TV-Thriller nach dem gleichnamigen Roman des Frankfurter Krimiautors Jan Seghers.

Kinostart: nicht bekannt

Matthias Koeberlin

Matthias Koeberlin
als Robert Marthaler

Bernadette Heerwagen

Bernadette Heerwagen
als Kerstin Henschel

Peter Lerchbaumer

Peter Lerchbaumer
als Hans Herrmann

Jürgen Tonkel
als Kai D

Tim Seyfi
als Manfred Petersen

Florian Panzner
als Raimund Toller

Anke Sevenich
als Elvira

Claudio Caiolo
als Carlos Sabato

Mirjam Weichselbraun
als Dr. Thea Hollmann

Ellenie Salvo González
als Tereza

Handlung

Kriminalhauptkommissar Robert Marthaler und sein Team müssen den Mord an einer jungen Frau aufklären. Neben der Suche nach dem Täter, der den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein scheint, plagen den Polizisten auch private Probleme.

Kritik

Regisseur Lancelot von Naso ("Waffenstillstand") konzentriert sich bei seinem Primetime-Fernsehdebüt auf das Wesentliche. "Die Braut im Schnee" ist ein konventionell inszenierter Thriller, der von seiner raffiniert konstruierten Geschichte und dem intensiven Zusammenspiel der Darsteller lebt.

Gemeinsam mit Christian Görlitz und Kai-Uwe Hasenheit zeichnet Newcomer von Naso auch für das Drehbuch verantwortlich, das auf einem Roman des Autors Matthias Altenburg unter seinem Pseudonym Jan Seghers basiert. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Kriminalhauptkommissars, der mit einem sadistischen Mörder, aber auch mit seinem chaotischen Privatleben zu kämpfen hat.

Das Motiv des gebrochenen Helden, der sich mit drastischen Kriminalfällen auseinandersetzen muss, ist vor allem aus zahlreichen populären skandinavischen Romanserien und Fernsehproduktionen bekannt. "Die Braut im Schnee" kann in dieser Hinsicht wenig Neues bieten, überzeugt aber mit einer überaus spannenden Geschichte, die dem Zuschauer zahlreiche falsche Fährten legt und letztlich in ein recht überraschendes Ende mündet.

Getragen wird der TV-Thriller vor allem von einem gut zusammengestellten Darstellerensemble, das in Matthias Koeberlin, Bernadette Heerwagen oder Jürgen Tonkel sympathische und überzeugende Hauptfiguren bieten kann, aber mit Darstellern wie Ellenie Salvo González, Mirjam Weichselbraun und Andreas Pietschmann auch in den kleinen Rollen prominent besetzt ist.

Lancelot von Naso ist sich dieser Stärke offensichtlich bewusst und setzt auf eine ruhige Inszenierung mit vielen Dialogen. Die drastischen Verbrechen werden nur in Ansätzen dargestellt, Verfolgungsjagden und Schießereien spielen eine untergeordnete Rolle. Stattdessen gewährt der Film immer wieder Einblicke in das komplizierte Privatleben des von Koeberlin souverän gespielten Ermittlers, dessen Freundin nach einem längeren Aufenthalt im Ausland zurückkehrt.Von Naso beweist auch in diesen Segmenten das richtige Timing, lässt seine Hauptfigur mitunter als "einsamen Wolf" durch das nächtliche Frankfurt streifen, driftet aber nie in aufgesetzte Emotionalität ab.

Somit bietet "Die Braut im Schnee" insgesamt solide und überzeugende Krimi-Unterhaltung. Die Grundkonstellation und viele Elemente der Handlung kommen einem zwar in irgendeiner Form bekannt vor, der hohen Spannung tut dies aber keinerlei Abbruch. jl.

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Info

Plakat des Films: Die Braut im Schnee

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2011

Genre: Thriller

Originaltitel: Die Braut im Schnee

Regie: Lancelot Naso

Drehbuch: Lancelot Naso, Kai-Uwe Hasenheit, Christian Görlitz

Musik: Oliver Thiede

Produktion: Susanne Freyer

Kostüme: Katja Pothmann

Kamera: Felix Cramer

Schnitt: Andreas Radtke

Ausstattung: Oliver Hoese

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