Thriller um einen ehrgeizigen Enthüllungsjournalisten, der sich in einem Netz aus Lügen und Intrigen verstrickt.

Kinostart: 18.06.2015

Szenenbild aus Die Lügen der Sieger mit Florian David FitzFlorian David Fitz

Florian David Fitz
als Fabian Groys

Lilith Stangenberg
als Nadja Koltes

Horst Kotterba
als Hannes Hubach

Ursina Lardi
als Karina von May

Arved Birnbaum
als Carlo Bühler

Jakob Diehl
als Schütte

David C. Bunners
als General Justus Halmer

Cornelius Schwalm
als Günther

Tilo Werner
als Joker

Gottfried Breitfuß
als Nailly

Volker Ranisch
als Gassen

Irina Potapenko
als Fr. Kodolski / Fr. Kasten

Die Handlung von Die Lügen der Sieger

Fabian Groys, ein renommierter und nicht gerade uneitler Journalist eines politischen Nachrichtenmagazins in der Hauptstadt recherchiert mit der neuen und ehrgeizigen Praktikantin eine Story über den Selbstmord eines früheren Bundeswehrsoldaten und stößt dabei auf Verbindungen zu einem dubiosen Giftmüllskandal. Bald verstrickt er sich in ein Netz aus Macht und Manipulation, weiß nicht mehr, wem er noch trauen kann, wer ihn lächelnd belügt oder knallhart für eigene Zwecke einspannt.

Kritik zu Die Lügen der Sieger

Florian David Fitz als investigativer Journalist in einem brisanten Polit-Thriller über Lobbyisten-Macht und Medien-Manipulation.

Schon lange vor Whistleblower Snowdens Enthüllungen, Sony Hack oder der Ausweitung der brisanten BND-Affäre entwickelte Christoph Hochhäusler die Idee zu dieser Abrechnung mit der Arbeit von Lobbyisten. In seinem exquisit gefilmten und sehr modernen Polit-Thriller sind es die Herren im feinen Zwirn und Damen in teuren Kostümchen fernab jeder Kontrolle, die die Fäden ziehen, während Fabian Groys, ein renommierter und nicht gerade uneitler Journalist eines politischen Hauptstadt-Magazins felsenfest glaubt, selbst ein paar faulen Dingen auf der Spur zu sein. Erst einmal setzt er seine junge Kollegin an die Recherche über den Selbstmord eines ehemaligen Bundeswehr-Soldaten, der sich in einen Löwenkäfig stürzte. Als herauskommt, dass der wie andere Ex-Soldaten aus der gleichen Einheit in einer Recycling-Fabrik arbeitete und womöglich das Einatmen giftiger Stoffe psychische Störungen hervorruft, fährt Groys voll auf die heiße Story ab und verstrickt sich in ein Netz aus Macht und Manipulation, wird zum Spielball dunkler Interessen. Hochhäusler kontrastiert Journalistenalltag mit einer unsichtbaren Welt, in der dubiose Akteure hinter Glas und Stahl Strategien entwerfen. Nach Investmentbanking in "Unter dir die Stadt" geht es hier um die Medienindustrie, erneut setzt Hochhäusler auf Verschachtelungen, darf die Kamera mit Spiegelungen spielen, interessiert sie sich oft mehr für das Design als die Personen. Auch wenn manche Szenen bei diesem Mix aus Genrekonventionen sehr konstruiert wirken, folgt man gerne den Protagonisten auf ihrem Irrweg mit einer Abzweigung ins Romantische. Lilith Stangenberg punktet als leicht naive Praktikantin, Florian David Fitz als Reporter mit Faible für Porsche und illegalem Glücksspiel. Fitz, der als Zuckerkranker Insulin spritzen und für seine Spielsucht büßen muss, meistert den Spagat zwischen charmantem Sonnyboy und Selbstzweifler souverän, als ambivalent angelegte Figur macht er eine Entwicklung und Wandlung durch, er ist kein strahlender Held, sondern ein Strauchelnder. Weit weg von der spröden "Berliner Schule" ist die Geschichte des Scheiterns publikumsfreundlicher inszeniert und mit mehr "human touch". Wenn Hochhäusler genüsslich die Rolle der Medienmacher relativiert und den Einfluss politischer Lobbyisten als bestimmendes Element der Politik entlarvt, deckt er die Wunden des Systems auf und ist voll in der Gegenwart angekommen. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.06.2015

Deutschland/Frankreich 2014

Länge: 1 h 52 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Die Lügen der Sieger

Regie: Christoph Hochhäusler

Drehbuch: Ulrich Peltzer, Christoph Hochhäusler

Produktion: Bettina Brokemper

Kostüme: Peri de Bragança

Kamera: Reinhold Vorschneider

Schnitt: Stefan Stabenow

Ausstattung: Renate Schmaderer

Website: http://www.dieluegendersieger-derfilm.de