Fortsetzung des spannend-gruseligen Thrillers, der Jean Reno auf der Suche nach einem Serienkiller in ein Kloster in den französischen Berge führt.

Kinostart: 08.04.2004

Jean Reno

Jean Reno
als Niemans

Benoît Magimel

Benoît Magimel
als Reda

Christopher Lee
als Heinrich von Garten

Johnny Hallyday
als der ein

Camille Natta
als Marie

Gabrielle Lazure
als Jesus“ Frau

Augustin Legrand
als Jesus

Die Handlung von Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

In einem abgelegenen Kloster hoch droben in den Bergen fließt beim Versuch, einen Nagel für ein neues Kruzifix einzuschlagen, Blut aus der Wand. Das Wunder entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eingemauerter Kadaver. Davon gibt es noch mehr, müssen Kommissar Niemans (Jean Reno) und sein Assistent Inspektor Reda (Benoît Magimel) bald feststellen. Im Laufe der Ermittlungen stoßen die Fahnder auf rätselhafte Aufzeichnungen und verstörende Vorzeichen, die es erst zu deuten gilt, um den oder die Mörder in Mönchskutte zu stellen.

Jean Reno goes "Name der Rose" in diesem atmosphärisch dichten Nachfolger zum Serienkiller-Hit "Die purpurnen Flüsse". Regie führt Olivier Dahan, das Drehbuch stammt von Luc Besson, und Christopher Lee ist auch mit von der Partie.

Grausame Leichenfunde bringen Kommissar Niemans und seinen ehemaligen Polizeischüler Reda auf die Spur unheimlicher Killer, die in Mönchskutten mit schier übermenschlichen Kräften Jagd auf eine Jesussekte machen. Hinter der Mordserie verbirgt sich der geheimnisvolle Plan eines gefährlichen Machtmenschen, der die Schlüssel zum Weltuntergang in seinen Händen hält.

Als Kommissar Niemans wegen eines mysteriösen Vorfalls in das Kloster Lothaire gerufen wird, macht er eine grausame Entdeckung - in einer Wand findet er eine eingemauerte Leiche. Während seiner Recherchen trifft er auf seinen ehemaligen Schüler Reda, der einem ähnlichen Fall bearbeitet. Schnell kommen die beiden auf die Spur unheimlicher Killer, die in Mönchskutten blutige Jagd auf eine Jesussekte machen. Als Niemans und Reda schließlich auf ein versiegeltes Buch stoßen, wird ihnen ein grausames Geheimnis offenbart.

Kritik zu Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

Drei Jahre nachdem in einer abgeschiedenen Alpenuniversität kreativ gezüchtet und gemordet wurde, wird Jean Renos Kommissar für außergewöhnliche Fälle an einen neuen Tatort gerufen. Dieses Mal geht es um nichts weniger als die biblische Apokalypse, ein ominöses, von Gott geschriebenes Buch und, wie "Die Passion Christi", um einen Mann namens Jesus, der seines Lebens, aber auch seiner Jünger beraubt werden soll. Weil schon der Vorgänger in den deutschen Kinos mit über 800.000 Zuschauern gut abschnitt, ist es wohl Vorbestimmung und kein Wunder, wenn dies auch dem Nachfolger gelingt.

War das Original noch eine Adaption eines Bestsellers von Jean-Christophe Grangé, so übernimmt das in Frankreich bereits sehr erfolgreiche Sequel die Hauptfigur des Kommissars Niemans (Reno), das Konzept zweier zusammenführender Fälle und den düsteren Background, um damit einen neuen Plot mit absurden Touch zu stricken, für den hier Frankreichs Hitgarant Luc Besson verantwortlich zeichnet. Für die Regie verpflichtet wurde Olivier Dahan, der in seinem fünften Kinofilm Stärken und Schwächen vereint, die für ehemalige Clipspezialisten nicht untypisch sind. Dazu gehören eine hyperaktive Kamera, ein gutes Gefühl für die Kinetik von Actionsequenzen und die Lust am Bild, aber auch sehr artifizielle Lichtsetzung und eine dramaturgische Gestaltung, die auf den Effekt setzt und Glaubwürdigkeit ignoriert. Bessons Drehbuch vermischt Sektenkult mit "Der-Name-der-Rose"-Atmosphäre, hat seine zentralen Schauplätze in einem abgelegenen Kloster, in Tunneln und Geheimgängen entlang der Maginot-Linie, des unfertig aufgegebenen französischen Verteidigungswalls. Meteorologisch dominiert der Regen, zeitlich die Nacht, während die Mönche des Klosters Lothaire im Auftrag eines mächtigen Hintermannes Jagd auf eine Jesus-Sekte machen, um die Sieben Siegel der Apokalypse zu öffnen, um über das Buch Gottes mit eben diesem "kommunizieren" zu können. Dafür aber müssen der moderne Jesus und seine zwölf Apostel, die die gleichen Namen und Berufe haben wie ihre biblischen Vorbilder, sterben. Diese Erkenntnis muss Niemans sich aber erst erarbeiten, gleichzeitig weitere Morde zu verhindern versuchen. Nach etwa 40 Minuten erhält er Unterstützung von einer Religionswissenschaftlerin, die mittlerweile bei der Polizei arbeitet, und seinem ehemaligen Schüler Reda, der ursprünglich in einem anderen Fall ermittelt.

Frankreichs in Kunst- und Kommerzfilmen gleichermaßen einsetzbare Allzweckwaffe Benoit Magimel spielt diesen Aktivposten, der wie schon Vincent Cassel im Vorgänger für den Körpereinsatz zuständig ist und mit Reno ein sympathisches Team bildet. Auch wenn die Handlung kaum Gründe liefert, ernst genommen werden zu müssen, und das geöffnete Buch Gottes im Unterschied zu Spielbergs Bundeslade wenig Spektakuläres zu bieten hat, können Thrillerfans im Copduo, vor allem aber einigen Actionsequenzen Kompensation finden. Dazu gehört auch eine frenetische, extrem vitale Verfolgungsjagd zu Fuß, die vorbildhaft für den Film insgesamt hätte sein müssen. Denn sie ist unglaubwürdig, aber trotzdem mitreissend. kob.

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Info

Plakat des Films: Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 08.04.2004

Frankreich 2004

Länge: 1 h 39 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Les rivières pourpres 2 - Les anges de l'apocalypse

Regie: Olivier Dahan

Drehbuch: Luc Besson

Musik: Colin Towns

Produktion: Alain Goldman

Kostüme:

Kamera: Alex Lamarque

Schnitt: Richard Marizy, Sophie Delecourt

Ausstattung: Olivier Raoux

Website: http://www.diepurpurnenfluesse2.de