von Die Welle

Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) wagt während der Projektwoche zum Thema "Staatsformen" einen pädagogischen Versuch, um seinen Schülern die Entstehung einer faschistischen Diktatur endlich einmal hautnah verständlich zu machen. Diese halten die Wiederholung von Nazi-Terror und Holocaust für ausgeschlossen, doch schon nach wenigen Tagen installiert sich eine Mini-Diktatur im Klassenzimmer. "Die Welle" gerät schnell außer Kontrolle.

Längst gehört Morton Rhues Jugendbuchklassiker zum Allgemeinbildungsgut an Schulen und zeigt auf erschreckende Weise, wie virulent der Faschismus bleibt. Dennis Gansel ("Napola") inszeniert packend und authentisch ein gefährliches Experiment, das 1967 tatsächlich stattfand.

Gleich zu Beginn seines Kurses über Autokratie sieht sich der als locker bekannte und für seine progressiven Ansichten geschätzte Lehrer Rainer Wenger mit dem Einwurf seiner Schüler konfrontiert, ein faschistisches System habe in unserer aufgeklärten Zeit ohnehin keine Chance mehr. Um die Schüler vom Gegenteil zu überzeugen, startet Wenger ein mehrtägiges Experiment, "Die Welle" - mit frappierendem Erfolg. Binnen kürzester Zeit verändert sich Wengers ganze Klasse, und der Lehrer auch. Bis Die Welle aus dem Ruder läuft.

Gleich zu Beginn seines Kurses über Autokratie sieht sich der als locker bekannte und für seine progressiven Ansichten geschätzte Lehrer Rainer Wenger mit dem Einwurf seiner Schüler konfrontiert, ein faschistisches System habe in unserer aufgeklärten Zeit ohnehin keine Chance mehr. Um die Schüler vom Gegenteil zu überzeugen, startet Wenger ein mehrtägiges Experiment, "Die Welle" - mit frappierendem Erfolg. Binnen kürzester Zeit verändert sich Wengers ganze Klasse, und der Lehrer auch. Bis die Welle aus dem Ruder läuft.

Kritik zu Die Welle

Publikumsnahe Stoffe, die unterhalten, gleichzeitig aber auch bewegen sollen, liegen Dennis Gansel am Herzen. "Die Welle" ist ein Paradebeispiel dafür.

Die Verfilmung der legendären "Third Wave"-Experimente, die der kalifornische Lehrer Ron Jones 1967 durchführte, um seine Schulklasse davon zu überzeugen, dass es auch nach den Erfahrungen mit dem Dritten Reich jederzeit möglich ist, wieder faschistische Strukturen zu schaffen, ist die logische Fortführung eines Themenkomplexes, den Gansel mit "Napola" begonnen hat. Er greift aber auch auf seinen bislang größten Kassenerfolg "Mädchen Mädchen!" zurück, in dem ihm ebenfalls das Innenleben und die Nöte Heranwachsender am Herzen gelegen waren. Der verführerische Reiz eines autokratischen Systems ist natürlich ein weitaus ernsterer Stoff. Folgerichtig hat Gansel die Geschichte mit seinem Koautor Peter Thorwarth unter Zuhilfenahme der originalen Manuskripte Jones' als packendes, dramatisch zugespitztes Melodram aufbereitet, in dem ein überaus beliebter, von Jürgen Vogel als ultimativer Kumpeltyp gespielter Lehrer, der privat die Ramones hört und auch sonst dem Antiautoritären nicht abgeneigt ist, seine Klasse in einem Kurs mit einfachen Mitteln zu einer gleichgeschalteten Gruppe formt, in der Andersdenkende radikal ausgegrenzt werden. "Die Welle" nennt der Lehrer das Projekt. Und einer Welle gleich gerät es außer Kontrolle, reißt die Beteiligten mit und bricht über ihren Köpfen zusammen, mit fatalen Folgen - womit die Macher weiter gehen als ein damals kontrovers diskutierter Fernsehfilm von 1981 zum selben Thema. Gerade weil die professionell gestaltete Erzählung so eine große Sogwirkung entfaltet, kann sich Gansel einfachen Antworten verweigern: "Die Welle" bietet labileren Figuren eben auch einen Zufluchtsort - und ist gerade deshalb so gefährlich. In bester Punkmanier bietet Gansel Individualismus und Kritikfähigkeit als Alternative zum zunächst coolen Gruppenzwang an. Und hat damit die Trümpfe in der Hand. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 13.03.2008

Deutschland 2008

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: Die Welle

Regie: Dennis Gansel

Drehbuch: Dennis Gansel, Peter Thorwarth

Musik: Heiko Maile

Produktion: Christian Becker

Kostüme: Ivana Milos

Kamera: Torsten Breuer

Schnitt: Ueli Christen

Ausstattung: Knut Loewe

Website: http://www.welle.film.de

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