TV-Krimi nach Motiven des gleichnamigen Romans der israelischen Autorin Batya Gur mit Heiner Lauterbach als Inspektor der Jerusalemer Mordkommission.

Kinostart: nicht bekannt

Heiner Lauterbach

Heiner Lauterbach
als Inspektor Michael Ochajon

Dvir Benedek
als Dani Balilati

Marie-Lou Sellem

Marie-Lou Sellem
als Ada Efrati

Nicole Heesters
als Klara Benesch

Michael Degen
als Mr. Rosenstein

Maria Schrader
als Orli Shoshan

Joachim Bliese
als Efraim Benesch

Alma Leiberg
als Zila Bachar

Gabi Amrani
als Ezra Baschari

Kais Nashif
als Yair

Geula Nuni
als Ne'lima Baschari

Ido Bartal
als Joram Benesch

Galil Giat
als Tali Rosenstein

Kritik zu Die Seele eines Mörders

Heiner Lauterbach als israelischer Kommissar in Jerusalem? Was auf den ersten Blick irritierend erscheinen mag erweist sich in der Roman-Verfilmung "Die Seele eines Mörders" als Volltreffer.

Rund 15 Jahre nachdem er als Freitags-Ermittler "Faust" im Einsatz war und gut 20 Jahre nach seinen Auftritten als "Eurocop" Thomas Dorn steigt Heiner Lauterbach erneut für das ZDF als Kriminalist in den Ring. Natürlich will man bei den Mainzern mit einem solchen Zugpferd die Aufmerksamkeit für die ambitionierte Batya-Gur-Verfilmung "Die Seele eines Mörders" steigern. Doch Lauterbach bringt nicht nur seinen guten Namen in das Projekt ein, er passt auch perfekt in die Rolle des Jerusalemer Oberinspektors Ochajon, der sich durch sein gelassenes und ruhiges Wesen und weniger durch spektakuläre physische Auftritte auszeichnet. Überhaupt ist die Besetzung - eine gesunde Mischung aus deutschen und israelischen Akteuren - absolut harmonisch.

Die besondere Stärke des Films liegt jedoch darin, dass er mit wesentlich mehr aufwartet, als einem packenden Krimi-Plot an einem im deutschen Formatfernsehen gänzlich unbekannten Schauplatz. Die Geschichte um den Mord an einer jüdisch-jemenitischen Anwaltsgehilfin führt bis zurück in die Konzentrationslager Nazi-Deutschlands. Einem Domino-Effekt gleich zieht das Schicksal überlebender Mengele-Opfer - die nach den Torturen durch den KZ-Arzt keine Kinder mehr bekommen konnten - neue Schicksale und Familiendramen nach sich. Einige der nach Israel emigrierten Opfer adoptierten Kinder, häufig, ohne sich ernsthaft nach deren Herkunft zu erkundigen. Und solch einem Schicksal war die Anwaltsgehilfin auf der Spur.

Ohne großes Aufheben und ohne die lineare Krimistruktur zu vernachlässigen erzählt "Die Seele eines Mörders" von diesem traurigen Kapitel in der Geschichte Israels. Allein beim eigentlich gut gewählten musikalischen Thema ging das Maß verloren. Es bleibt ein Mysterium, warum TV-Verantwortliche so selten auf die solitäre Kraft des Wortes und des Bildes vertrauen. fra.

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Info

Plakat des Films: Die Seele eines Mörders

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2009

Genre: Thriller

Originaltitel: Die Seele eines Mörders

Regie: Peter Keglevic

Drehbuch: Wolfgang Stauch

Musik: Jürgen Ecke

Produktion: Martin Hoffmann, Hermann Kirchmann

Kamera: Stefan Unterberger