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„Knockin' on Heavens Door“ trifft „Honig im Kopf“: Til Schweiger weckt mit „Die Rettung der uns bekannten Welt“ mal wieder die emotionale Seite in sich.

Kinostart: 11.11.2021

Die Handlung von Die Rettung der uns bekannten Welt

Wenn er und seine Familie es nicht besser wüssten, wirkt Paul (Emilio Sakraya) wir ein ganz normaler Teenager auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. Doch die Wahrheit sieht leider ganz anders aus: Paul ist bipolar, leidet Tag für Tag unter radikalen Stimmungsumschwüngen in seinem Kopf, denen er hilflos ausgeliefert ist. Besonders die emotionalen Tiefs machen Paul und seiner Familie zu schaffen - bis eine depressive Episode gar in einem Selbstmordversuch mündet.

Pauls alleinerziehender Vater Hardy (Til Schweiger) sieht leider keine andere Option mehr: Um Pauls Genesung voranzubringen und ihm eine Zukunft zu ermöglichen, bringt er ihn in ein Therapiezentrum für psychisch kranke Jugendliche. Doch die Entscheidung bringt vor allem Hardy in Verlegenheit, als seine anderen, deutlich jüngeren Kids plötzlich anfangen, Fragen zu Pauls Zustand zu stellen.

Um sich abzulenken, sucht Hardy kurz darauf Rat bei seiner Arbeitskollegin Anni (Bettina Lamprecht). Während sich der langsam verzweifelnde Hardy und Anni, die schon länger ein Auge auf ihren Kollegen geworfen hat, über ihre intensiven Gespräche Stück für Stück näherkommen, lebt sich Paul derweil in seiner neuen Umgebung ein. Dabei lernt er bald auch Toni (Tijan Marei) kennen, die ein Trauma aus Kindheitstagen bewältigen muss, nachdem sie von ihrem eigenen Onkel missbraucht wurde. Um ihr zu helfen, beschließt Paul eines Nachts, gemeinsam mit Toni zu fliehen und den Moment zu leben. Doch den Wettlauf gegen seine Krankheit kann er nur schwerlich gewinnen...

Die Rettung der uns bekannten Welt - Ausführliche Kritik

Nachdem sich Til Schweiger mit seinen letzten Projekten eher weniger mit Ruhm bekleckert hat („Die Hochzeit“), besinnt sich der Regisseur und Schauspieler nun mal wieder auf seine Stärken. „Die Rettung der uns bekannten Welt“ fühlt sich an wie ein moderner Mix aus Filmhits wie „Honig im Kopf“, „Knockin' on Heavens Door“ und „vincent will meer“, begeistert mit talentierten deutschen Nachwuchsdarstellern und zeigt auch Schweiger selbst mal wieder von seiner Schokoladenseite.

Herz und Seele des Films ist die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Paul und Hardy. Seit Til Schweiger Jungstar Emilio Sakraya zum ersten Mal auf der großen Leinwand gesehen hat, damals noch in der Crime-Komödie „Kalte Füße“ (2018), wollte der 57-Jährige den talentierten Charakterkopf für eines seiner Projekte verpflichten. „Ich war sofort von seinem Talent begeistert“, so Schweiger. „Als ich ihn anrief und mich mit ihm treffen wollte, dachter er, jemand würde ihn veralbern. [...] Er ist einfach wunderbar und hat großes Potenzial!“

Dass die beiden auch fern der Kamera eine gute Beziehung pflegen, merkt man der im Mittelpunkt stehenden Verbindung zwischen Sakrayas Paul und Schweigers Hardy sofort an. Doch nicht nur die Emotionalität zwischen Vater und Sohn zwingt uns hier gleich mehrere Taschentuchmomente auf. Auch die Intensität, mit der „Die Rettung der uns bekannten Welt“ auf die verschiedensten psychischen Konflikte eingeht, dabei speziell das Thema der bipolaren Störung mit viel Feingefühl bearbeitet, sorgt wieder und wieder für ganz besondere Szenen mit Gänsehautgarantie.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.11.2021

Genre:

Originaltitel: Die Rettung der uns bekannten Welt