Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Update des Karloff-Klassikers mit atemberaubenden Effekten. Unterhaltsamer Abenteuer-Horror-Mix.

Kinostart: 03.06.1999

Brendan Fraser

Brendan Fraser
als Rick O'Connell

John Hannah

John Hannah
als Jonathan

Rachel Weisz

Rachel Weisz
als Evelyn

Arnold Vosloo
als Imhotep

Kevin J. O'Connor
als Beni

Jonathan Hyde

Oded Fehr
als Ardeth Bay

Erick Avari
als Museumsdirektor

Stephen Dunham
als Henderson

Corey Johnson
als Daniels

Tuc Watkins
als Burns

Omid Djalili
als Aufseher

Aharon Ipale
als Pharao

Bernard Fox
als Winston

Patricia Velasquez
als Anck-Su-Namun

Carl Chase
als Hook

Mohammed Afifi
als Henker

Die Handlung von Die Mumie

Die schusselige Bibliothekarin und Schriftspezialistin Evelyn und ihr chaotischer Bruder Jonathan befreien Fremdenlegionär Rick aus dem Gefängnis, damit er ihnen den Wüstenweg zur verschollenen ägyptischen Totenstadt Hamunaptra zeigt. Sie liefern sich nicht nur ein Rennen mit einer konkurrierenden, amerikanischen Expedition, sondern werden auch noch vom dort begrabenen, mumifizierten Hohepriester gebührend empfangen.

Um der sicheren Hinrichtung in einem ägyptischen Gefängnis zu entgehen, stimmt der Abenteurer und Fremdenlegionär Rick O'Connell 1923 zu, ein Forscherteam nach Hamunaptra, der mitten in der Wüste gelegenen berüchtigten Stadt der Toten, zu führen. Dort soll sich ein legendärer Schatz befinden, der Glücksritter wie Archäologen gleichermaßen anzieht. Bewacht werden die Reichtümer aber von einer Mumie, in der der Hohepriester Imhotep, die Inkarnation des Bösen, steckt...

Um seiner Hinrichtung in einem ägyptischen Gefängnis zu entgehen, stimmt der Abenteurer Rick zu, ein Forscherteam nach Hamunaptra, der Stadt der Toten, zu führen. Die dort versteckten Reichtümer werden von einer bösartigen Mumie bewacht. Optisch beeindruckende Mischung aus Abenteuer, Action und Romantik, die statt auf klassischen Horror auf modernste Tricktechnik setzt.

Kritik zu Die Mumie

Die Entscheidung, den gleichnamigen Boris-Karloff-Horrorklassiker von 1932 aus den Archiven auszugraben und in ein neues familienfreundliches Zelluloid-Gewand mit aufwendigen Spezialeffekten zu schnüren, hat sich für das krisengeschüttelte Universal-Studio als Glücksgriff erwiesen. Am vergleichbar selben Wochenende wie der letztjährige Überraschungshit "Deep Impact" gestartet, konnte das humorvolle Actionabenteuer im Stile der "Indiana Jones"-Filme rekordbrechende 44,7 Mio. Dollar einspielen und die Sommer-Blockbustersaison würdig eröffnen.

Regisseur Stephen Sommers ("Das Dschungelbuch", "Deep Rising"), der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, war deutlich daran gelegen, kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie zu bieten. Das düster-romantische Schockeroriginal dient nach gründlicher Entstaubung auch bestenfalls als Anlehnung an das prächtige Popcorn-Spektakel, das sich in knapp 120 Minuten entfaltet. Es wurde genau darauf geachtet, die von ILM kreierten Effekte nicht allzu furchterregend zu gestalten. Stattdessen wird beherzt im selben augenzwinkernd-selbstironischen Sand wie schon "Die Jäger des verlorenen Schatzes" (oder zuletzt "Die Maske des Zorro") gewühlt. Die Harrison Ford/Errol Flynn-Rolle des charmant-schlagfertigen Haudegens ging an den sympathischen Unschuldsbolzen Brendan Fraser, der mit "George, der aus dem Dschungel kam" eine generationsumspannende Fangemeinde gewinnen konnte. Er spielt hier äußerst passabel den wagemutigen Fremdenlegionärs-Offizier Rick O'Connell, der sich anno 1923 mit der bildhübschen Bibliothekarin Evelyn (Rachel Weisz aus "Amy Foster - Im Meer der Gefühle") und deren weichlichen Bruder (John Hannah) auf eine Expedition nach Hamunaptra, der ägyptischen Stadt der Toten, begibt. Wie der opulente Prolog offenbart, handelt es sich dabei um die letzte Ruhestätte des verwerflichen Hohepriesters Imhotep, der vor über 3000 Jahren für seinen Mord am Pharao lebendig begraben wurde. Es dauert auch nicht lange, bis die mordlustige Mumie neues Leben erlangt und sich mit den Körperteilen verschiedener Expeditionsmitglieder vom mit glitschig-grauen Fleischresten bedeckten Skelett zum garstigen Glatzkopf in Gestalt von Arnold Vosloo vollständig regeneriert. Er hat es auf Evelyn als Menschenopfer abgesehen, um seine tote Geliebte ebenfalls auferstehen lassen zu können. Seine Jagd auf die junge Maid eröffnet nun die Bühne für die eigentliche Attraktion des Films: die teils atemberaubenden, teils kitschigen - ab und an allzu offensichtlich als computergeneriert erkennbaren - Effekte (eine weitere Parallele zu "Deep Impact"). So veranlaßt Imhotep eine Heuschreckenplage, es hagelt Feuerbälle vom Himmel, und die Sonne verfinstert sich. Er wirbelt als spektakulär-schreckeinflößender Sandsturm über die weitreichende Wüstenlandschaft, ist der Herr fleischfressender Skarabäus-Käfer (die unter der Haut ihrer Opfer zu knabbern beginnen) und kommandiert eine finstere Armee von Zombies und Skelettsoldaten, daß selbst Sam Raimi seine wahre Freude hätte. Doch Rick und Freunde bieten ihm leichtherzig mit parodistischen Einlagen Paroli.

Gedreht wurde in Marokko, nicht unweit von der Location des ultimativen Wüstenepos "Lawrence von Arabien", dem zu Beginn mit einer explosiven Kampfszene zwischen Legionären und den Tuareg Hommage gezollt wird. Neben der majestätischen Wüstenlandschaft wird mit den beeindruckenden Bauten ansehnlicher Augenschmaus geboten. Insgesamt mag Sommers sich mit seiner etwas unzusammenhängenden Inszenierung zwar nicht gerade als neuer Spielberg empfehlen, doch die erquickliche Verblendung von Action, Abenteuer, Camp und Romantik wird es auch in Deutschland es mit links verstehen, ein breites Publikum um seinen mumifizierten Finger zu wickeln. ara.

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Info

Plakat des Films: Die Mumie
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.06.1999

USA 1998

Länge: 2 h 5 min

Genre: Action

Originaltitel: The Mummy

Regie: Stephen Sommers

Drehbuch: Stephen Sommers

Buchvorlage: Stephen Sommers

Musik: Jerry Goldsmith

Produktion: Sean Daniel, James Jacks

Kostüme: John Bloomfield

Kamera: Adrian Biddle

Schnitt: Bob Ducsay

Ausstattung: Allan Cameron, Peter Russell, Tony Reading, Clifford Robinson, Giles Masters