Joseph Vilsmaiers Verfilmung des klassischen Stoffs nach einer Kurzgeschichte von Franz von Kobell, in dem der Brandner Kaspar den Boanlkramer in ein Kartenspiel verwickelt, um eine längere Lebenszeit herauszuschlagen.

Kinostart: 16.10.2008

Franz Xaver Kroetz

Franz Xaver Kroetz
als Brandner Kaspar

Michael Bully Herbig

Michael Bully Herbig
als Boanlkramer

Lisa Maria Potthoff

Lisa Maria Potthoff
als Nannerl

Peter Ketnath
als Toni

Sebastian Bezzel
als Fonse

Alexander Held
als Kugler Alois

Jürgen Tonkel
als Girgl

Detlev Buck
als Karl Wilhelm von Zieten

Herbert Knaup
als Erzengel Michael

Jörg Hube
als Petrus

Elisabeth Trissenaar
als Theres

Handlung

Büchsenmacher Brandner Kaspar wildert auch mit nunmehr 69 Jahren noch unverdrossen im Tegernseer Tal. Der Witwer trotzt Fressfeinden und Obrigkeit, doch als kurz vor dem 70. Geburtstag der Boanlkramer an die Tür seines Hofes klopft, um ihn ins Jenseits zu geleiten, schlackert der Kaspar mit den Ohren. Doch das Schlitzohr füllt den Gevatter Tod (Michael Bully Herbig) mit Schnaps ab und erschwindelt sich beim Kartenspiel weitere 20 Jahre Lebenszeit.

Dramatisch und komisch geht's zu in dem klassischen bayerischen Volksstück, das Joseph Vilsmaier ("Comedian Harmonists") mit Besetzungscoup adaptiert: Comedy-King Michael Bully Herbig als Sensenmann vergällt Franz Xaver Kroetz ("Kir Royal") den dreist erschwindelten Lebensabend.

Der Tegernseer Büchsenmacher Brandner Kaspar hat es faustdick hinter den Ohren und hält sich mit Wilderei in den umliegenden Wäldern über Wasser. Kurz vor seinem 70. Geburtstag steht der Boanlkramer vor der Tür, um den Brandner Kaspar ins Jenseits zu geleiten. Der macht den Tod betrunken und verwickelt ihn in ein Kartenspiel, um weitere 20 Lebensjahre herauszuschlagen. Der Brandner Kaspar gewinnt, muss aber schon bald feststellen, dass ein Mehr an Leben nicht unbedingt ein Mehr an Glück bedeutet.

Der Tegernseer Büchsenmacher Brandner Kaspar hat es faustdick hinter den Ohren und hält sich mit Wilderei in den umliegenden Wäldern über Wasser. Kurz vor seinem 70. Geburtstag steht der Boanlkramer vor der Tür, um den Brandner Kaspar ins Jenseits zu geleiten. Der macht den Tod betrunken und verwickelt ihn in ein Kartenspiel, um weitere 20 Lebenjahre herauszuschlagen. Der Brandner Kaspar gewinnt, muss aber schon bald feststellen, dass ein mehr an Leben nicht unbedingt ein mehr an Glück bedeuten.

Kritik

Joseph Vilsmaier verfilmt das populäre deutsche Volksstück vom "Brandner Kaspar" mit Franz Xaver Kroetz als gewitztem Wilderer, der den "Boanlkramer" Michael Bully Herbig überlistet.

Als kleiner Junge nahm ihn sein Vater, Fahrer bei der Bavaria, 1949 mit nach Berchtesgaden zu den Dreharbeiten des Brandner Kaspar mit Paul Hörbiger und Carl Wery. Knapp 60 Jahre später erfüllt sich Joseph Vilsmaiers größter Wunsch, wenn er nach der Geschichte von Franz von Kobell vom Büchsenmacher erzählt, der selbst mit 69 im Tegernseer Tal noch heftig wildert, auch wenn darauf Gefängnis steht. Mit seiner Enkelin Nannerl und dem Knecht Toni lebt der Witwer auf seinem Hof und legt sich gerne mit der Obrigkeit an, vor allem mit dem reichsten Bauern und Bürgermeister der Gemeinde, dem er Geld schuldet und der ihm nur allzu gern das Haus abluchsen möchte. Aber Brandner hat vor nix und niemandem Angst. Bis eines Nachts Gevatter Tod auftaucht und ihn in die ewigen Jagdgründe entführen will. Erst fährt ihm der Schrecken in die maroden Knochen, dann füllt er den "Boanlkramer" mit hochprozentigem Kirschschnaps ab und betrügt den Trunkenen beim Kartenspiel mit einem Trick, erschwindelt sich weitere 21 Lebensjahre. Der Bote aus dem Jenseits darf ihn erst an seinem 90. Geburtstag abholen. Doch das Schicksal zeigt ihm die Rote Karte.

Deftig geht es zu in diesem Schwank, bei dem Jörg Hube als Petrus im Paradies mit Bier, Brezn und Leder behosten Engeln das Zepter schwingt. Ein kleines Oktoberfest. Beim Probegucken bleibt der Brandner Kaspar gleich da, trifft er doch alle seine Lieben wieder, auch das inzwischen gestorbene Nannerl. Sogar das Fegefeuer wird ihm erlassen. Vilsmaier spielt bei der dritten Verfilmung der Volkslegende mit Lust auf der Klaviatur naiver Filmkunst, die Figuren sind klar definiert, böse oder gut, durchtrieben oder dämlich. Franz Xaver Kroetz mimt nach 27jähriger Leinwandabstinenz den schlitzohrigen Sturkopf als "gscherten und gscheiten Bayern" sensationell gut, Michael "Bully" Herbig den Tod in schwarzer Kutte und Maske harmlos-herzlich mit viel Komik-Potenzial, Detlev Buck den preussischen General a.D. mit schnarrendem Ton und Sympathie. Unschlagbar als Darsteller die wuchtigen Berg-Panoramen in den Dolomiten und der Benediktenwand im Voralpenland, vor deren majestätischer Kulisse die Handlung abläuft. Im bewussten Gegensatz dazu die im Studio gedrehten Szenen im Himmel der Bayern von reizender Einfachheit und dazu passenden Spezialeffekten, populäres Volkstheater auf der Leinwand aus einer Mischung von Traditionsbewusstsein, Chuzpe und Modernität. Ob es im "bayerischen Halloween-Film" allerdings "Boandlkramer" statt "Boanlkramer" heißen müsste, daran scheiden sich die Geister. Spaß macht's trotzdem. mk.

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Info

Plakat des Films: Die Geschichte vom Brandner Kaspar
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 16.10.2008

Deutschland 2008

Länge: 1 h 40 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Die Geschichte vom Brandner Kaspar

Regie: Joseph Vilsmaier

Drehbuch: Klaus Richter

Musik: Christian Heyne

Produktion: Joseph Vilsmaier, Markus Zimmer

Kostüme: Gudrun Schretzmeier

Kamera: Joseph Vilsmaier

Effekte: Christoph Hierl

Schnitt: Uli Schön

Ausstattung: Anton Gerg

Website: http://www.brandnerkaspar-derfilm.de

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