TV-Thriller um eine Frau, die sich gegen ihren Erpresser wehrt.

Kinostart: nicht bekannt

Aglaia Szyszkowitz

Aglaia Szyszkowitz
als Vera Schlink

Bernhard Schir

Bernhard Schir
als Hannes Schlink

André M. Hennicke

André M. Hennicke
als Kurt Matzinger

Mavie Hörbiger
als Melli

Emily Matschnig
als Paula Schlink

Birgit Linauer
als Liane

Roswitha Szyszkowitz
als Kellnerin

Handlung

Vera Schlink ist ganz oben angekommen - davon zeugt schon die mondäne Wiener Penthouse-Wohnung. Nun ist sie auch noch zur Fondsmanagerin des Jahres gewählt worden - Ehemann und Tochter sind zu Recht stolz auf sie. Mit einer schicken Party wird das gefeiert. Ausgerechnet da taucht Kurt auf, ein Mann, den Vera schon lange kennt. Aus einer Zeit, als sie noch Lola hieß und er Alex. "Damals" war Hamburg, Rotlichtmilieu. Kurt landete wegen Veras Zeugenaussage im Gefängnis, sie machte steile Karriere. Und jetzt, findet zumindest Kurt, ist es Zeit abzurechnen.

Kritik

Den Genreregeln verpflichteter, von Robert Dornhelm versiert umgesetzter Thriller um eine Frau, die sich gegen ihren Erpresser wehrt.

Ganz oben ist sie angekommen, die gutaussehende Vera Schlink (Aglaia Szyszkowitz), davon zeugt das schick eingerichtete "Schöner wohnen"-Penthouse, von dessen Panoramafenstern sie die Wiener Innenstadt überblickt. Zur Fondsmanagerin des Jahres ist die Besitzerin einer Investment- Firma gerade gewählt worden, der Ehemann (Bernhard Schir) liebt sie und die gemeinsame Tochter (Emily Matschni) ist gut geraten. So viel Idylle, das kann nicht gut gehen, und schon nach wenigen Filmminuten zeigt die Vorzeigefassade Risse.

Robert Dornhelm, Österreicher rumänischer Herkunft, sonst eher Spezialist für historische Stoffe ("Anna Frank") und gepflegte Literaturadaptionen ("Krieg und Frieden"), hat sich an einem Thriller versucht, dessen solides Drehbuch vom im Genre einschlägig erfahrenen Uli Bree ("Bauernopfer") stammt und bei dem SWR, ORF und die Dor-Film-Produzenten Danny Krausz und Kurt Stocker ("Der Winzerkönig") ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen.

Von der Vergangenheit, die die Gegenwart beeinflusst, handelt "Die Schatten, die dich holen", von einem fiesen Zeitgenossen namens Kurt Matzinger (Andre M. Hennicke), der unerwartet wieder in Vera Schlinks Leben tritt und sie mit ihrer Prostituiertenvergangenheit konfrontiert und erpresst. Eine klassische Genrearbeit, Entführung, Gewalt und Action inklusive. Einer vermeintlich hilfsbereiten Nachbarin, als herzige Blondinen-Kindsfrau von Mavie Hörbiger angelegt, kommt eine Schlüsselrolle zu, Hennicke zieht als Bösewicht kräftig vom Leder, Szyszkowitz hat für ihren Part im Wiener Rotlichtmilieu Rollenstudien betrieben.

Die Volten des Plots sind für Krimifreunde wenig überraschend, dass der Spannungsbogen dennoch hält, ist Dornhelm geschuldet, der sich in Sachen Tempo, Timing und Erzählrhythmus (erneut) als versierter Handwerker erweist. Klar, perfekt kadriert und mit einem präzisen Blick fürs Detail, nur in der Halbwelt vielleicht etwas (zu) spekulativ, sind die Bilder des Ausnahmekameramannes Martin Gschlacht ("Atmen"), die dem Film seine Authentizität verleihen. Gut genutzt ist der Schauplatz Wien, das Finale am Donauhafen in der Nähe des Strandbads Kitzendorf besitzt absolut Kinoniveau. geh.

Wertung Questions?

FilmRanking: 37819 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Die Schatten, die dich holen

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland/Österreich 2011

Genre: Thriller

Originaltitel: Die Schatten, die dich holen

Regie: Robert Dornhelm

Drehbuch: Uli Brée

Musik: Roman Kariolou

Produktion: Danny Krausz, Kurt Stocker

Kostüme: Michaela Kovacs

Kamera: Martin Gschlacht

Schnitt: Ingrid Koller

Ausstattung: Thomas Vögel