Washington 1865: Präsident Abraham Lincoln wird während eines Theaterbesuchs erschossen. Acht Verschwörer werden angeklagt, darunter auch eine Frau. Spannender Gerichtsthriller mit Robin Wright und James McAvoy in den Hauptrollen. Regie führte Hollywood-Ikone Robert Redford.

Kinostart: 29.09.2011

James McAvoy

James McAvoy
als Frederick Aiken

Robin Wright

Robin Wright
als Mary Surratt

Kevin Kline

Kevin Kline
als Minister Edwin M. Stanton

Evan Rachel Wood
als Anna Surratt

Tom Wilkinson
als Reverdy Johnson

Alexis Bledel
als Sarah Weston

Justin Long
als Nicholas Baker

Danny Huston
als Joseph Holt

James Badge Dale
als William Hamilton

Colm Meaney
als General David Hunter

Johnny Simmons
als John Surratt

Toby Kebbell
als John Wilkes Booth

John Cullum
als Richter Wylie

Jonathan Groff
als Louis Weichmann

Stephen Root
als John Lloyd

Handlung

Kriegsheimkehrer Hauptmann Frederick Aiken wird von seinem Mentor, dem ehemaligen Generalbundesanwalt, dazu gedrängt, die Witwe Mary Surratt zu verteidigen, die beschuldigt wird, in ihrer Pension die Attentäter Präsident Lincolns beherbergt zu haben. Die Frage lautet: Hat sie vom Komplott gewusst? Der fanatische Kriegsminister Edwin Stanton ist von ihrer Schuld überzeugt, drängt auf ein rasches (Todes-)Urteil und wird in seiner Ansicht von den meisten Nordstaatlern unterstützt. Ist ein fairer Prozess überhaupt möglich?

Bürgerkriegsheimkehrer Hauptmann Frederick Aiken wird von seinem Mentor, dem ehemaligen Generalbundesanwalt, dazu gedrängt, die Witwe Mary Surratt zu verteidigen, die beschuldigt wird, in ihrer Pension die Attentäter Präsident Lincolns beherbergt zu haben. Die Frage lautet: Hat sie vom Komplott gewusst? Der fanatische Kriegsminister Edwin Stanton ist von ihrer Schuld überzeugt, drängt auf ein rasches (Todes-)Urteil und wird in seiner Ansicht von den meisten Nordstaatlern unterstützt. Ist ein fairer Prozess überhaupt möglich?

Kritik

An Hand des historischen Prozesses hält Robert Redford in seinem sorgfältig gehandhabten Gerichtsfilm ein aufrüttelndes Plädoyer auf die US-Verfassung.

Er ist der letzte Aufrechte des amerikanischen (Independent-)Kinos, das ewige Sundance Kid, der unbeirrbare Streiter für Gerechtigkeit: Robert Redford. "Von Löwen und Lämmern", vom Krieg in Afghanistan und an der Heimatfront hat er zuletzt erzählt und nun ist er noch weiter in die US-Geschichte zurück gegangen. Um die "Lincoln Verschwörung" geht es ihm diesmal, um die Folgen des tödlichen Attentats auf den charismatischen 16. Präsidenten der USA, der die Sklaven befreite, sein Land vom Bürgerkrieg in die Neuzeit führte.

Auf einem Schlachtfeld lernt man den verwundeten Hauptmann Frederick Aiken (energisch: James McAvoy), einen überzeugten Nordstaatler, kennen. Es folgt die Ermordung des Staatsoberhaupts durch John Wilkes Booth und dann ist der Regisseur beim Thema: Dem auf Tatsachen basierenden Prozess gegen die drei Mitverschwörer und deren Wirtin Mary Surratt (stark: Robin Wright), die die Männer beherbergt und sich so zur Mittäterin gemacht hat. Aber hat sie vom Komplott gewusst? Aiken, im Zivilberuf Anwalt, übernimmt auf Drängen seines Mentors (wuchtig: Tom Wilkinson) widerwillig deren Verteidigung.

Ein Gerichtsfilm mit klassischen Parametern, basierend auf der Buchvorlage von James D. Solomon und Gregory Bernstein, ein Plädoyer auf die US-Verfassung, die sowohl in Zeiten des Kriegs und des Friedens Bestand haben sollte. Die Vergangenheit spiegelt die Moderne, im Subtext geht es natürlich um Abu Guhraib und Guantanamo, um das Recht des Stärkeren oder wie der Ankläger es auf den Punkt bringt: "Inter arma silent leges" - "Unter Waffen schweigen die Gesetze". Sorgfältig beleuchtet Redford die Standpunkte, Kläger und Beklagte kommen gleichermaßen zu Wort, den Gerichtssaal verlässt er immer wieder, um in Rückblicken die verschiedenen Aussagen zu bebildern, sie zu belegen oder ihnen zu widersprechen.

Wahrheitssucht ist eine komplexe Sache und auch Frage der Perspektive. Die einzelnen Figuren repräsentieren die verschiedenen Meinungen, die Schauspieler sind gut gewählt und agieren in Topform. Kevin Kline glänzt als fanatischer Kriegsminister, Evan Rachel Wood als Tochter der Angeklagten, Alexis Bledel als Frau an Aikens Seite. Funktional sind Kameraarbeit (Newton Thomas Sigel) und Soundtrack (Mark Isham), das eher karge Produktionsdesign ist dem 25-Millionen-Dollar-Budget geschuldet. Ein Film über Mutterliebe - ihr Sohn ist der einzige flüchtige Komplize -, Soldatenehre und den Durst einer Nation nach Rache. Und als Mahnmal leuchtet im Hintergrund immer wieder die Kuppel des Kapitols, dem Sitz des Kongresses, der Legislative der Vereinigten Staaten von Amerika.

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Info

Plakat des Films: Die Lincoln Verschwörung
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 29.09.2011

USA 2010

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Conspirator

Regie: Robert Redford

Drehbuch: James D. Solomon

Musik: Mark Isham

Produktion: Bill Holderman, Robert Redford, Greg Shapiro, Brian Peter Falk, Robert Stone, Webster Stone

Kostüme: Louise Frogley

Kamera: Newton Thomas Sigel

Schnitt: Craig McKay

Ausstattung: Kalina Ivanov, Melissa Levander

Website: http://www.tobis.de/film/die-lincoln-verschwoerung