Modernes Märchen über drei Einzelgänger in einem großbürgerlichen Pariser Wohnhaus und die Unvorhersehbarkeit des Lebens. Josiane Balasko gibt die Titelheldin.

Kinostart: 06.05.2010

Josiane Balasko
als Ren

Garance Le Guillermic
als Paloma Josse

Togo Igawa
als Kakuro Ozu

Anne Brochet
als Solange Josse

Ariane Ascaride
als Manuela Lopez

Wladimir Yordanoff
als Paul Josse

Solange Le Picard
als Colombe Josse

Jean-Luc Porraz
als Jean-Pierre

Gisèle Casadesus
als Madame de Broglie

Mona Heftre
als Madame Meurisse

Samuel Achache
als Tib

Valérie Karsenti
als Tib

Stephan Wojtowicz
als Tib

Die Handlung von Die Eleganz der Madame Michel

Madame Michel ist Concierge in einem großbürgerlichen Pariser Wohnhaus. Brummig und ungepflegt erledigt sie die Post und ihre sonstigen Dienste. Am liebsten zieht sie sich in ihre versteckte Bibliothek zurück, wo sie der Literatur und Schokolade frönt. Kakuro Ozu, ein eleganter und kultivierter Japaner zieht neu ein und erkennt die verborgene Eleganz, die feine Seele von Madame Michel. Zu den skurrilen Bewohnern des Hauses gehört auch die elfjährige Paloma, die beschlossen hat, sich mit zwölf um zu bringen und alles um sie herum filmt.

Madame Michel ist Concierge in einem großbürgerlichen Pariser Wohnhaus. Brummig und ungepflegt erledigt sie die Post und ihre sonstigen Dienste. Am liebsten zieht sie sich in ihre versteckte Bibliothek zurück, wo sie der Literatur und Schokolade frönt. Kakuro Ozu, ein eleganter und kultivierter Japaner, zieht neu ein und erkennt die verborgene Eleganz, die feine Seele von Madame Michel. Zu den skurrilen Bewohnern des Hauses gehört auch die elfjährige Paloma, die beschlossen hat, sich mit zwölf umzubringen, und alles um sie herum filmt.

Kritik zu Die Eleganz der Madame Michel

Modernes Märchen über drei Einzelgänger in einem großbürgerlichen Pariser Wohnhaus und die Unvorhersehbarkeit des Lebens.

Die Concierge ist eine französische Institution, schon bei Schriftstellern des 19. Jahrhunderts wie Honoré de Balzac und Eugène Sue ein Hausdrachen, der aus seiner Loge alles kontrolliert und die Geheimnisse der Bewohner kennt, sich ungefragt in deren Leben mischt, ein Wachhund in den schwarz-weiß-Fotografien eines Robert Doisneau. Bereits Filmpionierin Alice Guy verewigte diese Spezies 1900 in ihrem Einminüter "La Concierge". Die Zahl der Conciergen, die sich heute lieber "gardienne" nennen, geht rapide zurück, ein aussterbender Beruf, dessen Mythos bleibt.

So taucht Mona Achache in ihrem von Muriel Barberys Bestseller "Die Eleganz des Igels" inspirierten Erstlingswerk tief ein in deren Alltag zwischen Briefe sortieren, Mülleimer leeren und Bürgersteig fegen, spielt mit den Klischees und stellt sie gleichzeitig auf den Kopf, schaut dabei in die fragile Seele ihrer Protagonistin, die brummig und ungepflegt die nötigen Dienste erledigt und sich im Geheimen in ihre versteckte Bibliothek zurückzieht, der Literatur und Schokolade frönt. Sie nennt ihren fetten Kater Leo - nach Tolstoi, wie der elegante und kultivierte Japaner schnell kombiniert, der ins Haus zieht und hinter der kratzbürstigen Fassade von Madame Michel eine liebevolle Frau entdeckt und sie sanft für eine zarte Liebesgeschichte weckt. Und da ist noch eine Elfjährige, die mit zwölf Jahren Selbstmord begehen möchte - nicht wegen einer Depression, sondern weil sie das Luxusleben im goldenen Käfig der Familie hasst und auch schon mal den Goldfisch der Schwester mit Pillen der tablettenabhängigen Mama füttert und mit der 8mm-Handkamera akribisch ihre Umwelt festhält.

Diese drei liebenswerten und sonderlichen Einzelgänger, verwundbar, stolz und kraftvoll zugleich, finden sich als verschworenes Trio zusammen, das über soziale Barrieren hinweg dem unvorhersehbaren Leben neugierig neue Frische einhaucht und in seinem Mikrokosmos die Freiheit des Individuums feiert. Sie sind Verbündete gegen den Rest der Scheinwelt, die sich einigeln und wie die Hauptfigur Stacheln ausfahren, dennoch füreinander offen sind.

Viel Wert legt Achache mit Kameramann Patrick Blossier auf die Abgrenzung der einzelnen Wohnkulissen in der Lichtsetzung. Sie legt kein harmonisches Feelgood-Movie vor, sondern eine melancholischen Komödie mit detaillierten Blick in Cinemascope für innere und äußerer Räume und komplexen Figuren, bestens verkörpert von der erfahrenen Josiane Balasko, der Newcomerin Garance Le Guillermic und dem zurückhaltenden Togo Igawa. mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 29650 -6334

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 06.05.2010

Frankreich/Italien 2009

Länge: 1 h 40 min

Genre: Drama

Originaltitel: Le hérisson

Regie: Mona Achache

Drehbuch: Mona Achache

Musik: Gabriel Yared

Produktion: Anne-Dominique Toussaint

Kostüme: Catherine Bouchard

Kamera: Patrick Blossier

Schnitt: Julia Gregory

Website: http://www.madamemichel.senator.de