Kinostart: 06.11.1997

Handlung

Der verquere, deutsche Starregisseur Sönke Buckmann wird mit dem Filmpreis ausgezeichnet, die "traute Familie" verfolgt die Verleihung im Fassbinder-Heim vor dem Bildschirm mit. Als nächstes hat sich Buckmann ein Remake von Pasolinis "Die 120 Tage von Sodom" vorgenommen, dass er als letzten, neuen, deutschen Film auf der Baustelle am Potsdamer Platz drehen will. Seine Darstellerinnen bekriegen sich gegenseitig, Volker Spengler ergötzt sich an allen männlichen Komparsen, und alle warten eigentlich nur auf Helmut Berger. Und dazwischen brüllt der Herr Regisseur.

Verquerer deutscher Regisseur will ein Remake von Pasolinis Skandalfilm "Die 120 Tage von Sodom" drehen. Christoph Schlingensiefs böse Satire zieht Autorenkino und neue deutsche Komödie durch den Kakao.

Kritik

Christoph Schlingensiefs bösartig-bissige Parodie auf die deutsche Filmlandschaft zu vergangenen wie aktuellen Zeiten, bei der nicht nur namhafte und unbenannte Regisseure und Schauspieler, sondern auch etliche Institutionen ihr Fett abbekommen. Ein "United Trash" der Filmszene, mag dieses aus Schwarz-Weiß-Szenen, Zwischentiteln und verschiedenen Filmformaten wild zusammen collagierte Werk mit etlichen provokativen (auch, aber nicht nur Sex-)Sequenzen den Insider amüsieren, den Rest irritieren und vielleicht trotzdem amüsieren. Auf jeden Fall dürfte der Film-im-Film nur ein ziemlich begrenztes Publikum im Verleih erreichen.

Wertung Questions?

FilmRanking: 5445 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Die 120 Tage von Bottrop

Kinostart: 06.11.1997

Deutschland 1997

Länge: 1 h 0 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Die 120 Tage von Bottrop

Regie: Christoph Schlingensief

Drehbuch: Oskar Roehler, Christoph Schlingensief

Musik: Helge Schneider

Produktion: Renée Gundelach

Kamera: Christoph Schlingensief, Kurt Kren

Schnitt: Bettina Böhler

Ausstattung: Petra Korink