Packend und berührend erzählte und stark bebilderte Adaption von Wajdi Mouawads Theaterstück "Verbrennungen" über tragische Beziehungen einer libanesischen Familie. Ein Geschwisterpaar aus Frankreich versucht im Libanon seiner Herkunft auf die Spur zu kom

Kinostart: 23.06.2011

Lubna Azabal
als Nawal Marwan

Mélissa Désormeaux-Poulin
als Jeanne Marwan

Maxim Gaudette
als Simon Marwan

Rémy Girard
als Notar Jean Lebel

Abdelghafour Elaaziz
als Abou Tarek

Allen Altman
als Notar Maddad

Mohamed Majd
als Chamseddine

Nabil Sawalha
als Fahim

Baya Belal
als Maika

Die Handlung von Die Frau die singt

Die in Montreal aufgewachsenen Geschwister Jeanne und Simon erfahren bei der Testamentseröffnung ihrer Mutter, dass sie einen Bruder haben. Die beiden sind schockiert. Der Notar, ein Freund ihrer Mutter, die über ihre Vergangenheit immer geschwiegen hat, übergibt ihnen zwei Briefe, einen an den Bruder, einen an den Vater gerichtet. Jeanne will herausfinden, wer Vater und Bruder sind, Simon dagegen die Vergangenheit ruhen lassen. So bricht Jeanne allein auf Spurensuche in den Nahen Osten auf und deckt ein schreckliches Detail nach dem anderen ihrer vom Krieg bestimmten furchtbaren Familiengeschichte auf.

Kritik zu Die Frau die singt

Mit acht kanadischen Filmpreisen ausgezeichnetes und für den Oscar nominiertes packendes Drama um Geschwister auf den Spuren ihrer Eltern in einem vom Krieg zerrissenen Land nach dem erfolgreichen Theaterstück "Verbrennungen" des aus dem Libanon stammenden Wajdi Mouawad.

Die in Montreal aufgewachsenen Geschwister Jeanne und Simon Marwan erfahren bei der Testaments-Eröffnung ihrer Mutter, dass sie einen Bruder haben. Die beiden sind schockiert. Der Notar, ein Freund ihrer Mutter, die über ihre Vergangenheit immer geschwiegen hat, übergibt ihnen zwei Briefe, einen an den Bruder, einen an den Vater gerichtet. Jeanne will unbedingt herausfinden, wer Vater und Bruder sind. Simon dagegen will die Vergangenheit ruhen lassen. So bricht Jeanne erst einmal alleine auf Spurensuche in den Nahen Osten auf und deckt ein schreckliches Detail nach dem anderen ihrer furchtbaren Familiengeschichte auf.

Bereits die ersten Bilder nehmen einen gefangen. Zum Song von Radiohead werden Kindern, die mühsam die Tränen unterdrücken, die Köpfe rasiert. Der für Regie und Drehbuch prämierte Denis Villeneuve deutet hier nur an. Der Zuschauer kann sich selbst ausmalen, dass aus diesen Kindern Soldaten werden, Folterer, die keine Gnade kennen. Eine packende Szene, die den Ton setzt für einen Film, der behutsam ein Familiendrama erzählt, das das unerhörte Ausmaß einer griechischen Tragödie erreicht. Auch wenn der Plot dementsprechend fast schon konstruiert wirkt, und die Familiengeschichte auch als Folie für die Geschichte des Libanon oder eines anderen vom Bürgerkrieg zerrissenen Landes fungiert, schildert Villeneuve die Entwicklungen psychologisch nachvollziehbar. Das hat er auch seinen Schauspielern zu verdanken, allen voran den beiden Frauen, Melissa Désormeaux-Poulain als Tochter, die schüchtern, aber hartnäckig nachforscht und außer ihrer eigenen Geschichte auch eine ihr neue Kultur erkundet, und natürlich Lubna Azabal als Titelheldin. Sie wurde für die Intensität ihrer Darstellung mit einem Genie gewürdigt.

Während Jeannes Recherche für konstante Spannung sorgt, mildern gewitzte Dialogen die harsche Dramatik. Die Bilder von Kameramann von André Turpin fangen prägnant den Kontrast der kühlen, strukturierten westlichen Großstadt und den felsig, sandigen Landschaften im Nahen Osten ein, ohne aufdringlich zu wirken und von der Geschichte ab zu lenken. Ein starkes Stück Kino.

hai.

Wertung Questions?

FilmRanking: 1359 -52

Filmwertung

Redaktion
-
User
5
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.06.2011

Kanada 2010

Länge: 2 h 11 min

Genre: Drama

Originaltitel: Incendies

Regie: Denis Villeneuve

Drehbuch: Denis Villeneuve

Musik: Grégoire Hetzel

Produktion: Luc Déry, Kim McCraw

Kostüme: Sophie Lefebvre

Kamera: André Turpin

Schnitt: Monique Dartonne

Ausstattung: André-Line Beauparlant

Website: www.incendies-lefilm.com