Reifes Erstlingswerk um Liebesentwürfe zweier Generationen.

Kinostart: 26.08.2010

Tim Hoffmann
als Daniel

Michael Sideris
als Stefan

Katharina Linder
als Simone

Jürgen Rißmann
als J

Nicole Heesters
als Marens Mutter

Klaus Manchen
als Roberts Vater

Norma Raimondi
als Roberts Mutter

Ingrid Kaltenegger
als Yvonne

Sybille Schedwill
als Inga

Alexander Simon
als Jan

Leila Abdullah
als Helen

Klaus Bellinger
als Marc

Steffi Niederzoll
als Marie

Erik Goertz
als Gerd

Die Handlung von Die Liebe der Kinder - Irgendwas fehlt immer

Die alleinerziehende Maren lernt den alleinerziehenden Robert übers Internet kennen und lieben. Die Bibliothekarin gibt den Job auf und zieht mit Tochter Mira, 17, ins Haus von Robert und Sohn Daniel, 16. Anfangs läuft in der Patchwork-Familie alles harmonisch. Als Maren die Kinder im Bett erwischt, gerät ihr Leben aus dem Tritt. Verschärft wird die Situation, als Mira und Daniel die Schule aufgeben und auswandern wollen. Maren flüchtet sich in eine Affäre mit ihrem Verleger. Robert ist frustriert.

Kritik zu Die Liebe der Kinder - Irgendwas fehlt immer

Reifes Erstlingswerk von Franz Müller um Liebesentwürfe zweier Generationen, hervorragend gespielt und grandios fotografiert.

Nach eigenen Angaben interessierten Regisseur und Drehbuchautor Franz Müller, der mit Hauptpreisen in Schwerin und Biberach ausgezeichnet wurde, die unterschiedlichen Erwartungen und Glücksvorstellungen von Teenagern und Erwachsenen an die Liebe. Im Film geht das Surfen in diesem unbekannten Universum, von den allein erziehenden Eltern Maren (Marie-Lou Sellem) und Robert (Alex Brendemühl) aus. Die Bibliothekarin und der Baumschneider treffen sich nach Internet-Kontakt, Maren gibt den Job auf und zieht mit Tochter Mira, 17 (Katharina Derr), ins Haus von Robert und Sohn Daniel, 16 (Tim Hoffmann).

Anfangs läuft alles in der Patchwork-Familie harmonisch. Als Maren die Kinder im Bett erwischt, gerät ihr Leben aus dem Tritt. Verschärft wird die Situation, als Mira und Daniel die Schule aufgeben und auswandern wollen. Wie Müller die Krisensymptome der Älteren und die spontane Hingabe der Jüngeren inszeniert, steht in der Tradition ähnlich erwachsener und reifer deutscher Filme wie "Sommer '04", weil alle Figuren mit Verständnis gezeichnet werden. Die Paare stehen vor der Suche nach dem "normalen" bzw. "richtigen" Leben, von Maren, die eine Affäre mit ihrem Verleger beginnt, über Daniel, der bedingungslos Mira folgt, bis zu Robert, der mit Ohnmacht und Toleranz kämpft.

Müller gönnt den Jüngeren ein offenes Ende, den Älteren nach Trennung einen Neuanfang. In kurzen prägnanten Szenen spielen sich zwischen Düsseldorf und Köln Szenen vom Drängen der Frauen und Fragen nach dem Glück ab, die als "Irgendwas fehlt immer" beantwortet werden, aber nicht desillusionierend, sondern erfahrungsbejahend. Glänzend gespielt von den vier Hauptdarstellern, vor allem Sellem (seit "Winterschläfer" endlich wieder im Kino zu sehen), die zwischen Torschlusspanik und Schockstarre pendelt, und Brendemühl, den man als markanten Synchronsprecher kennt. Ein großes Lob gilt der meisterlichen Kameraarbeit von Christine A. Maier ("Nordrand", "Free Rainer"), die zu den Besten ihres Fachs zählt und unter anderem "Esmas Geheimnis" (Goldener Bär 2006) und "Zwischen uns das Paradies" (2010) aufnahm. ger.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 26.08.2010

Deutschland 2009

Länge: 1 h 26 min

Genre: Drama

Originaltitel: Die Liebe der Kinder - Irgendwas fehlt immer

Regie: Franz Müller

Drehbuch: Franz Müller

Musik: Tobias Ellenberg, Daniel Backes

Produktion: Harry Flöter, Jörg Siepmann

Kostüme: Hania Awaragi

Kamera: Christine A. Maier

Schnitt: Stefan Stabenow

Ausstattung: Tim Pannen

Website: http://www.dieliebederkinder.de