Komödie nach einer Cartoon-Serie um ein Internat voller aufmüpfiger Mädels.

Kinostart: 07.08.2008

Rupert Everett

Rupert Everett
als Camilla Fritton / Carnaby Fritton

Colin Firth

Colin Firth
als Geoffrey Thwaites

Jodie Whittaker

Jodie Whittaker
als Beverly

Lena Headey
als Miss Dickinson

Russell Brand
als Flash Harry

Mischa Barton
als JJ French

Anna Chancellor
als Miss Bagstock

Stephen Fry
als Quiz Gast

Celia Imrie
als Hausmutter

Toby Jones
als Schatzmeister

Caterina Murino
als Miss Maupassant

Fenella Woolgar
als Miss Cleaver

Gemma Arterton
als Kelly

Talulah Riley
als Annabelle

Lucy Punch
als Verity

Tamsin Egerton
als Chelsea

Amara Karan
als Peaches

Antonia Bernath
als Chloe

Juno Temple
als Celia

Handlung

Weit reicht der üble Ruf des Mädchen-Internats St. Trinians. Das anarchistische Institut ist dem Bildungsminister Thwaites (Colin Firth) ein Dorn im Auge. Seine Ex-Freundin und Direktorin Mrs. Fritton (Rupert Everett) muss die kurz vor der Insolvenz stehende Schule retten. Das sexy Trio Chloe (Antonia Bernath), Chelsea (Tamsin Egerton) und Peaches (Amara Karan), aber auch Kelly (Gemma Arterton) und Annabelle (Talulah Riley) helfen auf jeweils ihre Art.

Die englandweit erfolgreiche Girl-Power - zuerst als Cartoon, hernach als TV-Serie - überzeugt auch in der Kinoversion von Oliver Parker ("Ein perfekter Ehemann"). Unverfrorener Humor jeglichen Kalibers peppt das rabenschwarze Revival gehörig zur frechen Internatskomödie auf.

St. Trinian ist ein Mädchen-Internat, in dem Rock'N' Roll angesagt ist. Die Girls tragen Minimal-Mini, gebärden sich als Gothic Punks oder Cheerleader-Schlampen und gehen auch schon mal auf Kunstraubtour. Die gestrenge, aber kiffende Millicent Fritton ist die Direktorin. Und der will es der neue Bildungsminister Geoffrey Thwaits heimzahlen und die unkonventionelle Lehranstalt schließen lassen.

St. Trinian ist ein Mädchen-Internat, in dem Rock'n' Roll angesagt ist. Die Girls tragen Minimal-Mini, gebärden sich als Gothic Punks oder Cheerleader-Schlampen und gehen auch schon mal auf Kunstraubtour. Die gestrenge, aber kiffende Millicent Fritton ist die Direktorin. Und der will es der neue Bildungsminister Geoffrey Thwaits heimzahlen und die unkonventionelle Lehranstalt schließen lassen. Nur eine Sache hat der heuchlerische Saubermann dabei falsch eingeschätzt: die geballte Girl-Power von St. Trinian.

Kritik

Rock'n'Roll statt rhythmischer Sportgymnastik, Hasch statt High Tea. Die selbstbewussten Elevinnen vom britischen Traditionsinternat sind poppig-bunt in der Neuzeit angekommen.

Hit-Recycling ist keine Hollywood-spezifische Angelegenheit. Siehe Oliver Parker und Barnaby Thompsons "Die Girls von St. Trinian", eine Wiederbelebung der populären "St. Trinian"-Filmserie von Frank Launder und Sidney Gilliat, die wiederum auf den Cartoons von Ronald Searle basiert. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges erschienen die im titelgebenden Mädcheninternat angesiedelten Bildergeschichten erstmals im britischen Monatsmagazin Lilliput, 1954 erwachten "Die Schönen von St. Trinians" auf der Leinwand zum Leben. Alastair Sim hinterließ als Millicent Fritton einen nachhaltigen Eindruck, als viktorianisch erzogene, dennoch liberale Direktorin, die wunderbar indigniert dreinzublicken verstand. Diesen saftigen Part hat in der Neuverfilmung Rupert Everett ("Stage Beauty") übernommen, und der spielt die gestrenge, dem Whisky nicht abholde Dame als Mischung aus kesser Kokotte und tuntigem Transvestiten. Was durchaus Rückschlüsse auf den Grundton der Arbeit zulässt, bei der von englischem Understatement und blasierter Noblesse wahrlich nichts (mehr) zu spüren ist.

Searles ausdrucksstarke Zeichnungen inklusive ihres anarchischen Witzes wurden in die Jetztzeit transportiert, die schon damals rebellischen und unabhängigen Mädchen den heutigen Lebensumständen angepasst. Das heißt, dass der Internatsalltag aus purem, fetten Rock'n'Roll besteht. Die kiffende Direktorin ist pretty in pink, ihre Schutzbefohlenen frönen je nach Gusto dem gesundheitsgefährdenden Minimal-Mini, dem Gothic Punk, sind Emos oder üben sich als Cheerleader-Schlampen fürs spätere Berufsleben. Doch da trifft die Hiobsbotschaft ein: Vielleicht wird's erst gar nichts mit dem avisierten lockeren Schulabschluss. Geoffrey Thwaits (Colin Firth), dem neuen Bildungsminister, ist die unkonventionelle, verkommene Lehranstalt ein Dorn im Auge, ein Schandfleck, der von der schulischen Landkarte wegradiert gehört - mit dem herrlichen Nebeneffekt, dass er so seiner Ex-Flamme Ms. Fritton ordentlich eins auswischen kann. Nur eine Sache hat der heuchlerische Saubermann dabei falsch eingeschätzt: die geballte Girl-Power von St. Trinian.

Und die fällt denn auch gleich positiv ins Auge. Optisch vor allem. Da geben sich unter anderem zwei Bond-Girls, ex (Caterina Murino) und neo (Gemma Arterton), eine spartanische Englischlehrerin (Lena Headey aus "300"), ein schräges Supermodel (Lily Cole) sowie bildhübsche Newcomerinnen wie Talulah Riley und Amara Karan ("Darjeeling Limited") die Klinke in die Hand. Während einige der ganz ausgeschlafenen, jedoch nicht unbedingt fairen Mädels zwecks Imageaufpolierung an einem von Multitalent Stephen Fry (als Stephen Fry) moderierten Wissensquiz in der National Gallery teilnehmen, üben sich die anderen zeitgleich zwecks Geldbeschaffung in der Kunst des Kunstraubs. Geklaut werden soll Jan Vermeers "Das Mädchen mit dem Perlohrring" - oder wie Chelsea (Tamsin Egerton) treffender sagt: "Oh mein Gott! Wir sollen Scarlett Johansson stehlen?" Zu anspruchsvoll? Kein Problem. Auf ewig zündende Furzwitze wird nicht verzichtet und es kommt auch zu Verwechslungen zwischen vermeintlichen Mini-Zigarren und Tampons. Sprich: die Prise "American Pie" für Girls. Vorangetrieben wird die Handlung von einem poppig-hippen Soundteppich, der über so manche Ungereimtheiten hinweghilft. geh.

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Info

Plakat des Films: Die Girls von St. Trinian
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 07.08.2008

Großbritannien 2007

Länge: 1 h 41 min

Genre: Komödie

Originaltitel: St. Trinian's

Regie: Oliver Parker, Barnaby Thompson

Drehbuch: Piers Ashworth, Nick Moorcroft

Musik: Charlie Mole

Produktion: Oliver Parker, Barnaby Thompson

Kostüme: Penny Rose, Rebecca Hale

Kamera: Gavin Finney

Schnitt: Alex Mackie

Ausstattung: Amanda McArthur

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