Zum Niederknien schöne Verfilmung des Bestsellers von Arthur Golden, in der eine bildschöne Frau davon erzählt, wie sie ihre einfachen Wurzeln hinter sich lässt, um die gefeiertste Geisha von ganz Japan wird.

Kinostart: 19.01.2006

Zhang Ziyi

Zhang Ziyi
als Sayuri Nitta

Ken Watanabe

Ken Watanabe
als Vorsitzender

Michelle Yeoh

Michelle Yeoh
als Mameha

Gong Li
als Hatsumomo

Kôji Yakusho
als Nobu

Youki Kudoh
als O-Kabo (K

Cary Hiroyuki-Tagawa
als Baron

Tsai Chin
als Tantchen

Ted Levine
als Colonel Derricks

Die Handlung von Die Geisha

Japan Ende der 20er Jahre. Nach dem Tod der Mutter landet die neunjährige Chiyo (Suzuka Ohgo) ihrer seltenen Augenfarbe wegen in der Obhut der despotischen Hatsumomo (Gong Li), in deren privater Hostessenakademie sie zur Geisha der Luxusklasse ausgebildet wird. Mit 15 zeigt Chiyo (Zhang Ziyi) in Kyoto, was sie kann, bevor der Zweite Weltkrieg und die Invasion der Amerikaner ihr Leben noch ein weiteres Mal umkrempeln.

Drei Chinesinnen spielen drei Japanerinnen im lange von Spielberg reservierten und nun von Rob Marshall ("Chicago") stilvoll in Szene gesetzten Drama nach dem Bestseller von Arthur Golden.

1929 verlässt die neunjährige Chiyo ihr Fischerdorf, weil sie in ein Geisha-Haus in Kyoto verkauft wurde. Dort wird sie mit brutalen Methoden von der Chef-Geisha Hatsumomo gedrillt, die eifersüchtig auf die Schönheit des Mädchens ist, bis sie von deren Rivalin Mameha gerettet wird. Unter ihrer Protektion wird Chiyo zu der Geisha Sayuri und lernt all die Umgangsformen, um perfekt dienen zu können. So öffnen sich Sayuri die Türen zu einer wohlhabenden Gesellschaft voller Privilegien und politischer Intrigen, bis die Welt der Geishas durch den Zweiten Weltkrieg für immer verändert wird.

Japan in den 30er Jahren. Die neunjährige Chiyo wird von ihrem Vater an ein Geisha-Haus in Kyoto verkauft. Dort durchläuft das kleine Mädchen die strenge Ausbildung zur Geisha. Sehr zum Missfallen der obersten und erfolgreichsten Schülerin des Hauses, Hatsumomo, die in der hübschen Chiyo ihre schärfste Konkurrentin sieht und ihr das Leben zur Hölle macht. Aus Chiyo wird schließlich Sayuri, die fortan den Reichen dient. So eröffnet sich dem Mädchen vom Lande eine Welt voller Privilegien, aber auch voller Neid und Intrigen.

Kritik zu Die Geisha

Die lange Zeit als Regieprojekt für Steven Spielberg gehandelte Bestseller-Verfilmung "Die Geisha" ist unter der Regie des ehemaligen Choreographen und "Chicago"-Regisseurs Rob Marshall zu einem exotischen Epos geworden, das das Leben der Geishas in opulenter Bilderpracht illustriert, ihr Geheimnis aber nicht lüftet.

Sein "Chicago"-Kameramann Dion Beebe und das Ausstattungs- und Kostüm-Team (angeführt von den schon für "Chicago" mit dem Oscar ausgezeichneten John Myhre und Colleen Atwood) schwelgen in der exotischen und glänzenden Farben- und Stoffpracht der Kimonos, die von den Hauptdarstellerinnen in den besseren Lokalen oder japanischen Gärten in voller Kirschblüte oder im bunten Herbst mit ausnehmender Eleganz getragen werden. Zu Recht, macht doch ihre kunstvolle Aufmachung in Kleidung, Schminke und (Tanz-)Bewegung ihren Status aus. Doch zu welchem Preis diese unnahbare Schönheit erreicht und gepflegt wird, wird nur in Ansätzen dramatisiert, etwa in der Eingangssequenz, wenn zwei Schwestern von einem Menschenhändler ihrer armen Dorf-Familie entrissen werden und sie an ein Geisha-Haus in der Stadt verkauft. Dort wird die nötige Eleganz und Disziplin den jungen Frauen schon als Kindern antrainiert. Ansonsten wird dem Ausmalen des exotischen Milieu den Vorzug gegeben statt die ernsten Aspekte heraus zu arbeiten.

Die Besetzung ist wie das Design makellos: Zhang Ziyi aus "Tiger & Dragon" und "House of Flying Daggers" spielt die erwachsene, blauäugige Titelheldin und versucht wie Bond-Girl Michelle Yeoh als ihre Mentorin ihrer Figur Wärme zu verleihen. Chen Kaige-Muse Gong Li, der dritte weibliche, chinesische Star im asiatischen Ensemble, darf die Zicke und böse Stiefschwester und spätere Rivalin von "Aschenputtel" Zhang mimen, die vom Hausmädchen zur bestbezahltesten Geisha aufsteigt, aber eigentlich nur den Chairman (gespielt von Ken Watanabe aus "Last Samurai") wiedersehen will, der ihr als Kind ein Eis schenkte. Diese Liebesgeschichte wird so zurückhaltend wie ihre beiden Protagonisten skizziert. Zum insgesamt gediegen-exotischen, aber etwas spannungsarmen Eindruck passt auch die Musik von John Williams. So ist das Drama mit 144 Minuten zu lang geraten, dennoch sollten viele FreundInnen des Buches, und die gehen in die Millionen, der Arthur-Golden-Titel war ein Bestseller weltweit, Interesse an den Memoiren einer Geisha im Kino haben. hai.

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Info

Plakat des Films: Die Geisha
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 19.01.2006

USA 2005

Länge: 2 h 25 min

Genre: Drama

Originaltitel: Memoirs of a Geisha

Regie: Rob Marshall

Drehbuch: Robin Swicord, Akiva Goldsman, Ronald Bass, Doug Wright

Musik: John Williams

Produktion: Steven Spielberg, Lucy Fisher, Douglas Wick

Kostüme: Colleen Atwood

Kamera: Dion Beebe

Schnitt: Pietro Scalia

Ausstattung: John Myhre, Tomas Voth, Patrick M. Sullivan, Gretchen Rau

Website: http://www.diegeisha.de

Auszeichnungen

1 Oscar: