Ungewöhnliche Tragikomödie, die Liebesintrige und eine verschachtelte Film-im-Film-Geschichte miteinander verknüpft.

Kinostart: 23.05.2013

Maria Kwiatkowsky

Maria Kwiatkowsky
als Emily Schenk

Sunnyi Melles

Sunnyi Melles
als Amine von Kirsch

Bastian Trost

Bastian Trost
als Daniel Str

Samuel Finzi
als Heinrich Ludowsky

Mario Adorf
als Hermann von Kirsch

Irm Hermann
als Johanna von Kirsch

André Jung
als Frauenarzt

Luc Feit
als Herr Roland

Christiane Rausch
als Frau Monika

Marie Rosa Tietjen
als Praktikantin

Sebastian Weber
als Autor

Mira Partecke
als Regisseurin

Jürgen Rißmann
als Produzent

Heino Ferch

Die Handlung von Die Erfindung der Liebe

Am Anfang sprechen die Schauspieler über den Tod der Hauptdarstellerin und dem Abbruch der Dreharbeiten. Dann taucht eine junge und nicht gerade talentierte Nachfolgerin auf, die den Part weiter spielt. Gemeinsam mit ihrem Freund will sie eine reiche, dem Tod geweihte Unternehmerin um ihr Geld erleichtern. Die soll sich in ihren Freund verlieben. So richtig geht der perfide Plan nicht auf. Die Eltern der Kranken und ihr Arzt intervenieren, obgleich die Unternehmerin durchaus Gefühle für den Mann empfindet. Auch beim Drehen des Films geht alles drunter und drüber.

Kritik zu Die Erfindung der Liebe

Radikal erzählter Film über Leben und Tod, Leidenschaft und Tragik des Filmemachens und über das Scheitern und Gelingen.

Zu Beginn stand die Idee einer Intrige. Eine Schauspielschülerin, gespielt von Maria Kwiatkowsky, will mit ihrem Freund eine steinreiche und todkranke Frau um ihr Vermögen erleichtern. Dann starb die Hauptdarstellerin 2011 während der Dreharbeiten und das Projekt lag erst einmal auf Eis. Nach einer längeren Pause machte sich Lola Randl erneut an die Arbeit. Das alte Material sollte behalten und in die neu konzipierte Handlung integriert werden.

Am Anfang sprechen die Schauspieler über den tragischen Tod und Abbruch der Dreharbeiten. Dann taucht eine junge, nicht gerade talentierte Praktikantin auf, die den Part der "Emily" übernimmt. Sie rettet die betuchte Armine von Kirsch, die ihrem Leben ein Ende bereiten will. Ihr Freund schleicht sich in das Vertrauen der Lady, soll ihr Gefühle vorgaukeln und sie heiraten, damit das Paar die Erbschaft kassieren kann. Das Unvorstellbare geschieht: Obgleich sie das Spiel durchschaut, verliebt sich Armine in den jungen Mann, der plötzlich ihre Empfindungen erwidert und damit den perfiden Plan misslingen lässt. Neben diesem Erzählstrang nimmt die Film-im-Film-Handlung sukzessive zu, das Drehbuch entfernt sich immer mehr vom Ursprung, bald geht alles drunter und drüber, weil das undisziplinierte Filmteam macht, wozu es Lust hat und die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit, zwischen verschiedenen Realitäten verschwimmen.

Wer ohne jegliche Information ins Kino stolpert, braucht Zeit und Geduld, bevor er sich im kryptischen Wirrwarr der emotionalen und filmischen Verwicklungen zurechtfindet. Die Regisseurin, die in der Zwischenzeit "Die Libelle und das Nashorn" drehte, setzt mutig alte Bruchstücke und neues Material zusammen, arbeitet mit Zumutungen und immer neuen Volten. Für sieist "Die Erfindung der Liebe" ein Film, " der mit sich selber ringt und seine Form findet". Und die ist radikal und kompromisslos, aber auch mit Komik unterfüttert. Dass die Liebeserklärung ans Filmemachen trotz streckenweiser Langatmigkeit gelingt, dafür sorgt ein wild aufspielendes Cast, darunter Bastian Trost als Erbschleicher und Sunnyi Melles als bleiches Objekt der Begierde. mk.

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Info

Plakat des Films: Die Erfindung der Liebe

Kinostart: 23.05.2013

Deutschland/Luxemburg 2013

Länge: 1 h 44 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Die Erfindung der Liebe

Regie: Lola Randl

Drehbuch: Lola Randl

Musik: Maciej Sledziecki

Produktion: Christine Kiauk, Herbert Schwering

Kostüme: Ulrike Scharfschwerdt

Kamera: Philipp Pfeiffer

Schnitt: Andreas Wodraschke

Ausstattung: Thorsten Sabel

Website: http://www.dieerfindungderliebe-derfilm.de