Die kleine Hexe auf der großen Leinwand: Der Klassiker von Otfried Preußler endlich als warmherziger Film für Familien. Mit Karoline Herfurth in der Titelrolle.

Kinostart: 01.02.2018

Handlung

Mit 127 ist die kleine Hexe (Karoline Herfurth) noch sehr jung. Für eine Hexe. Sie ist sogar zu jung, um an der wilden Feier zur Walpurgisnacht auf dem Blocksberg teilzunehmen.

Als sie sich trotzdem heimlich einschleicht und prompt erwischt wird, trifft sie der Zorn der übrigen Hexen. Die Oberhexe (Therese Affolter) verdonnert sie dazu, in nur einem Jahr alle 7892 Hexensprüche aus dem großen magischen Buch auswendig zu lernen. Das wäre schon schwierig genug, wenn die fiese Hexe Rumpumpel (Suzanne von Borsody) ihr dabei nicht auch noch Steine in den Weg legen würde.

Zum Glück hat die kleine Hexe den sprechenden Raben Abraxas (Axel Prahl) an ihrer Seite. Mit dessen Hilfe will sie rausfinden, wie man eine wirklich gute Hexe wird. Und was bedeutet „gut“ in dem Zusammenhang überhaupt?

In der ersten Realverfilmung wird die Welt aus dem Kinderbuchklassiker mit viel Liebe zum Leben erweckt. Dafür sorgen die Filmemacher, die mit „Das kleine Gespenst“ und „Heidi“ in den letzten Jahren bereits andere beliebte Klassiker erfolgreich ins Kino gebracht haben. Ein wahrlich magisches Kinoerlebnis für Groß und Klein.

Kritik

Liebevoll umgesetzte Realverfilmung von Otfried Preußlers Klassiker um eine ehrgeizige und vor allem aufmüpfige kleine Hexe.

Nach "Krabat" realisiert die Münchner Produktion Claussen+Putz mit "Die kleine Hexe" eine weitere Leinwandadaption eines Klassikers von Kinder- und Jugendbuchbestsellerautor Otfried Preußler. Als Regisseur engagierte sie ihren "Heidi"-Editor Michael Schaerer und als Schauspielerin der Titelheldin die populäre Karoline Herfurth. Die in komischen wie ernsten Rollen erfolgreiche Herfurth ist kein junges Mädchen, aber die kleine Hexe ist ja auch schon 127 Jahre alt, wie sie im Film mehrfach kokett betont. Herfurth bringt mädchenhafte Charme in die Rolle der aufmüpfigen Teenagerin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als eine gute Hexe zu werden und am Tanz der Hexen zur Walpurgisnacht teil zu nehmen. Sie bricht schon mal Regeln, indem sie ihre Kunst einsetzt, um Menschen zu helfen oder sie vor Kindern vorführt an einem Tag, an dem Zaubern verboten ist, doch sie lernt fleißig abertausende Zaubersprüche für die Prüfung.

Ein kleiner Coup ist die Besetzung ihres Raben mit dem jedermann aus dem Münsteraner "Tatort" bekannten Axel Prahl, der mit seiner sonoren Stimme und gemütlichen Sprache seiner CGI-Figur Leben einhaucht. Szenenbildnerin Eva Stiebler konnte sich austoben beim liebevoll-niedlichen Hexenhäuschen in einem Märchen-Wald, in dem sich Rehlein und Häschen zwischen Moos und Blümchen guten Tag sagen. Dazu passt auch der fröhliche, mit Gesang arbeitende Score von Diego, Nora und Lionel Baldenweg. Musik mit Einrichtungsgegenständen wird auch von der Titelheldin selbst gemacht. In dem für ein jüngeres Publikum als "Krabat" konzipierten, mit viel Slapstick und lustigen Zaubersprüchen zu allererst auf Komik ausgerichteten, von Effekten unterstützten Familienabenteuer verleihen die Kostüme von Katharina Ost und die Make-Up-Abteilung den alten Hexen mit Lust an der Übertreibung extravagante Gewänder - die sogar witzig ausklappbar sind wie bei der Oberhexe - und natürlich krumme Nasen und Warzen. Hübsch gemachtes Märchen, in dem die kleine Hexe und das Gute am Ende triumphiert. Wie es sich gehört. hai.

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Info

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Kinostart: 01.02.2018

Deutschland 2017

Länge: 1 h 43 min

Genre: Fantasy

Originaltitel: Die kleine Hexe

Regie: Michael Schaerer

Drehbuch: Matthias Pacht

Musik: Diego Baldenweg, Nora Baldenweg, Lionel Baldenweg

Produktion: Jakob Claussen, Uli Putz

Kostüme: Katharina Ost

Kamera: Matthias Fleischer

Schnitt: Wolfgang Weigl

Ausstattung: Eva Stiebler

Website: http://www.studiocanal.de/kino/die_kleine_hexe

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