Französische Komödie über vier Freunde in der Midlife-Crisis und ihre unterschiedlichen Beziehungs- und Eheprobleme.

Kinostart: 15.04.2004

Marc Lavoine
als Alex

Ludmila Mikaël
als Francoise

Fabienne Babe
als Lili

Zoé Félix
als Elsa

Florence Thomassin
als Juliette

Catherine Wilkening
als Nanou

Anna Gaylor
als Manus Mutter

Jules Stern
als Arthur

Caroline Gillain
als Margot

Amélie Gabillaud
als Viviane

Guillaume Crozat
als Nono

Rebecca Potok
als Marie-H

Myriam Lagrari
als Sandrine

Oliver Rosenberg
als Sohn

Simon Bonnel
als Sohn

Emilie Chesnais
als Charlotte

Die Handlung von Die Herzen der Männer

Ein Vierteljahrhundert gemeinsamer Vorstadterinnerungen verbindet Manu (Jean-Pierre Darroussin), Jeff (Gérard Darmon), Antoine (Bernard Campan) und Alex (Marc Lavoine), vier Herren im sogenannten besten Alter aus der Peripherie von Paris. Flott geht man auf die 50 zu, was niemanden daran hindert, ständig neue Beziehungskisten zu zimmern. Manu ist frisch verliebt in Juliette, Jeff hat eine neue Freundin, die seine Tochter sein könnte, Alex betrügt seine treue Nanou mit allem, was Brüste trägt, und Antoine lässt gerade seine Familie sitzen, weil ihn seine Frau betrogen hat.

Komplett um Liebe und die Freundschaft (und ein bisschen vielleicht noch um Fußball) dreht sich das ebenso tiefgründige wie unterhaltsame, mit geschliffenem Wortwitz reich gesegnete Spielfilmdebüt des französischen Autors und Filmemacher Marc Esposito.

Seit mehr als 25 Jahren sind Manu, Jeff, Antoine und Alex befreundet: Seit 25 Jahren spielen sie in einer Pariser Vorstadt im selben Footballteam und gehen nun stark auf die Fünfzig zu. Manu hat gerade seinen Vater verloren und ist frisch verliebt in Juliette. Jeffs Freundin, die halb so alt ist wie er, erwartet einen Heiratsantrag, doch Jeff trifft sich wieder mit seiner Exfrau Francoise. Obwohl er mit Nanou verheiratet ist, stürzt sich Alex in eine Affäre nach der anderen, während Antoine seine Familie verlässt, nachdem ihn seine Frau Lili betrogen hat.

Kritik zu Die Herzen der Männer

Ein französischer Film über die Freundschaft von vier unterschiedlichen Männern, die geradewegs auf die 50 zusteuern und Bekanntschaft mit ihrer jeweils persönlichen Midlife-Crisis machen: Der französische Autor und Regisseur Marc Esposito füllt sein Spielfilmdebüt mit der lebendigen Atmosphäre des Pariser Großstadtlebens, temporeichen Dialogen und reichlich Beziehungsproblemen, die das Leben der Freunde im Kern, aber nie ohne Aussicht auf Lösungen treffen.

Genauer gesagt geht es um den Mikrokosmos von vier typischen Parisern in den besten Jahren, die ihre Frauen im Großen und Ganzen schlecht behandeln: Da wäre Manu (Jean-Pierre Darroussin), Besitzer eines Feinkostgeschäfts, scheinbar verlässlicher Familienvater, der gerne ein Auge auf einsame, attraktive Kundinnen wirft. Da wäre Alex (der in Frankreich bekannte Sänger Marc Lavoine), der Journalist, der sich Seitensprünge erlaubt wie den täglichen Espresso, nämlich genauso regelmäßig. Da wäre Antoine (Bernard Campan), der Sportlehrer, dessen Haare ausgehen, und der seine Frau vor die Tür setzt, als er erfährt, dass sie ihn betrogen hat. Und da wäre Jeff (Gerard Darmon), der Älteste, der Medienboss, ein aalglatter Typ, geschieden, mit junger Freundin und Antworten auf alle Fragen. Die Jungs kennen sich seit 25 Jahren, haben gemeinsam Fußball gespielt, pokern regelmäßig zusammen, feiern all diese städtischen Rituale gemeinsam - das tägliche Mittagessen im Bistro, das Meisterschaftsspiel, die politischen Diskussionen, den Sport und die Liebe.

Ach ja, die Liebe: Es ist durchaus verblüffend, welche Unmenge an Plot und an Beziehungen im Leben der Freunde Platz finden: Der betrügende Ehemann, die betrügende Ehefrau; die misstrauische Verlobte, der verletzte Partner; eine Hochzeit, eine Beerdigung; Trennung und Versöhnung; Einzug und Auszug; heimliche Abtreibungen, ungewollte Schwangerschaft - und lebenslange Freundschaft.

Die Wahrheit ist, dass all die geschilderten Herzensangelegenheiten im Einzelnen durchaus wahrhaftig sind. Das Problem ist, dass der ehemalige Journalist Esposito sein Drehbuch, um all diese in zwei Stunden unterzubringen, auf sehr vereinfachte Formeln bringen musste. Da siegt kurz gesagt Quantität über Qualität, keine Krise geht tief genug, um als verletzend empfunden zu werden; alle Probleme sind nachvollziehbar, doch berühren nicht; die Ereignisse werden abgehakt wie eine Einkaufsliste im männlichen Alltag, der von den vier Schauspielern durchaus glaubwürdig dargestellt wird. Die auf die Dialoge konzentrierte und aus männlicher Sicht fabulierte Story hat ihren eigenen - männlichen - Humor und findet für jedes Problem eine Lösung. Frauen bestimmen auf passive Weise das Leben der nicht erwachsen werden wollenden Herrschaften, wenngleich sie in Person eher wenig Platz einnehmen. Sehr viel Raum füllt dagegen der Soundtrack, der gerne klingt, als liefe ein Schlagersender überlaut und ständig im Radio. So wird viel auf Atmosphäre gesetzt und auf die Oberfläche einer Männerfreundschaft, die sich von nichts und niemandem durchdringen lassen will. cm.

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Info

Plakat des Films: Die Herzen der Männer
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 15.04.2004

Frankreich 2003

Länge: 1 h 45 min

Genre: Drama

Originaltitel: Le coeur des hommes

Regie: Marc Esposito

Musik: Béatrice Thiriet

Produktion: Pierre Javaux

Kostüme: Francine Lapassade

Kamera: Pascal Caubere

Schnitt: Benoit Alavoine, Christian Dior

Ausstattung: Jean-Jacques Gernolle

Website: http://www.arsenalfilm.de/dieherzen/index.html