Theaterverfilmung über die unterschiedlichen Ansätze zweier Lehrer, die acht britischen Schülern den Studientraum von Oxford oder Cambridge erfüllen wollen.

Kinostart: 17.05.2007

Richard Griffiths
als Hector

Frances de la Tour
als Mrs. Lintott

Andrew Knott
als Lockwood

Russell Tovey
als Rudge

Dominic Cooper
als Dakin

Samuel Barnett
als Posner

Jamie Parker
als Scripps

Sacha Dhawan
als Akhtar

Clive Merrison
als Direktor

Penelope Wilton
als Mrs Bibby

Adrian Scarborough
als Wilkes

Georgia Taylor
als Fiona

Handlung

Irgendwann in den 80er-Jahren. Acht Schüler müssen zum Nachhilfeunterricht in Geschichte. Denn nur so können sie die schwierige Aufnahmeprüfung von Oxford oder Cambridge bestehen. Aber dem schwulen Posner (Samuel Barnett), seinem Freund Dakin (Dominic Cooper), Klassenclown Timms (James Corden) und den anderen steht weniger der Sinn nach Lernen. Sex und Sport sind viel abwechslungsreicher als Bildung bei der widerlichen Mrs. Lintott (Frances de la Tour) und dem notenfixierten Rektor (Clive Merrison).

Klassenzimmer-Komödie, in der "King George"-Regisseur Nicholas Hytner ein Broadway-Bühnenstück adaptiert und dabei fast die gesamte Darsteller-Riege übernimmt. In Nostalgie gekleidetes Jugend-Drama auf den Spuren von "Club der toten Dichter".

An einer Schule im nordenglischen Sheffield bahnt sich 1983 eine akademische Revolution an. Acht Schüler qualifizieren sich für die Aufnahmeprüfungen an den Eliteunis von Oxford und Cambridge. In der Vorbereitung darauf kollidieren die Unterrichtsmethoden des verspielten, etwas altmodischen Veteranen Hector und des zielorientierten Jungdynamikers Irwin. Doch letztlich erweisen sich beide Ansätze als unverzichtbar.

An einer Schule im nordenglischen Sheffield bahnt sich 1983 eine akademische Revolution an. Acht Schüler qualifizieren sich für die Aufnahmeprüfungen an den Eliteunis von Oxford und Cambridge. In der Vorbereitung darauf kollidieren die Unterrichtsmethoden des verspielten, etwas altmodischen Veteranen Hector und des zielorientierten Jungdynamikers Irwin. Doch letztlich erweisen sich beide Ansätze als unverzichtbar, auch wenn Hectors Angewohnheit, seinen Schülern sehr nahe zu kommen, zwischenzeitlich zum Eklat führt.

Kritik

Kultivierte Verfilmung des Bühnenhits über zwei Lehrer, die acht Schüler tauglich für die britischen Eliteunis und das Leben machen.

Drei Jahre, nachdem Alan Bennetts Stück am National Theatre Premiere feierte und danach auch den Broadway eroberte, wird nun auch im Kino für die Bedeutung von Bildung geworben. Unter der Regie von Nicholas Hytner, der schon Bennetts "King George - Ein Königreich für mehr Verstand" zu kommerziellem Erfolg führte, und mit einer Besetzung aus Newcomern und Veteranen, die ihre Rollen bereits auf der Bühne ausfüllten. Schauplatz der nicht gerade action-, aber geistreichen Ereignisse ist eine Schule in Nordengland Anfang der Achtzigerjahre. Hier haben sich, zur Verzückung des bigotten Direktors, acht Schüler für die Aufnahmeprüfungen in Cambridge und Oxford qualifiziert, die in drei Monaten stattfinden sollen. Damit möglichst viele zugelassen werden, soll das Geschichtsverständnis der Boys auf das Ausleseverfahren der Bildungskathedralen zugeschnitten werden. Der junge, dynamische Oxford-Absolvent Irwin (Stephen Campbell Moore) übernimmt diese Aufgabe, formt die Schüler zielorientiert, lehrt sie, provokativ und spannend zu argumentieren. Dieser pragmatische manipulative Ansatz ist der Gegenentwurf zum essayistisch-verspielten, aber wahrheitsorientierten Unterricht des Lehreroldies Hector (Richard Griffiths), der auch Persönlichkeit und Sensibilität zu fördern versucht. Auf der Basis dieser Fundamentalreibung beobachtet der Film, wie seine "History Boys", darunter ein populärer Sonnyboy und ein Mitschüler, der ihn verliebt umkreist, auf das veränderte Unterrichtsklima reagieren, das zusätzlich Brisanz erhält, als Hectors wandernde Hände der Schulleitung bekannt werden. Unaufgeregt, ohne moralische Bewertung, wird dieser homoerotische Akzent von den volljährigen Schülern als Teil dieser Lehrerpersönlichkeit akzeptiert, während auf der Verwaltungsebene sofort die Bordgeschütze durchgeladen werden. Doch selbst dieser Konklikt ist nur eine Nebenfront: Im Mittelpunkt dieser erfrischend unschematischen Dramödie steht Wissens- und Persönlichkeitsbildung, steht Methodik, die sich trotz ihrer Kontraste ergänzt. Das ist mit Retro-Zitaten aus Literatur, Musik und Film vielleicht Spezialistenkino, aber klug, unterhaltsam und inspirierend. kob.

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Info

Plakat des Films: Die History Boys - Fürs Leben lernen

Kinostart: 17.05.2007

Großbritannien/USA 2006

Länge: 1 h 52 min

Genre: Drama

Originaltitel: The History Boys

Regie: Nicholas Hytner

Drehbuch: Alan Bennett

Buchvorlage: Alan Bennett

Musik: George Fenton

Produktion: Kevin Loader, Damian Jones, Nicholas Hytner

Kostüme: Justine Luxton

Kamera: Andrew Dunn

Schnitt: John Wilson

Ausstattung: John Beard

Website: http://historyboys-derfilm.de