Alex betreut eine Behindertengruppe und meldet sie bei "Schweden sucht den Superstar" an. Feel-Good-Dramödie aus Schweden.

Kinostart: 20.09.2012

Ellinore Holmer
als Katarina

Maja Carlsson
als Kristina

Theresia Widarsson
als Filippa

Mats Melin
als Kjell-Ake

Vanna Rosenberg
als Hanna

Cecilia Forss
als Lisa

Sisi Uggla
als Josefin

Claes Malmberg
als Peter

Eva Funck
als Leifs Mutter

Marie Robertson
als Anna-Lena

Nadine Kirschon
als Laura

Dag Malmberg
als Micke

Handlung

Mag sich Alex auch für einen Helden halten - er hat es endgültig versaut und wird hochkant von seiner Freundin Lisa rausgeworfen. Der verantwortungsscheue Vollversager nimmt einen Job als Betreuer in einem provinziell gelegenen Behindertenheim an, um Lisa und seine 4-jährige Tochter zurückzugewinnen. Seine sorglose, aber liebenswerte Art kommt bei dem unter der strengen Pädagogik leidenden Behinderten-Trupp so gut an, dass Alex sie bei einem Talentwettbewerb anmeldet. Und damit konservativen Eltern, Kollegen und Vorgesetzten ein Dorn im Auge wird.

Alex hat es endgültig versaut und wird hochkant von seiner Freundin Lisa rausgeworfen. Der verantwortungsscheue Vollversager nimmt einen Job als Betreuer in einem provinziell gelegenen Behindertenheim an, um Lisa und seine 4-jährige Tochter zurückzugewinnen. Seine sorglose, aber liebenswerte Art kommt bei dem unter der strengen Pädagogik leidenden Behinderten-Trupp so gut an, dass Alex sie bei einem Talentwettbewerb anmeldet. Und damit konservativen Eltern, Kollegen und Vorgesetzten ein Dorn im Auge wird.

Alex betreut eine Behindertengruppe und meldet sie bei "Schweden sucht den Superstar" an. Unwiderstehliche Komödie aus Schweden, die unaufdringlich und unterhaltsam für die Integration Behinderter wirbt.

Kritik

Die Gutmenschen-Komödie um den Auftritt einer Behindertengruppe bei einer Talentshow war der schwedische Sommerhit 2011.

Das reale Vorbild von Lena Koppels ("Bombay Dreams") allerdings sehr frei erzählter Geschichte ist "Glada Hudik", Schwedens 1996 gegründetes Behinderten-Theater-Ensemble, das es sogar zu Broadway-Ehren brachte. Trotz aller Naivität und Klischeelastigkeit trägt die Tragikomödie um einen Slacker, der sich für eine vernachlässigte Gruppe geistig Behinderter einsetzt, das Herz am rechten Fleck und schafft es mühelos, zu Tränen zu rühren.

Eine Feel-Good-Variante des "Clubs der toten Dichter" erhebt sich aus den Niederungen einer Loser-Komödie um den arbeits- und verantwortungslosen Vollidioten Alex (Sverrir Gudnason, der Pontus aus der TV-Reihe "Mankells Wallander"), der sich vom Anti- zum Sympathen wandelt. Zunächst versaut er alles und wird vom Theater und seiner Freundin Lisa hochkant herausgeworfen. Um sie und seine 4-jährige Tochter zurückzugewinnen, nimmt er einen Job als Betreuer eines provinziell gelegenen Behindertenheims an.

Nun fährt er dem fehlerintoleranten, wenig pädagogischen Konzept, die Truppe mit Disziplin und Strenge von der Welt zu isolieren, mächtig in die Parade, in dem er die seit acht Jahren erfolglos andauernde Übung, sich die Schnürsenkel zu binden, durch den Vorschlag von Klettverschlüssen sabotiert. Gegen den Willen von halsstarrig-feigem Personal, Leitung und Angehörigen setzt er auf Kultur und Spaß, meldet die Schützlinge bei "Schweden sucht den Superstar" an.

Diesen Wandel vom Versager zum berufenen Humanisten vollzieht sich in sonniger skandinavischer Gemütlichkeit und mit liebenswerten Personal - gedreht wurde mit geistig Behinderten Schauspielern - gegen eine Reihe von (charakterlichen) Widerständen, die vorhersehbar und stereotyp ausfallen. Mag der amüsante, nichtsdestotrotz als Drama gut funktionierende Spaß auch nichts auslassen, auf seiner Mission, für die Rechte Behinderter einzutreten, reißt er emotionale Mauern nieder und ist eine herzerwärmende bis herzzerreißende Erfahrung. Besonders Ellinore Holmer als Asperger-Syndrom-Prinzessin Katarina bezaubert mit göttlicher Stimme. Mag die Überzeugung, in jedem Menschen stecke ein Talent, das man nur fördern müsse, naiv, wenn nicht verlogen sein, es tut der Freude keinen Abbruch. Schwankend zwischen Realitätsferne und -nähe, gelingt Koppel hemmungslos herzschmerziges Wohlfühlkino, das alle Voraussetzungen für einen Überraschungshit mitbringt. tk.

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Info

Kinostart: 20.09.2012

Schweden 2011

Länge: 1 h 41 min

Genre: Drama

Originaltitel: Hur många lingon finns det i världen?

Regie: Lena Koppel

Drehbuch: Trine Piil Christensen, Lena Koppel

Musik: Josef Tuulse

Produktion: Peter Possne, Peter Kropenin

Kostüme: Margareta Altin

Kamera: Rozbeh Ganjali

Schnitt: Mattias Morheden, Patrick Austen

Ton: Josef Tuulse

Website: www.mfa-film.de/kinofilme/kino-titel/kunst-sich-die-schuhe-zu-binden-die/

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