Die Liebe ist ein seltsames Spiel und nicht selten haben Zufall und Schicksal die Hand im Spiel. Zehn Großstädter bekommen das so und ähnlich zu spüren und alle zehn Rollen werden verkörpert von Katja Riemann und Olli Dittrich. Romantik, Charme und viel Vergnügen!

Kinostart: 26.05.2011

Katja Riemann

Katja Riemann
als Peggy/Eva/Maria /Gabriela /Alexa

Olli Dittrich

Olli Dittrich
als Frieder/Paul/Stevie/Youssef/Yogi Swami Helmut

Leonard Carow

Leonard Carow
als Hanno

Sara Fazilat
als Merat

Jochen Wigand
als Texter

Tobias Schulze
als Kontakter

Mirko Lang
als Grafiker

Pujeh Taghdisi
als Sekret

Gabriele Schäfer
als Moni

Norman Karl
als Karl

Christoph Hemrich
als Udo Geyer

Broder B. Hendrix
als Arzt

Jennifer Boadu
als Gladys

Gisela Weismann
als Dr. Fr

Katharina Groth
als Nadja Heppner

Daniel Borgwardt
als Stumpe

Stefan Nagel
als Hallstein

Fawzi Rehmo
als Ahmad Al Safa

Andrea Badey
als Beraterin Samenbank

Bruno F. Apitz
als Helmut

Nadine Pasta
als Tanja

Handlung

Zehn Großstadtmenschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Suche nach der idealen Beziehung: Da ist Agenturchef Frieder, der seine esoterisch veranlagte Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, oder Fahrlehrer Paul, der glaubt, dass seine Frau, eine rassige Venezolanerin, ein Verhältnis mit dem Tanzlehrer hat. Und dann wäre da noch Daily-Soap-Star Alexa, die nach vielen Enttäuschungen in Pianospieler Stevie den Richtigen findet, während sich die spröde Beamtin Peggy doch tatsächlich in den Döner-Mann Youssef verliebt.

Zehn Großstadtmenschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Suche nach der idealen Beziehung: Da ist Agenturchef Frieder, der seine Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, oder Fahrlehrer Paul, der glaubt, dass seine Frau, eine rassige Venezolanerin, ein Verhältnis mit dem Tanzlehrer hat. Und dann wäre da noch Daily-Soap-Star Alexa, die nach vielen Enttäuschungen in Pianospieler Stevie den Richtigen findet, während sich die spröde Beamtin Peggy doch tatsächlich in den Döner-Mann Youssef verliebt.

Kritik

In Otto Alexander Jahrreiss' "Short Cuts"-Reigen der einsamen Seelen liefern Katja Riemann und Olli Dittrich mit einem doppelten Fünffachauftritt ein schauspielerisches Kabinettstückchen ab.

"Tauben auf dem Dach" war einmal der Arbeitstitel dieses tragikomischen Liebesreigens, in dem Regisseur Otto Alexander Jahrreiss in seinem ersten Kinofilm seit zwölf Jahren ("Alles Bob!") den Geheimnissen und Irrwegen der Liebe auf den Grund gehen möchte. Dass man schließlich das nüchtern-sachliche Wort "Relativitätstheorie" in den Titel packte, drückt zum einen aus, wie schwierig es ist, unsere Gefühlswelt in strukturierte Bahnen zu lenken (sofern wir dies überhaupt wollen?), zum anderen steht der Einsteinsche Begriff auch für die vielen emotionalen Facetten und Beziehungs-Konstellationen, denen die Protagonisten in diesem episodenartig angelegten Werk unterworfen sind. Zehn Großstadtmenschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Suche nach der idealen Partnerschaft. Und sie alle - und das ist der eigentliche Clou des Films - werden gespielt von lediglich zwei Schauspielern, Katja Riemann und Olli Dittrich.

Da ist zum Beispiel der Agenturchef Frieder, der seine esoterisch veranlagte Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, während diese in der Meditationsgruppe ihren Yogi Swami Helmut (Dittrich mit graumeliertem Rauschebart) anhimmelt. Oder Fahrlehrer Paul, der nach 35 Jahren Ehe plötzlich glaubt, dass seine Frau, die rassige Venezolanerin Gabriela, ein Verhältnis mit ihrem Tanzlehrer hat. Dann wäre da noch deren Tochter, der Daily Soap-Star Alexa, die immer wieder auf den falschen reinfällt und schließlich ausgerechnet mit dem potenziellen Samenspender für ihr lang ersehntes Baby, dem Pianospieler Stevie, anbandelt. Zu guter Letzt findet sogar die spröde Beamtin Peggy ihr Glück. Sie soll eigentlich die Döner-Bude von Youssef aus gesundheitspolizeilichen Gründen zu sperren, doch nach und nach findet sie Gefallen an dem charmanten Araber mit Goldkettchen und Ganzkörperbehaarung.

Natürlich ist "Die Relativitätstheorie der Liebe" die ideale Plattform für ein schauspielerisches Kabinettstückchen von Riemann und Dittrich. Doch während man ihm seine verschiedenen Charaktere - vor allem den Proleten Paul, aber auch den knuddeligen Libanesen Youssef und den arroganten, überkandidelten Werbe-Fuzzi Frieder - durchaus abnimmt, gelingt es Riemann nur bedingt, ihre Figuren mit Leben zu füllen. So wirkt etwa der spanische Akzent von Gabriela aufgesetzt und trotz aller maskenbildnerischen Anstrengung scheitert sie beim Versuch, gleichzeitig Mutter und Tochter glaubwürdig zu verkörpern. Neben Authentizität und moderner Frische fehlt ein wenig der Spaßfaktor, weil sich die Protagonisten zuweilen schlichtweg zu ernst nehmen. Spannend wird es dann, wenn die Make-Up-Künstler besonders effektiv zuschlagen und ihre Schauspieler in völlig verschiedene Menschen verwandeln, oder in jenen Szenen, wenn die digitale Tricktechnik zur Entfaltung kommt. Zum Beispiel bei der Vernissage in einer Galerie, bei der sich gleichzeitig zwei "Dittrichs" und drei "Riemanns" in einer Einstellung tummeln. Weil der - vielleicht etwas üppig geratene - Soundtrack ein paar Ohrwürmer wie "What a Wonderful World" oder "Yes Sir, I Can Boogie" bereit hält und Momente wie der leise Furz, der die Stille im Meditationsraum jäh durchbricht, oder die gebratene "Taube vom Dach" (siehe Arbeitstitel), die Gabriela ihrem lieben Ehemann serviert, für überwiegend Heiterkeit sorgen, ist diese "Short Cuts"-Version über einsame Seelen und andere traurige Randgruppen unserer Gesellschaft nicht nur "theoretisch", sondern auch "relativ", um Einstein ein letztes Mal zu bemühen, kurzweilig geraten. lasso.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 26.05.2011

Deutschland 2011

Länge: 1 h 36 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Die Relativitätstheorie der Liebe

Regie: Otto Alexander Jahrreiss

Drehbuch: Otto Alexander Jahrreiss

Musik: Martin Todsharow

Produktion: Nico Hofmann, Nina Maag, Thomas Peter Friedl, Nina Maag, Jürgen Schuster, Wolf Bauer, Manya Lutz

Kostüme: Ute Paffendorf, Michael Zinn

Kamera: Hannes Hubach

Schnitt: Piet Schmelz

Ausstattung: Sabine Rudolph

Website: http://movies.universal-pictures-international-germany.de/dierelativitaetstheoriederliebe/